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LifeHack: So schmeckt günstiger Wein wie ein teurer!

Wir verraten das (etwas kuriose) Sommelier-Geheimnis, wie du eine günstige Flasche Wein geschmacklich in einen teuren Tropfen verwandelst.

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LifeHack: So schmeckt günstiger Wein wie ein teurer!
© Photo by Jp Valery on Unsplash

Nein, wir haben leider keinen irrsinnig feinen Gaumen. Wir schaffen es leider nicht, die Spargel- oder Schokoladennote im Abgang eines Weins zu erschmecken. Aber was wir schon erkennen: Ob es sich um ein sehr günstiges Flascherl oder einen eher exquisiten Tropfen handelt.

Nun, was würdest du sagen, wenn wir dir einen Trick verraten, mit dem du einen billigen Wein geschmacklich veredelst? In nur 30 Sekunden? Und nur mit der Hilfe einer deiner Küchenmaschinen?

Was bedeutet "Karaffieren" – und wie wird günstiger Wein dadurch exquisiter?

Das Geheimnis hat uns tatsächlich ein befreundeter Sommerlier beim Abendessen verraten. "Hyper-Karaffieren" nennt sich die Methode. Dabei wird der Wein 30 Sekunden lang im Standmixer durchgequirlt, um den Geschmack zu veredeln. Wer übrigens das Wort Karaffieren noch nie gehört hat, braucht sich nicht als Laie vorkommen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dafür nämlich ebenfalls die Bezeichnung Dekantieren verwendet (obschon das eigentlich eine andere Methode, nämlich das langsame Umfüllen des Weines, beschreibt).

Warum das funktioniert? Karaffieren hingegen bedeutet, einen Wein zu belüften. Damit wird er sozusagen einem Sauerstoffschock ausgesetzt, wodurch sich der Wein geschmacklich besser entfalten kann. Denn Säuren, Ester und Kohlenwasserstoffmoleküle die wichtige Geschmacksträger enthalten gehen schnelle Verbindungen mit Sauerstoff ein und lassen den Wein zugänglicher werden. Das ist vor allem bei jungen Rotweinen sinnvoll.

Beim "Hyper-Karaffieren" im Mixer wird das Misch-Prozedere nachvollzogen. Aber eben schneller und aggressiver. Wichtig: Für gute Weine ist diese Methode nichts – du zerstörst sie dadurch eher als sie zu veredeln. Aber ein billiger Wein gewinnt dadurch tatsächlich an Geschmack.

Nachdem wir es selbst ausprobiert haben: Der Wein erhält einen volleren, weniger bitteren und irgendwie "glatteren" Geschmack. Prost, Freundinnen! PS.: Den besten Rosè-Wein gibt's angeblich beim Discounter - hier mehr dazu.

Thema: Life-Hacks

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