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Schwangerschaftstest positiv – was jetzt? Wir fragen Dr. Hall!

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest aus der Drogerie überhaupt Sinn? Was bitte heißt "SSW 4+3"? Und was mache ich wenn die Schwangerschaft erst mal ärztlich bestätigt ist? All diese Fragen beantwortet Dr. Mirijam Hall in diesem Teil unserer Serie zur Frauengesundheit.

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Schwangerschaftstest positiv – was jetzt? Wir fragen Dr. Hall!
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Es fängt schon mit dem Zahlenchaos an - Schwangerschaften sind alles andere als eine einfache Angelegenheit. Deshalb fragen wir diesmal in unserer Serie bei Gynäkologin Dr. Hall nach, was man insbesondere am Anfang einer Schwangerschaft wissen sollte. Vom positiven Test bis hin zum ersten Ultraschall - was macht wann Sinn? An welche Stellen kann ich mich wenden?

Habt ihr auch Fragen an Dr. Hall? Dann schickt uns doch einfach ein E-Mail an: online@woman.at mit dem Betreff "Meine Frage an Dr. Hall", dann werden wir sie im Laufe der kommenden Beiträge der Serie gerne (anonym!) aufgreifen!

Grundlegendes zuerst

Wie lange dauert eine Schwangerschaft eigentlich?
Eine Frage, die viele Menschen wohl ganz selbstverständlich mit 9 Monaten beantworten würden. Leider falsch, denn eine Schwangerschaft dauert ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung gerechnet 40 Wochen. Deshalb fragen wir GynäkologInnen auch immer so genau nach, wann unsere Patientinnen denn das letzte Mal zu bluten begonnen haben. Für Frauen die schwanger werden wollen also gleich ein wichtiger Tipp: Menstruationskalender führen und eintragen, wann eine Regelblutung begonnen hat – macht das Leben bei der ersten Schwangerschaftsuntersuchung in der ganzen Aufregung gleich viel leichter. Und ja die Schwangerschaft wird ab der letzten Blutung gerechnet, obwohl zu diesem Zeitpunkt Eizelle und Spermium noch gar keine Bekanntschaft miteinander gemacht haben. Das passiert erst ungefähr zwei Wochen nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung, wenn zunächst die Eizelle durch das Spermium befruchtet wird und sich das entstehende Zellhäufchen dann 5-6 Tage später in der Gebärmutter einnistet. Es ist verwirrend, es ist aber so.

Was bitte heißt "SSW 4+3?"
Und was heißt das jetzt wenn ich in der 5. Woche bin, am Befund von der Ärztin steht aber SSW 4+3? Die Bezeichnung SSW 4+3 heißt, dass die Schwangerschaft bereits 4 ganze Wochen und 3 Tage dauert (gerechnet vom 1. Tag der letzten Regelblutung), die Schwangere ist in der 5. Schwangerschaftswoche. Es ist also ein bisschen wie bei den Angaben von Jahreszahlen und Jahrhunderten: 1928 fällt ins 20. Jahrhundert, die SSW (=Abkürzung für Schwangerschaftswoche) 4+3 fällt in die 5. Schwangerschaftswoche, ab 5+0 beginnt dann die 6. Woche und so weiter und so fort.

Ab wann macht ein Schwangerschaftstest Sinn? Wann kann man was feststellen?
Und jetzt nochmal ganz von vorne. Die Tests, die mittlerweile in jedem Drogeriemarkt zu kaufen sind, können ab dem ersten Tag der ausbleibenden Regelblutung (das ist dann ca 2 Wochen nach dem Eisprung, bzw. bei durchschnittlichem Zyklus 28 Tage nach dem Beginn der letzten Regelblutung) gemacht werden um ein verlässliches Ergebnis zu bringen. Der Test misst das Schwangerschaftshormon (genannt Beta-HCG) im Urin, daher soll auch Morgenurin verwendet werden - da ist die Hormonkonzentration höher. Im Blut ist eine Schwangerschaft schon bei niedrigeren Hormonwerten und damit früher messbar. Die sogenannten "Frühtests", die es ebenfalls im Drogeriemarkt zu kaufen gibt, sind viel unsicherer in Bezug auf das Ergebnis und daher nur etwas für starke Nerven.

