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Wie ihr euer Kind am besten auf den Kindergarten vorbereitet

Im September ist Kindergarten-Beginn. Am besten bereitet ihr jetzt schon euer Kind darauf vor. Wie das geht? Wir haben 4 hilfreiche Tipps für euch.

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Kindergarten
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Aller Anfang ist schwer. Besonders der, wenn das eigene Kind in den Kindergarten geht. Egal ob Krippe oder bei den älteren Kindern in der Familien- oder Kindergartengruppe: Die meisten Kinder trennen sich anfangs nur schwer von ihren Eltern. Umgekehrt tun sich viele Eltern schwer, sich von ihrem Kind zu verabschieden. Auch wenn das Kind schon einmal auswärts geschlafen hat oder bei den Nachbarn zum Spielen eingeladen war – die Trennung zwischen Eltern und Kindern im Kindergarten ist etwas Besonderes. Zum einen kennt das Kind die Kindergartenpädagogin noch nicht und auch alle anderen Kinder sind ihm noch unbekannt. Zum anderen ist es das erste Mal in einer öffentlichen Betreuungseinrichtung ganz alleine – das ist schon eine große Herausforderung. Um den Trennungsschmerz möglichst gering zu halten, sollte das Kind jetzt schon auf die Situation vorbereitet werden. Wir haben für euch ein paar Tipps, wie der Kindergarten-Beginn leichter fällt.

Sommerkurse

Wenn das Kind gewohnt ist, lediglich von ihm vertrauten Personen betreut zu werden, wird der Kindergarten-Einstieg meist etwas schwieriger. Ein Kurs, an dem auch andere "fremde" Kinder teilnehmen, kann dem Kind helfen, sich daran zu gewöhnen, schnell Kontakte zu knüpfen. Beispielsweise bieten verschiedenste Institutionen Sommerkurse an: Vom Kinderturnen bis zum Kreativkurs gibt es mancherorts viele Möglichkeiten, während der Sommermonate ein bisschen zu "üben". Ansonsten hilft es schon, wenn das Kind mit anderen Kindern am Spielplatz zusammenkommt. Je isolierter ein Kind aufwächst, desto schwieriger wird der Kindergarteneinstieg. Bei Kursen gewöhnt sich das Kind auch an "fremde" Erwachsene, die den Kurs leiten – ihnen zu vertrauen und sich an sie zu wenden, wenn sie etwas brauchen.

Freunde besuchen

Kinder, die vor der Kindergartenzeit noch nie von ihren Eltern getrennt waren, tun sich logischerweise beim Kindergarten-Eintritt am schwersten. Falls das der Fall ist, ist es spätestens jetzt – 7 Wochen vor Kindergartenbeginn – an der Zeit, das Kind einmal abzugeben, von Oma/Opa, Tanten/Onkel betreuen zu lassen und das Kind an diese Situation zu gewöhnen. Gelegentliche Trennungen fördern die Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kind. Das Kind weiß, dass es sich darauf verlassen kann, wenn es heißt "Ich komme und holen dich dann ab" – dass dies dann auch tatsächlich der Fall ist. War das Kind vor Kindergartenbeginn noch nie in der Situation, muss diese Vertrauensbasis erst geschaffen werden. Allerdings nicht mit Verwandten, also vertrauten Personen, sondern mit der Kindergartenpädagogin. Es kann auch förderlich sein, sich in nächster Zeit mit Freunden oder Nachbarn zu treffen, die Kinder im gleichen Alter haben. So lernen die Kids den Umgang miteinander und stellen sich auf fremde Erwachsene ein. Wenn man weiß, dass ein Kind aus der Nachbarschaft im gleichen Kindergarten beginnt - umso besser. Vielleicht können sich die Kids bereits vor dem Kindergartenbeginn kennenlernen!

Gespräche führen

Das wichtigste überhaupt: Die Kinder in Gesprächen darauf vorbereiten, was kommt. Am besten dem Kind immer wieder erklären, wie die ersten Tage im Kindergarten ablaufen werden. Erklärt dem Kind, dass dort viele andere Kinder zum Spielen sind, was es dort gibt, wie der Kindergarten aussieht, wie der Tag ablaufen wird. Aber auch, dass das Kind dort irgendwann bleiben soll und dass Mama/Papa in die Arbeit gehen werden. Nach einiger Zeit werden die Kinder verinnerlichen, was sie gehört haben und bekommen zumindest eine leise Ahnung davon, was sie erwarten wird. Außerdem gibt man ihnen die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Selbstständigkeit fördern

Im Kindergarten müssen die Kinder schon sehr früh selbstständig werden. Sie lernen, auf ihre Sachen aufzupassen, sich die Schuhe anzuziehen und alleine auf die Toilette zu gehen. Bei 25 Kindern in der Gruppe haben es die Kindergartenpädagogin und die Assistentin etwas schwer, jedem Kind bei den alltäglichen Tätigkeiten zu helfen. Am besten mit den Kindern jetzt schon ein bisschen üben, Dinge selbstständig auszuführen, obwohl Mama oder Papa gerade Zeit haben zu helfen. Viele Kinder werden auch sehr lange von den Eltern gefüttert. Das Kind hat es im Kindergarten leichter, wenn es gewisse Dinge von vornherein kann. Außerdem wollen viele Kinder selbstständiger sein – man muss sie nur lassen! Dann steht einem erfolgreichen Kindergarten-Anfang nichts mehr im Wege.

Thema: Kinder

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