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Wir wollen Mut machen: Zwei Frauen zeigen ihren Kampf gegen den Brustkrebs als Film

Zwei Frauen, eine Diagnose: Brustkrebs! Ein gemeinsames Ziel: Überleben! Zusammen bannen sie von nun an ihr Leben auf Zelluloid, zeigen ungeschönt Schmerzen, Ängste, aber auch Freuden. Das Ergebnis: der Kinofilm „Eine von 8“.


Wir wollen Mut machen: Zwei Frauen zeigen ihren Kampf gegen den Brustkrebs als Film
© WOMAN/Frenzel

Wenn es weh tut, ist es nicht Krebs, heißt es doch immer. Und mein Knoten, den ich im Dezember 2007 in meiner Brust entdeckt habe, hat mir weh getan. Also hab ich mir zu Beginn noch gedacht, es wird schon nichts sein“, erinnert sich Frederike von Stechow, 40, im exklusiven WOMAN-Interview an jenen Tag, an dem ihr Leben sich verändern sollte. „Irgendwie hat mir die verhärtete Stelle aber dann doch keine Ruhe gelassen, und ich hab mir einen Termin bei meiner Gynäkologin ausgemacht.“ Nach der Tastuntersuchung durch die Ärztin wurde die gebürtige Deutsche, die in Graz lebt, dann zur Mammografie geschickt. Zehn Tage danach der Anruf aus dem Krankenhaus. „Ich war gerade einen Kindersitz für unseren Sohn kaufen“, erinnert sich von Stechow an die Situation, in der sie die Schock-Nachricht erfuhr: In ihrer Brust saß ein fünf mal sieben Zentimeter großer Tumor.

Hunderte Gedanken. „Ich habe ein Kind, ich arbeite, mein Leben wird sich verändern, ich muss durch die Chemo, werde die Haare verlieren, anders aussehen“, schossen ihr die Gedanken wie Pfeile durch den Kopf. „Ich hatte Angst, meine Brust zu verlieren, und natürlich auch davor, zu sterben!“ Zuerst versuchte sie die Diagnose sogar geheim zu halten, schämte sich dafür, krank zu sein. Mit der Zeit aber wurde ihr klar, dass das der falsche Weg war, und sie begann offen mit dem Thema umzugehen. Nur so konnte auch die Idee entstehen: „Ich führe Tagebuch mit der Videokamera. Und drehe einen Film.“ 90 bis 100 Stunden Material sind es geworden, tabulos und privat. Von Aufnahmen bei der Chemotherapie über Telefonate mit Heulkrämpfen bis zum Blick in den Spiegel – mit Glatze, die Kamera fing alles ein. „In den Spiegel schaut man ja trotzdem“, so Frederike von Stechow, „weil man auch ohne Haare sexy sein möchte und überlegt, welches Tuch zum Rock passen könnte.“

Gemeinsam stärker. So ungeschönt und echt die Mutter eines Sohnes mit uns sprach, so ist auch der Film (läuft gerade in ausgewählten Kinos) geworden. Nie zuvor hat jemand das Tabuthema Brustkrebs so realitätsnah aufgegriffen „Eine von 8“ (www.einevon8.com) heißt die Doku deshalb, weil jede achte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt …

LESEN Sie die ganze bewegende Geschichte in WOMAN 07/09!