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Wie ein Strohhalm dich vor Vergewaltigung schützen kann

Es ist einfach nur niederträchtig und hinterhältig: Beim eigentlich fröhlichen Ausgehen von jemandem K.-o.-Tropfen ins Getränk zu bekommen und dadurch wehrlos Opfer einer Vergewaltigung zu werden. Ein Strohhalm soll aber genau das verhindern können.

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Wie ein Strohhalm dich vor Vergewaltigung schützen kann
© Shutterstock

K.-o.-Tropfen, Knockout-Tropfen, Date-Rape-Drogen, Vergewaltigungsdrogen - der Name dieser Mittel ist bedauerlicherweise selbsterklärend. Verbrecher benutzen sie, um sie ihren auserkorenen Opfern unterzujubeln und - wenn sie aufgrund der Wirkung benebelt bis bewusstlos sind - schamlos auszunutzen und zu vergewaltigen.

Oftmals landen die Mittel beim Fortgehen in einem Drink und diejenige, die es trinkt, merkt dies leider oftmals erst, wenn es zu spät ist: Man verliert schnell das Bewusstsein und kann sich später an nichts mehr erinnern.

Um genau das zu verhindern, hatten drei High School-Studentinnen aus Miami eine Idee: Victoria Roca, Susana Cappello und Carolina Baigorri haben einen Strohhalm entwickelt, der sich blau verfärbt, sobald er mit den bekanntesten Vergewaltigungsdrogen in Kontakt kommt - also sobald diese in dein Getränk gemischt wurden. Somit wäre man vor jedem Schluck sofort gewarnt, ob man besser die Finger vom Drink lassen sollte oder bedenkenlos weiter trinken kann.

Der Strohhalm soll laut Aussagen der drei Studentinnen die am häufigsten verwendeten K.-o.-Tropfen anzeigen: wie beispielsweise Flunitrazepam, Gamma-Hydroxybuttersäure und das Narkosemittel Ketamin. Bedauerlicherweise gibt es aber noch zahlreiche weitere Drogen, die ähnliche Wirkung haben. 100%ige Sicherheit wird man also leider auch dank des Strohhalms nicht haben.

Aktuell gibt es den Strohhalm noch nicht zu kaufen - eine Crowd Funding-Kampagne dazu soll in Kürze starten.

Und so großartig die Idee hinter diesem Ansatz auch sein mag: Leider wird dabei nicht auf die eigentliche Ursache fokussiert - auf die Täter, die eine Vergewaltigung ausführen. Stattdessen liegt der Fokus auf den unschuldigen Opfern.

Zu viele Frauen fragen sich nach einer Vergewaltigung "Was hätte ich anders machen können, um die Tat zu verhindern?" Produkte, wie dieses könnten genau das suggerieren: dass sie etwas anders hätten machen. Dabei liegt die Schuld einzig und allein beim Täter.

Mehr zum Strohhalm erfährst du im folgenden Video:

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