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Woman testet: Chamäleon Primer

Wir lieben alles, was irgendwie magisch ist: Stimmungsringe, Glow-in-the-Dark-Nägel und Make Up, das seine Farbe verändert. Und genau das haben wir in Form eines Primers von GOSH getestet.

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Chameleon Primer
© Bilder der Autorin

Ich schwöre auf den 'No-Make-Up-Make-Up-Look', wobei nur zur Hälfte. Zur Hälfte deswegen, weil ich starke Augenbrauen, viel Highlighter, ein exzentrisches Augenmakeup und Farbe auf den Lippen schätze. Nur mag ich eben kein Make Up, oder genauer gesagt: Foundation. Nennt es, wie ihr wollt, Glück, gute Gene oder Selbstüberschätzung: Ich finde meine Haut ist ganz schön und deswegen will ich sie nicht mit Farbe zudecken. Ebenso wenig will ich auch meine Sommersprossen verstecken.

Aber ich bin ein Opfer der Make-up-Industrie und dann oft doch sehr neugierig, was neue Foundations und vor allem Primer angeht. Denn obwohl selbst große Beauty-Künstler wie 'Bobbi Browns' Eduardo Ferreira darauf bestehen, dass eine gute Gesichtscreme der beste Primer ist, klingen doch die Eigenschaften von 'echten' Primern immer viel zu gut. Keine Poren, keine Falten, kein Glanz: Makellosigkeit eben!

Und so erlag ich auch dem neuen Primer von GOSH, oder besser gesagt dem, was dieser Primer verspricht. Seinen unaussprechlichen, weil unendlich langen, Namen tippe ich hier einmal und werde ihn fortan nur noch den Chamäleon-Primer nennen: 'GOSH Primer Plus+ Skin Adaptor Anti-Pollution'. Schon in diesem beachtlichen Titel, der sogar der Queen Konkurrenz macht, stecken Versprechungen. Er adaptiert sich an die Haut, er schützt vor Verunreinigungen; er ist einfach mehr, als andere Primer.

It's a kind of magic.

Der springende Punkt, weshalb ich diesen Primer probieren wollte, war der Chamäleon-Effekt. Denn wenn man die Pumpe betätigt, kommt ein Häuferl weiße Creme heraus, die sich beim Verschmieren aber in eine Hautfarbe verwandelt. Ich meine, wenn das nicht cool ist, was ist es dann?? Ich gebe es zu, ich habe das sicherlich zehnmal auf meinem Handrücken probiert, bevor ich überhaupt in die Nähe meines Gesichts gekommen bin. Nicht, weil ich Angst vor der Farbe des Produktes hatte, sondern weil der Effekt einfach faszinierend ist.

Doch wir wollen hier ja ein Produkt fair für seine Leistungen bewerten und nicht für die (magische) Ausführung. Also, habe ich den Chamäleon-Primer mit einem Beautyschwamm aufs Gesicht aufgetragen. Ich würde empfehlen, dass man die Creme aber nicht direkt auf das Schwämmchen gibt, sondern sich Tupfer ins Gesicht macht und diese dann verteilt. Denn die Saugfähigkeit des Schwamms versteht sich zu gut mit der Textur des Primers.

Man sollte auch darauf achten, dass man nicht hudelt, denn dann könnte einem die 'Magie' des Primers in die Quere kommen. Denn irgendwo muss ja die Farbe herkommen und das tut sie, indem die vermeintlich weiße Creme mit Pigmenten versetzt ist. Und diese Pigmente sieht man auch auf der Haut, was dann so wirkt, als hätte man kleine Striche mit einem Augenbrauenstift gemalt. Natürlich bleibt das nicht so, wenn man alles schön einmassiert, aber deshalb sollte man eben keinen Fleck übersehen.

Fazit

Farblich passt sich der Chamäleon-Primer meiner recht blassen Haut sehr gut an, ein wenig gelb-orange-stichig ist er vielleicht schon, aber das passt noch ganz gut zu sonnendurchtränkten Sommersprossen. Ich mag, dass die Textur die Poren ein wenig ausfüllt und die Haut so aussehen lässt, als hätte man einen weichen Filter drübergelegt. Wofür ich keine Garantie abgeben kann, ist natürlich der Anti-Pollution-Effekt. Denn wenn wir ehrlich sind, dann muss man sich da einfach entscheiden, ob man es glaubt oder nicht. Vom Preis her würde ich sagen, dass man für diese Versprechung nicht viel draufzahlt, weshalb man sie, gelinde gesagt, ignorieren kann. Empfehlen würde ich den Primer tatsächlich für Personen, die keine Foundation tragen, aber trotzdem ein bisschen Extra-Farbe wollen. Ich werde sie weiterhin testen und vor allem in Winter schauen, ob die Farbe weiterhin zu sehr heller Haut passt.