Mein Schwangerschaftstest ist positiv. Ab wann macht in Besuch beim Gynäkologen bzw. bei der Gynäkologin Sinn?
Das hängt immer ein bisschen von der jeweiligen Situation ab, aber grundsätzlich gilt: Es ist nicht notwendig bei einem positiven Schwangerschaftstest ohne sonstige Beschwerden in Panik zu geraten und sofort in die nächste Notaufnahme zu laufen. Wenn man einen normalen Urintest aus dem Drogeriemarkt gemacht hat und dieser war positiv, ist es ratsam zum Telefonhörer zu greifen und sich einen Termin in der Praxis des jeweiligen Frauenarztes bzw. der Frauenärztin auszumachen. Der Termin muss nicht am nächsten Tag sein, vor der späten 5. Schwangerschaftswoche (es müssen also fast fünf ganze Wochen seit dem ersten Tag der letzten Regel vergangen sein) sieht man im Ultraschall ohnehin meist nichts und auch dann ist es nicht garantiert, dass man schon mit einem schönen Foto mit bestätigter normaler Schwangerschaft nach Hause gehen kann. Bei manchen Frauen dauert es schlicht noch ein paar Tage länger bis etwas zu erkennen ist, das ist manchmal auch abhängig von der Qualität des Ultraschalls selbst. Es reicht also einen Termin in der 6. Schwangerschaftswoche zu vereinbaren. In jedem Fall sollten Frauen nach einem positiven Schwangerschaftstest sofort mit dem Rauchen aufhören und auf Alkohol verzichten und damit nicht bis zum ersten Arztbesuch warten.


Warum gibt es bei manchen Schwangerschaften einen Unterschied zwischen dem errechneten und dem sonografischen Geburtstermin?
Der errechnete Geburtstermin wird anhand des 1. Tages der letzten Regel berechnet, manchmal haben Frauen aber keinen ganz regelmäßigen Zyklus, dann verschiebt sich auch der Eisprung und war vielleicht genau in dem Zyklus als die Frau schwanger wurde ein paar Tage früher oder später. Manchmal haben Frauen auch Blutungen obwohl sie schon schwanger sind, können sich überhaupt nicht an ihre letzte Regelblutung erinnern, oder hatten gar keine Regelblutung weil sie ein kleines Baby haben und mit dem ersten Eisprung nach der letzten Schwangerschaft schon wieder schwanger geworden sind. Für all diese Fälle kann der Geburtstermin sonografisch (durch Ultraschallabmessungen beim Kind) ermittelt werden.

Was bringt eine "sonografische Bestätigung" des Geburtstermins?
Ein sonografisch bestätigter Geburtstermin ist immer dem errechneten vorzuziehen, wenn ein vorher errechneter Geburtstermin also nach einer Ultraschall-Untersuchung korrigiert wird, zählt ab sofort der sonografische. Frauen, die sich dazu entscheiden ein sogenanntes Ersttrimesterscreening zu machen, erhalten immer auch eine sonografische Bestätigung oder Korrektur des Geburtstermins. (Das Ersttrimesterscreening ist eine freiwillige Untersuchung, die sowohl Bluttests als auch eine Ultraschalluntersuchung beinhaltet, die derzeit in Österreich privat zu zahlen ist und dazu dient das Risiko für die häufigsten Chromosomenstörungen zu berechnen – ist auch unter der sogenannten Nackenfaltenmessung bekannt.)

Was, wenn ich mich nicht gut fühle?
Anders ist es, wenn man Beschwerden hat, die nicht zu einer normalen Schwangerschaft gehören. Normal ist zum Beispiel ein Ziehen im Unterbauch, Übelkeit und Müdigkeit. Bekommt man aber plötzlich starke Bauchschmerzen ist ein schnellerer erster Arztbesuch angesagt, denn solange eine normale Schwangerschaft (eine medizinisch sogenannte intrauterine Gravidität) noch nicht bestätigt ist, dass also die Schwangerschaft auch dort wächst wo sie wachsen soll, kann der Grund für starke Schmerzen auch eine Eileiterschwangerschaft sein und die muss behandelt werden.

