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Das sagt Wolfgang Joop über Germany's Next Topmodel

Star-Designer Wolfgang Joop war Jurymitglied und Auswein-Schulter bei Germany's Next Topmodel und ging mit der Show nach seinem Ausstieg hart ins Gericht.

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Wolfgang Joop
© Getty Images

Wolfgang Joop war für die Germany's Next Topmodel Kandidaten so etwas, wie der liebe Opa, der da ist, wenn alles andere in sich zusammenbricht, Mut macht, wenn alles ausweglos erscheint und derjenige, der mit seiner Kritik immer ein bisschen vorsichtiger war, als Heidi Klum oder Jury-Kollege Thomas Hayo. Die Betonung liegt auf "ein bisschen". Bei seinem Auftritt als Gast-Juror bei der letzten Staffel von Germany's Next Topmodel bekritelte er die Models, weil ihm alles "ein bisschen zu cheap aussah". Naja. Völlige Emotionslosigkeit kann man dem Designer aber auch nicht vorwerfen, immerhin kamen ihm fast öfter die Tränen als den Models. Und das soll was heißen. Zumindest weinte Joop immer ein bisschen mit. Der 73-jährige Designer machte zwei Staffeln der Castingshow ein bisschen menschlicher (und erträglicher). Nach seinem Ausstieg ging er mit Heidi und ihrer Show hart ins Gericht. Es regnete Kritik: "Ich habe versucht, meine Erfahrungen aus dem wirklichen Fashion-Business verstärkt einzubringen, aber es ging eben letztlich um Entertainment", beklagte sich Joop.

Nun ruderte der Star-Designer in einem Interview mit der Bild -Zeitung ein wenig zurück. Nach seinem Auftritt als Gast-Juror in der letzten GNTM-Staffel zeigt er sich fast schon versöhnlich: "Das Fernsehen war sehr wichtig für mich. Es hat mir ein neues Bewusstsein gegeben." Aus der Reichweite und der Popularität der Model-Sendung konnte der Potsdamer durchaus Profit schlagen: "Ich konnte Kreischalarm auf der Straße auslösen. Welcher Designer erlebt das schon?". Als Jury-Mitglied einer Sendung mit eher jüngerer Zielgruppe konnte Joop eine neue Generation erreichen. Wir werden sehen, wie oft der Designer noch bei GNTM auftreten wird.

Thema: Society