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Wien hält zusammen: Was in dieser Nacht auch Großartiges passierte

Es gab Montag Nacht einen feigen Anschlag am Schwedenplatz. Aber es gab noch so viel mehr Heldinnen und Helden in dieser Nacht. Das ist unser Wien! Danke euch allen!

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Wien hält zusammen: Was in dieser Nacht auch Großartiges passierte
© 2020 Getty Images

In der Nacht des 2. Novembers wurde in der Wiener Innenstadt, in der Gegend rund um den Schwedenplatz, ein terroristischer Anschlag verübt. Eine Nacht, die 22 Verletzte sowie fünf Todesopfer, darunter der Täter, forderte. Eine Nacht, die so viele Wienerinnen und Wiener kaum schlafen ließ: weil sie von der Straße flüchten mussten und im von der Polizei abgeriegelten ersten Bezirk in Restaurants oder anderen Lokalitäten festsaßen, weil sie sich um ihre Lieben sorgten oder weil sie Angst haben, dass bösartige Anschläge dieser Art nun auch bei uns in Österreich passieren.

Aber in dieser Nacht zeigte sich nicht nur ein feiger Attentäter, sondern auch Mut. Hilfsbereitschaft. Hoffnung. In so vielen Aktionen und von so vielen Menschen. Und genau jene wollen wir hier in den Mittelpunkt stellen.

Angefangen bei jenen, die fremden Menschen ihre Tür aufgemacht haben: Unter dem Hashtag #SchwedenplatzTür wurde allen, die inmitten der Gefahrenzone auf der Suche nach einem sicheren Rückzugsort waren, ein sicherer Unterschlupf angeboten. Oder jene, die auf Social Media Fremden offerierten, sie mit dem Auto abzuholen und heimzubringen.

Oder Hotels, die verschreckte Leute aufnahmen und sie zum Teil sogar gratis übernachten ließen. Oder Straßenbahnfahrer, die mitten auf der Strecke anhielten, um Menschen aus dem Risikobereich zu bringen.

Oder Taxifahrer*innen, die ohne Fahrgeld zu verlangen Menschen heimbrachten. Passant*innen, die erste Hilfe leisteten. Oder diese eine Person, die dem Terroristen "Oaschloch" entgegenschrie.

Oder die drei Helden, die mitten im Kugelhagel unglaubliche Zivilcourage bewiesen: Osama Joda, der einen angeschossenen Polizisten in Sicherheit brachte und ihm Erste Hilfe leistete.

Recep Gültekin und Mikail Özen, die ihr Leben riskierten, um einer Frau und einem verletzten Beamten zu helfen.

Oder Percussionist Martin Grubinger, der seinen Auftritt im Konzerthaus mit so vielen Zugaben verlängerte, um das festsitzende Publikum zu beruhigen. Oder die Wiener Philharmoniker, die allen, die in der Staatsoper gestrandet waren, ein Gratiskonzert gaben.

Und vor allem all der unermüdliche Einsatz der Polizei, der Rettung, des Bundesheers und der Teams in den Krankenhäusern, die Unglaubliches für uns alle geleistet haben!

Denn all das zeigt, dass wir das Gegenteil dessen tun, was der Terror will. Wir werden auch weiterhin zusammenhalten, aufeinander aufpassen und einander helfen!

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