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Was du tun kannst, damit dein Kind mehr Mut gewinnt

Wir wollen, dass unsere Kinder selbstbewusste, mutige Erwachsene werden. Und verstärken trotzdem helikopternd ihre Ängste. Wie du sie besser unterstützt:

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Was du tun kannst, damit dein Kind mehr Mut gewinnt
© Photo by Caroline Hernandez on Unsplash

Eine unerwartete Nebenwirkung des Mutterdaseins: Die Fähigkeit, die Emotionen unserer Kinder buchstäblich mitzufühlen.

Wenn unsere Zwerge auf dem Spielplatz von anderen ausgeschlossen werden, gibt es uns innerlich einen Stich. Wenn sie alleine in eine neue Spielgruppe voller fremder Kinder kommen oder ein zweistöckiges Klettergerüst erklimmen (wer hat entschieden, dass das aus rostigem Metall gemacht werden musste?) – nun, am liebsten würden wir sie sofort an der Hand nehmen oder den Beta-Blocker zücken.

Dürfen wir aber nicht. Zumindest nicht, wenn wir unsere Kinder zu selbstbewussten, mutigen Erwachsenen erziehen wollen, die nicht ängstlich vor jeder Herausforderung oder Ablehnung eingehen. Dann nämlich ist kontraintuitives Handeln angesagt.

Wenn wir unseren Kindern ihre Ängste nehmen wollen, dann sollten wir sie sogar ermutigen, Risiken einzugehen.

Forscher, die das Verhalten von 500 Vorschulkindern aus England, den Niederlanden und Australien untersuchten, fanden heraus, dass Eltern, die ihre Kinder dazu anregen, über ihre Grenzen zu gehen, ihre Kinder damit vor Angststörungen schützen. Die Psychologen: "Je mehr wir versuchen, unser Kind vor Verletzungen und Enttäuschungen zu bewahren, desto ängstlicher wird es. Je mehr wir es dazu anregen, seine Komfortzone zu verlassen, desto selbstbewusste und mutiger werden sie sich in Zukunft neuen Aufgaben stellen."

Es sei für Kinder wichtig, Spiele auch mal zu verlieren, Streit mit anderen zu haben, Frust zu erleben oder sich die Knie aufzuschlagen. Übrigens: Die Niederländer zeichneten sich im Rahmen der Studie am meisten dabei aus, ihre Kinder nicht wie Helikopter-Eltern zu umschwirren, sondern den Dingen entspannt ihren Lauf zu lassen. Eventuell mit ein Grund, warum ihre Kinder angeblich die glücklichsten auf diesem Planeten sind.

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