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Digital Wellbeing Program: Wie wir weniger Zeit mit unserem Handy verbringen

Hirnbefreites Scrollen durch die unzähligen Handy-Apps, während das Leben nur so an uns vorbeirauscht. Ausgerechnet Google will uns dabei helfen, wieder mehr zu leben!

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Frau flippt mit Handy aus
© iStock/Deagreez

"Lade dir doch eine App runter, auf der du siehst, wie viele Stunden du pro Tag mit deinem Handy beschäftigt bist"... SERIOUSLY? Will ich das wirklich wissen?!? Ich - und viele andere - sind sich dessen bewusst, dass unsere Handys mittlerweile eine fast schon zu präsente Rolle in unserem Leben spielen. Mittlerweile hänge ich mir meines ja sogar schon um den Hals, #PRETENDINGTOBEIMPORTANTBUTIMACTUALLYNOT. Aber wollen wir wirklich ganz genau wissen, wie viel Zeit wir tatsächlich mit diesem kleinen Kastl verbringen? Und geht das überhaupt?

Das Digital Wellbeing Programm von Google

Im Zuge des Google Digital Wellbeing Workshops habe ich mich zum ersten Mal so richtig mit dem Thema auseinandergesetzt. Okay, okay - ich geb's zu - davor wollte ich es wohl einfach nicht wahrhaben, dass mein Handykonsum wirklich fernab jeglicher gesunden Normalität ist. Worum geht's dabei also? Google hat das Digital Wellbeing Programm entwickelt, um das Miteinander von Mensch und Technik effizienter und vor allem gesünder zu gestalten. Durch einige Features können wir nämlich tatsächlich wieder an Lebenszeit dazugewinnen und uns dadurch mehr auf unser Umfeld anstatt das Handy konzentrieren - digitales Fasten also quasi per Knopfdruck. Weg von FOMO - The Fear of Missing Out - hin zu:

»JOMO - the joy of missing out«

Basierend auf dem Aspekt, etwas mit Freude zu verpassen, zielt Google mithilfe einfacher technischer Gadgets darauf ab, dieses ständige Überall-dabei-sein-zu-müssen (oder sollen) beziehungsweise die permanente Verfügbarkeit für alles und jeden in Wohlbefinden umzuwandeln. Bisher wurden im Zuge des Programms weltweit über 84.000 Menschen befragt, was sie denn am meisten im Leben ablenken würde. Eine der meist gefallenen Antworten: Das Handy.

Die Aussagen der Befragten stimmen auch mit all dem überein, was ich so aus meinem Umfeld immer wieder höre - und auch selbst verspüre. Nach der Reihe schießen App-Benachrichtigungen in Höchstgeschwindigkeit über unsere Sperrbildschirme. Immer wieder schaut man nur "ganz kurz", was sich denn gerade so abspielt auf unserem besten Freund und Begleiter. Und wird dabei komplett aus der Konzentration gerissen. Leuchten hingegen keine bunten Kästchen auf, gehen wir sofort vom Worst-Case-Szenario aus: Entweder ist das Handy kaputt oder aber das Netz versagt. Und es gibt auch tatsächlich Menschen, bei denen die Beziehung zu ihrem Handy geradezu in eine Form der Sucht ausartet... Permanenter Stress und Ablenkung also.

Was kann man tun, um diesen Stress zu vermeiden und wieder mehr zu leben?

Angefangen von Youtube über GMail bis hin zu unseren Smartphones hat Google einfache Gadgets entwickelt, damit wir uns wieder weniger mit dem Handy beschäftigen und das echte Leben wahrnehmen. Hier ein paar der nützlichsten Tricks in Form von kurzen Videoanleitungen:

Wie lange benütze ich welche Apps?

© Video: Magdalena Jahn

Wie kann ich meine tägliche App-Nutzung einschränken?

© Video: Magdalena Jahn

Was kann ich tun, um mich weniger von meinem Handy ablenken zu lassen? Alleine durch die Graustufen-Einstellung reduzieren wir nachgewiesenermaßen das Herumdrücken auf unserem Handy. Zusätzlich ist es möglich, während der Schlafenszeit alle störenden Benachrichtigungen auszuschalten.

© Video: Magdalena Jahn

Zusätzlich zu diesen wirklich tollen Einstellungs-Hilfen, gibt Google auch noch ein paar andere Tipps, wie der Griff zum Handy und somit Stress vermieden werden kann:

  • Nachts das Handy nicht neben dem Bett laden beziehungsweise den Flugmodus währenddessen aktivieren (Weckerfunktion bleibt dadurch aufrechterhalten)
  • Tagsüber das Handy nicht im selben Raum laden, um nicht ständig in Versuchung zu geraten, nur mal kurz etwas nachzusehen
  • Meetings OHNE mobile Geräte abhalten
  • Fixe "offline" Zeiten im Kalender eintragen - vorzugsweise mit einer kurzen Erinnerung davor, damit nicht zusätzlicher Stress entsteht, dass das Handy weggelegt werden soll
  • Nur die wichtigsten Apps auf dem Homescreen installieren
  • Familie: Alle Geräte in einer Schublade aufbewahren oder beim Essen in die Mitte des Tischs legen
  • Aufteilung in berufliches und privates Handy
  • Wenn die eigenen Handy-Gewohnheiten verändert werden, macht es Sinn, das eigene Umfeld darüber in Kenntnis zu setzen, um Mißverständnissen vorzubeugen und zusätzlichen Stress zu vermeiden
  • Wer weniger Mails schickt, bekommt auch weniger Mails...
  • Wieder mal zu einem guten alten Buch greifen und ohne Strom lesen

Einen letzten Tipp für alle berufsbedingt gestressten Menschen: Via Chrome Web Store gibt es die Möglichkeit, die App "Mindful Break" zu installieren. Jedes Mal, wenn diese geöffnet wird, werden automatisch neue Achtsamkeitstipps vorgestellt. Unter anderem Atemübungen, bei denen sich der Bildschirm blau einfärbt und durch einen weißen Kreis in der Mitte leicht verständliche Instruktionen gegeben werden, die uns in Stresssituationen wieder runterholen können.

Tja, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Google uns allen dabei unter die Arme greifen kann, zurück ins echte Leben zu finden und unser virtuelles Dasein auch mal auf Pause zu schalten?

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