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In Wiener Bädern wird Personal gegen Belästigung eingesetzt

Die Aktion "Ich bin dein Rettungsanker", die bereits am Donauinselfest durchgeführt wurde, soll nun auf die Wiener Bäder ausgeweitet werden.

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Freibad
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Die Bewusstseinskampagne "Ich bin dein Rettungsanker", soll nun auf die Wiener Bäder ausgeweitet werden. Bereits am Donauinselfest war eigens geschultes Personal unterwegs, um für Mädchen und Frauen da zu sein, die belästigt wurden. Mit einem Rettungsanker-Symbol auf dem Hemd oder T-Shirt versehen, ist das Sicherheits-Personal dafür geschult worden, sensibel zu reagieren und Betroffenen die Möglichkeit zu geben bzw. sie zu animieren, sich sofort zu melden. Wir haben berichtet. Nun sollen rund 40 geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wiener Bädern zur Stelle sein. Sogenannte "First Responder", also Personal, das mit Schwerpunkt auf Kontrolle und Deeskalation für die Sicherheit der Badegäste sorgt, war schon in den letzten Jahren unterwegs. Sie wurden in Zusammenarbeit mit Polizei, Jugendvolksanwaltschaft und Security-Firmen geschult. Nun wurden 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der MA57 (Frauenservice) speziell im Hinblick auf die Sicherheit von Mädchen und Frauen ausgebildet.

Kein Platz für Belästigung

Bei der Präsentation der Bewusstseinskampagne am Mittwoch im Laaerbergbad betonte Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) "dass wir hier in Wien keinen Platz haben für Belästigung haben". Ziel sei es, den Betroffenen nicht das Gefühl zu geben, dass es unangenehm sei, die Belästigung zu melden, so die Stadträtin. Durch den Rettungsanker soll das Personal für die Badegäste erkennbar und leicht anzusprechen sein. Wird eine Belästigung gemeldet, ist die Aufgabe des "Frist Responders" die gemeldete Person zu beaufsichtigen und Betroffene zu betreuen, bis die Polizei eintrifft.

Situationen verhindern

Durch die Präsenz des Sicherheits-Personals und deren Arbeit gelinge es, negative Situationen zu verhindern, so Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) gegenüber der APA. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es eindeutig einen Unterschied macht, wenn es klar erkennbares Personal gibt, an das man sich wenden kann, wenn man sich nicht wohlfühlt." Mit Plakaten und dem Verteilen von Stickern soll mehr Aufmerksamkeit auf die Aktion gelenkt werden und gleichzeitig präventiv wirken. Künftig soll die Kampagne ausgedehnt werden – beispielsweise auf Veranstaltungen wie Kirtage oder die Wiener Linien.