Bestätigte Schwangerschaft im Ultraschall:
Eine normale Schwangerschaft gilt dann als bestätigt wenn im Ultraschall ein sogenannter Gestationssack mit Fruchtsack und Embryonalanlage mit positivem Herzschlag sichtbar ist. Mit modernen Ultraschallgeräten, kann man schon etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche bzw. jedenfalls ab einem bestimmten Schwangerschaftshormonspiegel im Blut den Gestationssack sehen. Ab der 6. Schwangerschaftswoche sind dann auch Embryonalanlage und Herzaktion sichtbar. Sobald man Gestationssack und Fruchtblase (auch Fruchtsack genannt) in der Gebärmutterhöhle sieht, gilt eine Eileiterschwangerschaft bzw. eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sogenannte Extrauteringravidität) als ausgeschlossen. Sieht man trotz fortgeschrittener Schwangerschaft oder hohem Hormonspiegel keine Strukturen, oder z.B. nur einen Gestationssack muss weiter abgeklärt werden, ob es sich um eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter handelt, es kann sich aber zum Beispiel auch um Zwillinge handeln, die man manchmal erst später im Ultraschall sieht. Zu diesem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft ist am Ultraschallbild noch alles klein, erwarte also kein erstes Babyfoto, mehr ein längliches Ding mit wenigen Millimetern (Embryonalanlage) in einem Ringerl (Fruchtsack) das von einem zweiten Ringerl (Gestationssack) umgeben ist – die schönen Babyfotos kommen später.

Was, wenn ich die Schwangerscahft fortführen will? Next steps..
Step 1: Durchatmen, keine Panik
Step 2: Jetzt kommt die Spaßbremse: Finger weg von Zigaretten und Alkohol. Wer erzählt das langsame Aufhören mit dem Rauchen in der Schwangerschaft wäre fürs Kind besser, sagt nicht die Wahrheit. Manchen Frauen fällt es zwar so leichter, aber grundsätzlich gilt, dass jede gerauchte Zigarette eine Zigarette zu viel und ein Risiko für die Schwangerschaft ist. Selbiges gilt für Alkohol. Beides ist also jetzt tabu.
Step 3: Überlegen oder im Idealfall nachschauen wann der erste Tag der letzten Regel war
Step 4: Anruf bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin um den ersten Untersuchungstermin zu vereinbaren

Was, wenn ich die Schwangerschaft abbrechen will? Next steps...
Wer ungewollt schwanger ist – ja das kann passieren - hat einige Möglichkeiten: Von der anonymen Geburt, über die Abgabe des Kindes zu Pflegeeltern, die Freigabe zur Adoption, den eingerichteten Babyklappen in Österreich bis hin zum Schwangerschaftsabbruch. Dank der Fristenregelung in Österreich sind Frauen die ungewollt schwanger wurden nicht dazu gezwungen die Schwangerschaft auszutragen. Für einen Abbruch hat man 3 Monate Zeit. Auch hier schlägt das Zahlenchaos wieder zu, denn 3 Monate bedeuten im Falle der Fristenregelung Folgendes: Ein Schwangerschaftsabbruch auf Verlangen der Frau und ohne medizinischen Grund ist in Österreich legal, wenn er vor der 16. Schwangerschaftswoche (also spätestens in Schwangerschaftswoche 14+6, sprich 14 Wochen und 6 Tage nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung), von einem Arzt bzw. einer Ärztin nach vorheriger Beratung durchgeführt wird.

