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Wie du dich leichter entscheiden kannst - und dich dann mit deiner Entscheidung auch wohlfühlst

Mit den tagtäglichen Entscheidungen, die es zu treffen gilt, kann man schon mal überfordert sein. Was aber, wenn es noch mehr wird? Letzten Endes geht es darum, seine eigenen Bedürfnisse bewusst wahrzunehmen. Und wir verraten dir wie:

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Wie du dich leichter entscheiden kannst - und dich dann mit deiner Entscheidung auch wohlfühlst
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Rund 35.000 Entscheidungen trifft das menschliche Gehirn täglich. Durch die Digitalisierung – und den damit verbundenen Informationsüberfluss – hat sich diese Zahl in den letzten Jahren stark erhöht. Im Jahr 2020 sollen es allein 5.000 (!) Anzeigen sein, die jeder Mensch täglich zu Gesicht bekommt, prognostiziert MediaCom. Nicht nur online, auch offline steigt die Zahl der Informationen bzw. Angebote und damit der Entscheidungen.

Wir haben den Anspruch, immer die beste Entscheidung zu treffen: Aber das muss gar nicht sein

Naturjoghurt mit 0,1 Prozent Fett oder mit 1 Prozent? Bio oder aus Österreich? Oder doch kein Joghurt? Selbst mit winzig kleinen Entscheidungen im Alltag sind immer mehr Menschen überfordert, bestätigt die Grazer Psychotherapeutin Maria Kubin. „Eigentlich haben wir ein Luxusproblem. In Zeiten, wo alles immer individueller wird und die Zahl der Möglichkeiten steigt, dürfen wir uns zwischen vielen guten Optionen entscheiden.“ Die vielen Annehmlichkeiten des modernen Lebens führen dazu, dass man immer mehr Entscheidungen treffen muss – egal ob es darum geht, welches Joghurt man kauft oder welchen der vielen Nachrichten auf Social Media man Beachtung schenkt oder für welches Urlaubsangebot man sich entscheidet.

Und wir machen uns die Entscheidungen selbst schwer, so Kubin: „Wir haben den Anspruch, immer die beste Entscheidung zu treffen und ja nichts falsch zu machen. Die einzig falsche Entscheidung ist aber, sich nicht zu entscheiden. Und es ist ja auch nicht so, dass man bewusst falsche Entscheidungen trifft. In dem Moment findet man es so richtig, aus welchem Grund auch immer.“

Es liege aber in der Natur der Sache, dass man im Nachhinein bemerkt, dass eine Entscheidung nicht das beabsichtigte Ergebnis gebracht hat. „Das muss ich ganz bewusst ‚miteinkalkulieren‘ und keine Angst vor Fehlern haben, immerhin lernt man aus Fehlern am besten. Dann entscheide ich mich viel leichter“. Je besser man darin ist, „in sich hineinzuhorchen und zu spüren“, desto einfacher falle es einem, Entscheidungen zu treffen.

Auf sich selbst hören

Dieses „In-sich-hineinhorchen“ ist eine essenzielle Basis für die Gesundheit, bestätigt Diätologin Veronika Schöngrundner vom OPTIMUM – Zentrum für individuelle Gesundheit: „Egal ob bei der Bewegung, der Ernährung oder der Entspannung: Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse und diese gilt es, herauszufinden. Im stressigen Alltag nimmt man sich oft nicht die Zeit dazu und damit verlernt man, auf sich zu hören. Das führt auch dazu, dass man sich schlechter entscheiden kann.“

Was kann man also tun, um besser zu spüren, was einem gut tut? Schöngrundner sieht in der Achtsamkeit einen zentralen Schlüsselfaktor. Diese kann man mit Entspannungsübungen trainieren. Auch die Wirkung des richtigen Atmens wird unterschätzt. „Wenn du dich auf das Atmen konzentrierst, holst du dich zurück ins Jetzt. Das kostet nichts und ist überall einsetzbar“, weiß die Diätologin. Auch das bewusste Spüren und Wahrnehmen – zum Beispiel beim Essen – sei wichtig.

Tipps, wie man sich einfacher entscheidet

Und was hilft nun wirklich konkret dabei, mit Entscheidungen leichter zurecht zu kommen? Dazu 4 Tipps:

Meist weiß man intuitiv, was richtig ist. Daher sollte man auf das erste Bauchgefühl hören. Das kann man üben, indem man sich öfter kleine Ja/Nein-Fragen stellt – und das Bauchgefühl antworten lässt. Dazu muss man aber entspannt sein.

Keine Angst vor der Entscheidung haben! Im schlechtesten Fall ist man um eine Erfahrung reicher und hat für die nächste Entscheidung etwas gelernt.

Helfen kann auch, sich im Kopf die beste und die schlechteste Konsequenz der Entscheidung vorzustellen.

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