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Wingwave: Aufhören mit dem Rauchen

Mit einem Wink ist alles weg - zumindest die Sucht nach Zigaretten. Denn mit Wingwave werden positive Gefühle, die man mit dem Rauchen verbindet, einfach weggewedelt.


Wingwave: Aufhören mit dem Rauchen
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Die Motivation ist groß, und anfangs scheint es auch ganz leicht zu gelingen: Wir schaffen es, die Finger von den Zigaretten zu lassen (hier Infos zur Rauchentwöhnung via E-Zigarette ). Doch kaum steigt z. B. unser Stresspegel an, schon erinnern wir uns an das gute Gefühl, das der Glimmstängel immer bescherte. Und ehe man sich’s versieht, ist man auch schon wieder mittendrin, im Club der Raucher.

Rauchen aufhören mit Wingwave

Die Coaching-Methode Wingwave setzt genau hier an. Die REM-Phase, in der wir im Schlaf viele Dinge verarbeiten, wird von einem Coach simuliert, indem er einen Finger schnell vor den Augen des Klienten hin und her bewegt (auch Winken genannt). Die zuvor eruierten positiven Gefühle, die Zigaretten in uns hervorrufen, werden so abgekoppelt und dem Gehirn quasi zum Löschen übergeben. Ursprünglich stammt die Methode aus der Traumatherapie und wird auch bei Lampenfieber, Ängsten oder Abnehmwunsch eingesetzt.

"Dem Genuss beim Rauchen liegt eine falsche Verknüpfung der rechten und linken Gehirnhälfte zugrunde. Denn obwohl wir uns der Tatsache bewusst sind, dass Rauchen schädlich ist, suggeriert unser Gehirn, dass wir den blauen Dunst brauchen, um z. B. zu entspannen. Mithilfe von Wingwave lösen wir diese Verknüpfungen auf“, erklärt Trainerin Birgit Gatter. Vor dem Coaching gilt es also, herauszufinden, warum man zum Glimmstängel greift. Laut aktuellen Studien gibt es drei Hauptursachen: Die häufigste ist Stress . Zigaretten geben vielen Menschen ein Gefühl der Entspannung. Auch der rauchende Freundeskreis wird als Ursache angegeben. Schließlich haben viele Angst vor Gewichtszunahme und wollen sich deshalb nicht vom blauen Dunst verabschieden. Überall hier setzt Wingwave an.

So funktioniert die Methode

Zuerst wird analysiert, welches Gefühl mit dem Rauchen verbunden wird. "Die Klienten wissen oft genau, warum sie rauchen. Man muss ihnen nur mit den richtigen Fragen auf die Sprünge helfen“, weiß Gatter. Dabei hilft der sogenannte O-Ring-Test aus der Kinesiologie. Der Klient drückt Daumen und Zeigefinger fest aneinander. Trifft der Coach mit seiner Frage ins Schwarze, kann er die Finger leicht voneinander lösen. Im anderen Fall bleibt der Ring geschlossen.

"Nachdem die Ursachen klar sind, versuche ich eine Art REM-Phase (Schlafphase, die durch besonders schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist und in der wir Geschehenes verarbeiten) hervorzurufen“, erklärt Gatter. In diesem Zustand ist das limbische System im Gehirn - das für Emotionen zuständig ist - besonders aktiv. Dafür sitzt der Trainer vor dem Klienten, gibt dem Unterbewusstsein z. B. die Information: "Sie brauchen Rauchen nicht zum Entspannen!“ und bewegt seinen Finger schnell von links nach rechts und wieder zurück. Die Augen des Klienten folgen dem Winken, und die REM-Phase wird simuliert. Allerdings bleibt man dabei wach. "Das limbische System sorgt dafür, dass Erinnerungen wie ‚Rauchen entspannt mich‘ oder ‚Ich muss das Rauchen mit Essen kompensieren‘ gelöscht werden“, weiß die Expertin. Aber auch bei Wingwave gilt: Nur ein starker Wille lässt die Sucht letztendlich ganz verschwinden.

Wingwave: Die wichtigsten Facts

Wingwave kann helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei löst es positive Gefühle, die man mit Zigaretten verbindet, auf.

Wann? Wenn der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, besteht, kann es unterstützend wirken. Es findet aber auch Anwendung, wenn schon mehrere Versuche gescheitert sind.

Wie viel? Eine Wingwave-Stunde kostet im Schnitt rund € 90,-.

Wo? Infos zum Thema und Kontakt zu Wingwave-Coaches finden Sie unter: www.galileo-coaching.at oder www.wingwave.com

Redaktion: Jasmin Altrock