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Warum diese winzigen Hunde alles andere als süß sind

Hunde, die so klein sind, dass sie sogar in eine Teetasse passen. Das grausame Geschäft mit den "Teacup Puppies" erlebt aktuell wieder einen großen Boom.

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Warum diese winzigen Hunde alles andere als süß sind

Massenzuchtstationen für Hunde sind böse. Das wissen die meisten. Dennoch gibt es gerade im Moment wieder einen riesigen Hype um sogenannte "Teacup Puppies", winzige Hündchen, die sogar in eine Teetasse passen würden. Die Vierbeiner werden teilweise sogar per Kaiserschnitt aus dem Bauch der Mutter geholt, damit sie möglichst klein verkauft werden können. Die Menschen, die das kleine Hündchen dann um mehrere tausend Euro kaufen, werden dabei aber nur selten glücklich. In den meisten Fällen sind die Tiere nämlich zu schwach oder krankheitsanfällig, um zu einem gesunden Hund heranzuwachsen. Einige sterben sogar schon nach wenigen Tagen.

In vielen Ländern ist es nicht mehr erlaubt Hunde in Zoohandlungen zu verkaufen. Wer einen Welpen will, recherchiert also im Netz und stößt auf Händler, die niedliche Welpen anbieten. Während Tierschützer gegen die Massenzüchtung kämpft, plant Südkorea sogar einen Ausbau des Welpen-Geschäftes. Der Staat vergibt Zuschüsse für Massenzüchter, da der Präsident Geun-Hye der Meinung ist, es würde die Wirtschaft beleben.

Dabei gehen gerade in Südkorea die Tierheime vor Hunden über. "Öffentliche Tierheime geben den Hunden genau 10 Tage Zeit für eine Adoption, ehe sie eingeschläfert werden", erzählt Shannon Milojkovic gegenüber The Dodo.

An die grausamen Bedingungen, welche die kleinen Hunde in solchen Massenzuchtstationen erleben, denkt die Politik offenbar nicht. Die Tiere sind genetisch klein gezüchtet, schwach und krank. Die Lebensbedingungen vor Ort sind eine Katastrophe. Die Zwinger sind eng, das Futter mangelhaft und das Personal nicht genügend ausgebildet. Man berichtet sogar davon, dass Welpen in der Regel ohne Betäubung von ungelernten Arbeitern per Kaiserschnitt aus dem Mutterleib der Hündin geschnitten werden.

Die meisten der Welpen sterben - der Rest wird in die USA geschmuggelt und dort für ca. 5000 Dollar pro Hund verkauft.

Doch am schlimmsten ist das Ganze für die Hündinnen, die ihr Leben lang in einem kleinen Zwinger liegen, künstlich befruchtet werden und werfen müssen. Unter schrecklichen Bedingungen. Bis sie nicht mehr brauchbar sind und umgebracht werden...

Wir sollten deswegen aufhören, winzige Hündchen als niedlich zu sehen. Dahinter steckt ein grausames Geschäft, das sich um das Wohl der Tiere nicht schert. Besser ist es, sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Einen, der sehnlichst auf ein zuhause wartet und mindestens genauso süß ist wie ein Teacup-Welpe.

Themen: Report, Tiere

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