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WOMAN-Aktion: Green-Jobs

Ihre Tochter (zwischen 13 und 18 Jahre) interessiert sich für Wasserkraft oder Umweltschutz? Dann kann sie jetzt einen Tag lang Frauen, die in Green Jobs arbeiten, begleiten – und vielleicht sogar Elfriede More, Abteilungsleiterin im Umweltministerium, nach Brüssel fliegen. Bewerbungen inklusive Motivationsschreiben an greenjobs@woman.at. Hier lesen Sie nun detaillierte Infos zu den drei Ladies, mit denen es einen Arbeitstag zu gewinnen gibt…


  • Bild 1 von 3 © DI Martina Prechtl-Grundnig, MsC
  • Bild 2 von 3 © DI Barbara Pramreiter

DI Martina Prechtl-Grundnig, MsC
Ihre ersten beruflichen Schritte im Bereich erneuerbarer Energie machte DI Martina Prechtl im Energiepark Bruck an der Leitha. Heute ist sie Geschäftsführerin von Kleinwasserkraft Österreich, eine Interessensvertretung von Kleinwasserkraftbetreiber, -planer und der –zulieferindustrie. Ihr Job ist ein „Green Job“, weil sie sich für die Erhöhung der Kleinwasserkraft einsetzt und damit ökologische sowie energie- und klimapolitische Zielsetzungen gleichermaßen verfolgt.

Das ist mein Green Job…
Ich bin Geschäftsführerin von Kleinwasserkraft Österreich. Das heißt, ich vertrete die Interessen der Kleinwasserkraftbranche ihrer Zulieferindustrie in Österreich und mache zusätzlich Öffentlichkeits- und Informationsarbeit. In Österreich haben wir etwa 2700 solcher Kleinwasserkraftwerke und die produzieren pro Jahr immerhin die Menge Strom, die etwa 1,6 Millionen Haushalte Verbrauchen.

Wer mit mir den Arbeitstag verbringt, wird Folgendes erleben…
Wer mit mir den Arbeitstag verbringt, muss vor allem flexibel sein. Für mich heißt es oft, schnell auf das zu reagieren, was sich so auftut. Zu den Tätigkeiten gehören: die Beantwortung von Mitgliederanfragen und viele Gesprächstermine im oder außerhalb des Büros – etwa mit Experten, Entscheidungsträgern oder Mitgliedsunternehmen. Einige dieser Termine sind in Wien, einige aber auch in den Bundesländern. Manchmal sind auch Artikel für unser Magazin „Wasserkraft zu verfassen“ oder Beiträge für unsere Öffentlichkeitsarbeit zu erarbeiten. All das oder doch etwas ganz anderes kann bei einem Tag mit mir ins Haus stehen.

Deshalb sollten Jugendliche einen „Green Job“ anstreben…
Weil es die Zukunft ist und einem das gute Gefühl gibt, einen sinnvollen Beitrag in unserer Gesellschaft zu leisten.

DI Barbara Pramreiter
DI Barbara Pramreiter studierte an der Universität für Bodenkultur und begann ihre Karriere bereits vor acht Jahren als Assistentin in der Firma „Saubermacher“. Zwei Jahre später engagierte sie sich im Rahmen eines gemeinnützigen sozialökonomischen Beschäftigungsprojekts für Langzeitarbeitslose. Im Rahmen dieses Projekts führte Pramreiter vier Jahre lang 22 Miarbeiter. Seit zwei Jahren ist Pramreiter nun wieder bei „Saubermacher“ tätig und leitet den Standort Wien-Nord. In ihrem „Green Job“ betreut sie Kunden aus den Bereichen Handel, Gewerbe und Industrie bei der fachgerechten Entsorgung und Verwertung von Abfällen und Reststoffen.

Das ist mein „Green Job“…
Ich leite einen Standort der Firma „Saubermacher“ in Wien, wo wir eine Altlampenrecyclingnalage betreiben, in der alle Leichtstofflampen aus ganz Österreich recyclet werden. „Saubermacher“ versucht mit modernster Technik so viele Abfälle wie möglich stofflich und thermisch zu verwerten, um so Deponievolumen und Rohstoffe einzusparen. In meinem Job leite ich neun Mitarbeiter, mit denen ich ca. 6.000 Tonnen Abfälle behandle und umlade.

Wer mit mir den Arbeitstag verbringt, wird Folgendes erleben…
Einen Tag voller verschiedener und abwechslungsreicher Tätigkeiten, sowohl im Büro als auch auf der Anlage und am Werksgelände. Es beginnt als Wiegemeisterin, wenn die LKWs abgewogen werden, dann wird überprüft, ob die Qualität des angelieferten Abfalls in Ordnung ist. Außerdem müssen Rechnungen kontrolliert und Angebote eingeholt werden. Es werden Telefonate geführt und Meetings vorbereitet.

Deshalb sollten Jugendliche einen „Green Job“ anstreben…
Weil diese Jobs in ihren Aufgabenbereichen sehr vielfältig sind. Es wird täglich für unsere Gesellschaft wichtiger mit den Rohstoffen und der Energie hauszuhalten, damit unsere nachklommende Generation dieselben Lebensbedingungen wie wir vorfindet. Daher sollte die Natur noch so verträglich gestaltet sein, dass sie die Weltbevölkerung ernähren kann und nicht ausgebeutet wird.

Mag. Elfriede More
Nach ihrem Einstieg in die europäische Umweltpolitik in Brüssel vertritt Mag. Elfriede More das Lebensminiserium mittlerweile seit zehn Jahren auf internationaler Ebene. In ihrem „Green Job“ koordiniert sie unter anderem die internationale, bilaterale und regionale Zusammenarbeit im Umweltbereich mit Staaten, internationalen Organisationen(Europarat, NATO, etc...) und internationalen Finanzierungsinstitutionen (v.a. Weltbank, etc...)

Das ist mein Green Job …
Vertretung der Interessen Österreichs im Umweltbereich bei der UNO und anderen internationalen Organisationen. Zusammenarbeit mit anderen Ländern um gemeinsam mehr für die Umwelt zu erreichen.

Wer mit mir den Arbeitstag verbringt, wird Folgendes erleben …
Einen Tag in Brüssel mit einem Einblick in die Umweltpolitik auf europäischer und internationaler Ebene, welche Schwerpunkte Österreich setzt und wie engagiert wir die Anliegen für Österreich und für die Umwelt durchzusetzen.

Deshalb sollten Jugendliche einen Green Job anstreben …
Green Jobs bieten neue Möglichkeiten, neue Berufsbilder. Der Umweltsektor boomt und hat auch in Zeiten der Wirtschaftskrise Zuwächse erzielt. Green Jobs bieten also zukunftsträchtige Berufschancen.