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Wollen wir Frauen überhaupt führen?

Lebensziele: Bleiben Frauen lieber am Fuße des Erfolgs­olymps, oder ­streben sie zum Gipfel? Eine neue Studie und sechs Frauen ­geben Einblick.


Wollen wir Frauen überhaupt führen?
© Spiel

Ganz vorne stehen. Dinge verändern und bewegen. Das war immer der Traum von Martina Steinberger-Voracek, Business Unit Managerin bei Henkel Austria. Kindern wurde in ihrem Lebenskonzept – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle zuteil. „Mein Fokus lag definitiv auf Karriere.“ Zeit wäre auch nicht viel geblieben: Ein Sprung auf der Erfolgsleiter jagte den nächsten – das bedeutete stets mehr Verantwortung, neue Chancen, neue Aufgaben, neue Challenges. Heute ist die gebürtige Grazerin 39 Jahre alt – und im fünften Monat schwanger. „Mit 37 Jahren begann ich nachzudenken. Es kommt der Punkt, wo man Entscheidungen trifft.“ Früher war es für die erfolgs­orientierte Grazerin überhaupt nicht denkbar, länger vom Job fernzubleiben. Heute ist das anders: „Ich gehöre zu den privilegierten Frauen, die sich Kinderbetreuung leisten können. Mein Mann ist auch noch da – also kehre ich nach dem Mutterschutz in den Job zurück.“

Die Chefin einer 35-köpfigen Abteilungscrew hat sich nach langem Hin und Her bewusst für das Muttersein entschieden. So bewusst wie für fast alles in ihrem Leben. Auch eine Karriere war geplant – nicht aber eine Konzernlaufbahn im Speziellen: „Zwei Jahre wollte ich die Welt der Multis beschnuppern, um dann eine Führungsfunktion in einem kleinen Betrieb anzunehmen.“ Dazu sollte es nie kommen: Seit sie mit 23 Jahren als Trainee bei Henkel begann, durchlief sie die wichtigsten Abteilungen des Markenriesen – und ist heute im Topmanagement angelangt.

Ein Drittel der Frauen will nach oben. Zielstrebigkeit ist bei Frauen meist nicht so stark ausgeprägt, weiß Manuela von Lindlpower Personalmanagement in Wien. Ihre neue Studie, durchgeführt von der Karmasin Motivforschung, zeigt: „Männer steuern viel bewusster auf die Karriereleiter zu, während sich der hierarchische Aufstieg bei Frauen oft mehr als Folge ergibt.“ Schließlich stehen bei Frauen eher das gute Klima und die Gestaltungsmöglichkeiten im Vordergrund. Nicht aber das Ziel, eine Führungsposition zu erlangen.

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