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Wie reinigt und pflegt man Mischhaut?

Was ist denn eigentlich Mischhaut? Und wie reinige ich sie richtig? WOMAN hat die Antworten auf diese und andere Fragen zum Thema "Mischhaut".


Wie reinigt und pflegt man Mischhaut?
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Was ist denn eigentlich Mischhaut?
Stellenweise ölig, an anderen Teilen aber ultratrocken: Mischhaut ist eine Kombination aus fettiger T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) und sehr trockenen Wangen- und Schläfenpartien. Letztere können empfindlich und gereizt sein. Die T-Zone ist der Gegenpol: Hier sind unzählige Talgdrüsen, weshalb sie zu Unreinheiten und Ölbildung neigt.

Wie reinige ich Mischhaut?
Milde, morgens und abends regelmäßig durchgeführte Reinigung ist optimal. PH-neutrale, schäumende Reiniger entfernen gründlich abgestorbene Hautschüppchen, ohne die schützende Hautbarriere anzugreifen. Danach gleicht ein alkoholfreies, sanftes Tonic die feuchtigkeitsarme Wangen und Schläfenpartie sowie die ölige T-Zone wieder perfekt aus.

Wie pflege ich meine Haut?
Etwas umständlich, aber sehr effektiv ist es, die Haut nach den jeweiligen Bedürfnissen zu pflegen. Die T-Zone sollte mit klärender Pflege, die trockenen Bereiche mit Feuchtigkeit versorgt werden. Aber keine Sorge: Wer keine Problemhaut hat, liegt mit einer leichten Öl-in-Wasser-Emulsion oder speziellen Mischhaut-Produkten generell auch nicht falsch.

Was sollte ich vermeiden?
Scharfe Reinigungshelfer und extrareichhaltige Pflege! Denn starke Cleanser trocknen die Haut aus. Die T-Zone reagiert mit noch mehr Talg – Pickel und Co drohen. Und bereits trockene Stellen werden dadurch irritiert. Zu fetthaltige Pflege kann ebenso zu Unreinheiten führen. Außerdem braucht auch die trockene Zone Feuchtigkeit und kein Fett.

Ist Peelen gut für Mischhaut?
Um verstopfte Poren und damit verbundene Unreinheiten zu beseitigen, sollte der Teint regelmäßig zweimal pro Woche gepeelt werden. Dabei jedoch nur ein Peeling mit extrem feinen Schleifpartikeln wählen und hauptsächlich die T-Zone behandeln. Denn die restliche Haut ist sowieso schon trocken und reagiert sehr schnell gereizt.

Darf ich Masken verwenden?
Feuchtigkeitsspendende und ausgleichende Masken sind eine Wohltat für trockene Stellen. Die Maske sollte aber wegen der T-Zone ölfrei sein. Unser Selbermach-Rezept: Einen Apfel reiben, mit 1 EL Honig und 1 EL Topfen vermischen. Für 15 Minuten aufs Gesicht auftragen, abspülen. Wirkung: Honig und Topfen pflegen trockene Haut, Apfelsäure klärt.

Wieso habe ich in der T-Zone Unreinheiten?
Auf der Haut liegt ein schützender Film aus Wasser und Fett. Die Talgdrüsen in der T-Zone produzieren aber zu viel Fett, das lockt Bakterien an und führt zu Unreinheiten. Gesteuert wird die Talgproduktion übrigens durch Hormone: Deshalb sprießen Pickel während der Pubertät, Menstruation und Schwangerschaft.

Was kann ich gegen zu viel Öl-Glanz tun?
Wenn Reinigung und Pflege stimmen, sollte die T-Zone schon bald weniger ölig sein. Schnelle Hilfe bieten Pflegeprodukte mit Kieselsäure (hemmt Talg), mattierendem Zink oder talgregulierendem Vitamin E. Für unterwegs sind auch Puderblättchen ideal: Sie saugen überschüssiges Öl auf und mattieren mit Puder.

Und was ist mit Make-up?
Die ideale Foundation hält Stirn, Nase und Kinn gleichmäßig matt und versorgt den Teint zugleich mit Feuchtigkeit. Ein Kompakt-Make-up ist die ideale Wahl: Es kaschiert Unreinheiten top und schenkt mit seinem pudrigen Finish einen lang anhaltend samtigen Teint. Wichtig: Das Rouge sollte cremig sein, damit diese Partie nicht austrocknet.

Bessert sich die Mischhaut mit dem Alter?
Ja, auch Mischhaut wird infolge des Alterungsprozesses und durch äußere Lebensbedingungen (Stress, Umweltbelastung) trockener. Achtung: Viele Frauen verwenden dann aber viel zu reichhaltige Produkte, die Glanz fördern und das Trockenheitsproblem nicht lösen. Wichtig ist in diesem Fall intensive Feuchtigkeit.

Redaktion: Sermin Kaya