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Sorry, aber es ist wahr: 6 Gründe, warum Fasching überbewertet ist

Fasching. Ein kontroverses Thema. Wir in der Redaktion sind uns allerdings einig: Fasching ist überbewertet. Fasching ist unnötig. Und können das sogar mit 6 guten Gründen belegen!

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Sorry, aber es ist wahr: 6 Gründe, warum Fasching überbewertet ist
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Juhuuu ... es ist der 11. November. Gleich ist es 11:11!!!!! Die fünfte Jahreszeit beginnt! Lei, lei! He-Mu! Rante Putante! Äääh. Nein. Es gibt kaum ein Thema, bei dem wir eine derart starke Aversion spüren, wie beim Fasching. Von wegen fünfte Jahreszeit. Es ist Winter, verdammt. Es ist kalt. Und den Gedanken bei Schneeregen und minus 5 Grad auf irgendwelchen selbstgebastelten Wagerln noch gefährlicheren selbstgebrannten Schnaps zu trinken, finden wir einfach nur absurd. Was uns auch schon zu Punkt eins unserer Liste bringt, warum wir Fastnacht, Rosenmontag, Faschingsdienstag und überhaupt den ganzen Karneval hassen:

1. Es ist arschkalt

Dabei sei noch hinzuzufügen: Jede Verkleidung, jedes noch so durchdachte Kostüm sieht mit Winterjacke sowieso bescheuert aus. Kann man also gleich bleiben lassen.

2. Die pseudo-lustigen Fernseh-Shows

365 Tage im Jahr brüstet sich ganz Österreich damit, einen besseren Schmäh zu haben als unsere deutschen Nachbarn ... und dann bieten die heimischen Faschingsgilden jedes Jahr ein "Gag-Feuerwerk" im Fernsehen, dass wir aus dem Fremdschämen gar nicht mehr herauskommen.

3. Der Alkohol

Wir wollen wirklich keine Spaßverderberinnen sein und bitte gönnt auch das eine Glaserl zu viel beim Faschingsumzug, wenn's denn unbedingt sein muss – allerdings übertreiben es unsere Mitmenschen gerade zu Fasching gerne mal mit ihrem Alkoholdurst. Die Folge? Blöde Sprüche, Alkoholleichen in den Öffis und gefährliche Schlenkerer am Gehsteig. Im Bestfall.

4. Die Raufereien und Grapscher

Was wir am Alkoholkonsum in der Faschingszeit nämlich wirklich hassen? Die ständigen Raufereien unter Clowns, Bananen und Sheriffs. Die Aggressionskurve steigt nämlich parallel zu der Betrunkenheitskurve. Die Hemmschwelle sinkt wiederum. Grölende Menschenmassen. Laute Musik, Alkohol. Anscheinend für viele Männer* Entschuldigung genug, beim Karneval alle Hemmungen fallen zu lassen und Frauen wahllos sexuell zu belästigen.

5. Rassistische Kostüme

Bitte kostümiert euch zum Fasching so knapp oder angezogen, wie ihr wollt. Seid sexy Katzen, sexy Palmen und von uns aus auch gerne eine Sonnenblume. Aber wir bitten euch: Hört endlich auf, euch als Indianer, Afrikaner oder Chinese zu "verkleiden". Faschingskostüme reduzieren ganze Kulturen auf ein paar lächerliche Stereotype. Menschen sind kein Kostüm. Punkt. HIER haben wir viel bessere Kostüme für euch!

6. Der erzwungene Spaß

Kurzer Exkurs der Ex-Geschichts-Studentin: Fasching wurde ursprünglich von den Mächtigen erfunden, um den Pöbel kontrolliert gegen Standes-, Kleidungs- und Sittenvorschriften rebellieren zu lassen. Ziemlich smart – und verständlich: Immerhin hatten die Menschen früher das ganze Jahr wenig zu lachen, und nochmal weniger nach einem Winter, der geprägt war von Rüben- und Kartoffelsuppe. Jetzt ist es aber 2019. Und wir leben ohnehin in einer Spaßgesellschaft. Da ist Fasching ein reiner Anachronismus. Ich kann die Ufftata-Musik nicht ironisch feiern. Ich will keinen fremden Menschen besoffen in den Armen liegen. Ich will von November bis Februar den üblichen Wiener Grant. Bitte lasst ihn mir!

P.S.: Eine gute Sache an Fasching gibt es dann vielleicht doch. Das müssen selbst wir zugeben: Faschingskrapfen. Die gerne auch das ganze Jahr über!

Themen: Report, Fasching

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