Wo kann ich mir einen Überblick über die Möglichkeiten verschaffen?
Soweit die Theorie. In der Praxis hängt es dann ganz vom eigenen Wohnort ab, was zunächst zu tun ist, denn die Versorgungslage und die notwendigen Abläufe in puncto Schwangerschaftsabbruch ist lokal sehr unterschiedlich und damit auch der Aufwand der für Frauen damit verbunden ist. Einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Beratungsstellen und auch Stellen, die Abbrüche durchführen, bietet die Website der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung unter www.oegf.at

Was passiert bei einem Schwangerschaftsabbruch?
Prinzipiell gibt es beim Abbruch zwei verschiedene Methoden, die unterschieden werden, nämlich den medikamentösen und den operativen Abbruch. Der medikamentöse Abbruch ist für Schwangerschaften bis zum 63. Tage nach dem ersten Tag der letzten Regel (also 9 Wochen) zugelassen und führt zu einem Abbluten der Schwangerschaft, wobei die Blutung dabei meist ein bisschen stärker und länger ist als die normale Regelblutung – dafür ist keine Operation und keine Narkose notwendig. Der operative Abbruch ist eine sogenannte Kürettage also eine „Ausschabung“ der Gebärmutter, die meist in kurzer Vollnarkose gemacht wird. Dabei wird der Gebärmutterhals zunächst aufgedehnt und dann mit einem Instrument (entweder Kürette oder Saugkürette) das Schwangerschaftsmaterial aus der Gebärmutter geholt. Beide Varianten haben ihre Berechtigung und eine Entscheidung welche Variante die Bessere ist, sollte nach ärztlicher Beratung erfolgen, eine prinzipiell „bessere“ Methode gibt es nicht. In jedem Fall muss ein Schwangerschaftsabbruch ohne medizinischen Grund in Österreich selbst bezahlt werden, die Preise variieren hier ca. zwischen 300 und 600 Euro je nachdem wo der Abbruch durchgeführt wird.

Kann ich da ganz offen mit meinem Arzt/meiner Ärztin darüber reden?
Ja, jedoch bestätigen Ausnahmen die Regel. Im Normalfall sollten Sie jedoch offen über Zweifel oder auch die Entscheidung eine Schwangerschaft nicht fortführen zu wollen sprechen und entsprechend professionell und einfühlsam beraten werden. Aber auch unter den GynäkologInnen gibt es vereinzelt jene ,die sich der Kategorie "AbtreibungsgegnerInnen" zuordnen lassen. Reagiert das Gegenüber unprofessionell und komisch ist ein klares Indiz dafür dass es an der Zeit ist darüber nachzudenken den Arzt bzw. die Ärztin zu wechseln (das gilt im Übrigen auch abseits des Themas Schwangerschaftsabbruch für alle anderen medizinischen Bereiche).

Muss ich das sonst irgendwem sagen? Also, dass ich das Kind nicht behalten will bzw. dass ich schwanger bin/war?
In Österreich besteht im Falle einer Schwangerschaft eine Meldepflicht gegenüber dem Dienstgeber. Heißt konkret: Sobald Sie von der Schwangerschaft wissen, müssen Sie Bescheid geben. Es ist aber kein Entlassungsgrund, wenn Sie die Schwangerschaft nicht melden. Wenn Sie also vorhaben einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen besteht keine Meldepflicht in Bezug auf die Schwangerschaft. Wenn Sie das Kind behalten wollen müssen Sie gleichzeitig mit der Meldung der Schwangerschaft auch den voraussichtlichen Geburtstermin in Ihrer Dienststelle bekannt geben, denn gewisse Tätigkeiten sind ab einem gewissen Zeitpunkt in der Schwangerschaft nicht mehr oder nur mehr beschränkt erlaubt.

Noch ein paar Tipps aus der Praxis:

Kennst du deine Blutgruppe?
Wenn du einen Blutgruppenausweis besitzt - führe diesen bitte mit dir, denn deine Blutgruppe ist wichtig, sollte es im Verlauf der Frühschwangerschaft zu Blutungen kommen. Aber auch wenn du keine Blutungen hast, kann es sein, dass du eine sogenannte Rhesusprophylaxe brauchst. Frauen mit negativem Rhesusfaktor (also einer Blutruppe A negativ, B negativ oder O negativ) benötigen diese um keine Antikörper zu bilden wenn das (noch ungeborene Kind) einen positiven Rhesusfaktor hat – das kann nämlich in Folgeschwangerschaften zu Problemen führen. Wer also einen Blutgruppenausweis besitzt und ihn auch mitbringt, erspart sich in manchen Fällen eine Blutabnahme.

Der Mutter-Kind-Pass ist wichtiger als das Handy...
…und wird ab dem Ausstellungstag überall hin mitgenommen, nicht nur zu jedem geplanten Arztbesuch, sondern auch im täglichen Leben in der Handtasche. Denn gerade dann wenn plötzlich Probleme auftreten sollen und du von jemandem untersucht wirst, bei dem du normalerweise nicht in Betreuung bist (also zum Beispiel in einer Ambulanz), sind im Mutter-Kind-Pass alle relevanten Informationen über die Schwangerschaft vermerkt und damit eine wichtige Grundlage.

Auch Schwangere dürfen Schmerzmittel schlucken!
Sofern keine Allergie gegen den Wirkstoff Paracetamol besteht, dürfen Frauen dieses Schmerzmittel über die ganze Schwangerschaft hinweg einnehmen, ohne sich Sorgen ums Kind machen zu müssen. Die Tabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, eine Tablette hat im Normalfall 500mg Wirkstoff (Paracetamol), so dass es empfehlenswert ist bei Schmerzen 2 Tabletten gleichzeitig zu schlucken und das maximal 3x täglich (Höchstdosis sind also 3g=6 Tabletten in 24 Stunden).

Wenn man schwanger ist und Sex hat, kommt es manchmal zu Blutungen:
Viele Frauen kommen sehr besorgt in unsere Ambulanz weil sie schwanger sind und vaginal bluten. Bei genauerem Nachfragen und Untersuchen stellen wir dann öfter fest, dass die Schwangere zuvor Geschlechtsverkehr hatte und deshalb blutet. Warum ist das so? Solche Blutungen kommen nicht aus der Gebärmutterhöhle, also weder von der Placenta noch vom Kind, sondern vom Gebärmutterhals. Dieser ist in der Schwangerschaft sehr gut durchblutet und empfindlich und kann durch mechanische Reizung (wie sie beim Sex passiert) leicht zu bluten beginnen. Übrigens passiert das manchmal auch nach einer gynäkologischen Untersuchung. Heißt konkret: Sie müssen in der Schwangerschaft nicht auf Sex verzichten, solange es Ihnen gut tut und Ihnen ihr Arzt bzw. ihre Ärztin nicht konkret davon abrät (das hat dann andere medizinische Gründe). Grundsätzlich sollten man Blutungen in der Schwangerschaft (vor allem jene die mehr als ein paar Blutstropfen auf der Vorlage sind) aber abklären lassen.

Die Hormone der Schwangerschaft machen unserer Scheidenflora zu schaffen:
Durch die Schwangerschaftshormone ist das Gleichgewicht der Scheidenflora oftmals beeinträchtigt, sprich die Abwehrmechanismen „down under“ funktionieren nicht mehr so gut und es kommt häufiger zu Infektionen. Deshalb ist gute Intimhygiene in der Schwangerschaft noch wichtiger, also Finger weg von Duschgel und Co, Wasser ist vollkommen ausreichend. Wer Probleme mit häufigen Infektionen hat, kann vorsorglich zu Vaginalkapseln oder Gels mit Milchsäurebakterien zur Stärkung der Abwehr greifen, diese sind in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich.

Zur Person:

Dr.in Mirijam Hall (31) hat an der Meduni Wien Humanmedizin studiert und ist derzeit Assistenzärztin im Wiener Krankenanstaltenverbund an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Wilhelminenspitals.

Habt ihr auch Fragen an Dr. Hall? Dann schickt uns doch einfach ein E-Mail an: online@woman.at mit dem Betreff "Meine Frage an Dr. Hall", dann werden wir sie im Laufe der kommenden Beiträge der Serie gerne (anonym!) aufgreifen!