Ressort
Du befindest dich hier:

Wie IKEA-Teile ihren Namen bekommen

Billy. Pax. Malm. Sie sind in fast jedem Haushalt zu finden. Aber weißt du eigentlich, was diese Wörter bedeuten? Hinter den Produktnamen von IKEA steckt nämlich tatsächlich ein System.

von

Ikea
© Getty Images

Abgesehen von Möbeln im minimalistisch skandinavischen Stil findet man bei IKEA auch die wohl weltweit großartigsten Produktnamen. Da begrüßt uns Godmorgon im Bad, wir kuscheln uns in Häxört und holen uns aus Ivar ein Buch. Aber haben diese Namen auch eine Bedeutung?

Alle, die der schwedischen Sprache mächtig sind, können diese Frage sofort beantworten: Ja! Aber bei der Bezeichnung der über 12.000 Produkte hat der international agierende Möbelhersteller auch ein System. Und genau das hat IKEA-Designer Jon Karlsson vor kurzem detailliert verraten.

Sprichst du IKEA?

Bücherregale werden beispielsweise nach den schwedischen Vokabeln für Berufsbezeichnungen oder Männernamen tituliert: So bedeutet "Expedit" übersetzt Schreiber und "Billy" wurde nach einem Mitarbeiter benannt. Und auch andere Produktgruppen werden immer nach dem gleichen System benannt:

Nach diesem System werden die Namen für IKEA-Produkte vergeben:

  • Badezimmer-Artikel = Namen von schwedischen Seen oder Flüssen
  • Bett-Textilien = Blumen oder Pflanzen
  • Betten, Garderoben, Möbel für den Eingangsbereich = norwegische Ortschaften
  • Bücherregale = Berufe oder skandinavische Männernamen
  • Schüsseln, Vasen, Kerzen oder Kerzenhalter = schwedische Ortschaften, Adjektive, Kräuter oder Früchte
  • Bilder, Bilderrahmen, Uhren, Wandverzierungen und Schachteln = schwedische Slangausdrücke und Ortschaften
  • Produkte für Kinder = Tiere, Vögel oder Adjektive
  • Tische, Sitzgelegenheiten = skandinavische Männernamen
  • Stoffe, Vorhänge = skandinavische Frauennamen
  • Gartenmöbel = skandinavische Inseln
  • Küchenutensilien = Fische, Pilze oder Adjektive
  • Lampen = Maßeinheiten, Jahreszeiten, Monate, Tage, Begriffe aus der Seemannssprache, schwedische Ortsnamen
  • Teppiche = dänische Ortschaften
  • Sofas, Sofatische und Polstersessel = schwedische Ortsnamen

Ausnahmen bestätigen die Regel: Ab und zu dürfen die Designerinnen und Designer einzelner Möbelstücke auch andere Namen für ihre Kreationen vorschlagen. Aber im Prinzip hält man sich an dieses System, das übrigens vom IKEA-Gründer Ingvar Kamprad selbst eingeführt wurde, da er unter Dyslexie litt und sich daher schwer Nummern oder Buchstaben-Codes merken konnte.

Ikea

via: Quartz

Themen: Home, Design

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .