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400-Euro-Föhn: Wir haben den Dyson-Supersonic getestet

Was kann der Dyson-Supersonic? Und macht er wirklich die Haare weicher? Wir haben den exklusiven Föhn mehrere Wochen lang getestet.

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400-Euro-Föhn: Wir haben den Dyson-Supersonic getestet
© Dyson

Zugegeben: 400 Euro sind ein ganz schönes Stück für einen Föhn. Doch weil alle über den Dyson-Supersonic sprachen und es da einige Fragen zu klären gab, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen und habe ihn für euch getestet. Schließlich musste die Frage geklärt werden: Zahlt es sich wirklich aus 400 Euro in einen Föhn zu investieren? So manche Frisöre und Frisörinnen meinten: JA. Und zugegeben: Der Supersonic hat mir (und den Rest der Redaktion) auch ein bisserl auf den Bildern gefallen. Das einzigartige Design und das Markenversprechen des Unternehmens sprechen einfach für sich. Grund genug, mir den exklusiven Föhn einmal genauer anzuschauen. Und eines können wir jetzt schon einmal verraten: Es ist eine neue Art des Föhnens.

Handhabung und Funktionstüchtigkeit

Was fällt einem zuerst auf, wenn man den Supersonic in der Hand hält? Er ist leicht, er liegt gut in der Hand und man sucht vergebens den Motor, der diesen äußerst leistungsstarken Föhn antreibt. Mittlerweile haben wir herausgefunden, wo er sich befindet – und zwar im Griff. Doch dieser ist durch eine spezielle Technologie nicht spürbar. Das Positive daran: Die Haare können sich während des Haaretrocknens nicht mehr im Föhn verfangen, so wie das bei herkömmlichen Geräten oft der Fall war. Beim Einschalten dann ein weiteres AHA-Erlebnis: Der Föhn ist unglaublich stark und gleichzeitig wahnsinnig leise. Der Rückstoß, den man bei voller Leistung spürt, zeigt, wie stark der digitale Motor ist. "Entwickelt für schnelles Trocknen", so die Info auf der Website. Und es stimmt wirklich. Mein schulterlanges Haar ist mit voller Leistung in 3 Minuten trocken – einfach unglaublich. Wer glaubt, das kann nur mit viel Hitze möglich sein, der irrt. Der Clou an der ganzen Sache ist nämlich, dass dieser Föhn das Volumen der angesaugten Luft verdreifacht. So sorgt der starke, trichterförmige Luftstrom dafür, dass die Haare in so kurzer Zeit trocken sind. Das Haaretrocknen ist also nicht mehr von hohen Temperaturen abhängig. Die Entwicklung hat ganze 5 Jahre gedauert. In dieser Zeit entwarfen die Entwickler 600 Prototypen.

Was sieht es mit der Temperaturregelung aus?

Wir alle wissen, wie schädlich Hitzestylings für das Haar sind. Da der Dyson-Supersonic mit einem starken Luftstrom arbeitet, bleibt euch das erspart. Die "intelligente Temperaturregelung" mit Hilfe eines Glasperlen-Temperatursensors sorgt dafür, dass der austretende Luftstrom 20 Mal pro Sekunde gemessen wird. Die Infos nutzt das Gerät, um das Heizelement entsprechend einzustellen. Die Temperatur wird durchgehend unter 150° gehalten, sodass das Haar vor extremen Hitzeschäden geschützt wird. Ihr selbst könnt die Temperatur auf 3 verschiedenen Stufen selbst einstellen. Ich habe mich meist für die niedrigste Temperaturstufe und die mittlere Leistungsstufe entschieden. Bei höchster Leistungsstufe waren meine Haare ein bisschen zerstrubbelt, sodass ich ein wenig Mühe beim Durchkämmen hatte. Die mittlere Leistungsstufe war für mich perfekt.

Haarbeschaffenheit

Die Haare sind nach dem Föhnen mit dem Dyson Supersonic um einiges glatter als mit einem herkömmlichen Föhn. Viele berichten davon, dass ihre Haare weicher wurden. Ich würde meine Haare weniger als "weich" bezeichnen, sondern ich hatte das Gefühl, dass sie weniger aufgeraut sind. Das bemerkte ich vor allen Dingen daran, dass sich die feinen Härchen oder das sogenannte "Babyhair" nicht aufstellte und die Haarstruktur geschlossen war. Weiche Haare erzielt man wohl eher mit einem Conditioner. Die Haare waren nach dem Föhn griffig und hatten ein tolles Volumen. Insgesamt kann man sagen, dass die Haare einfach viel schonender getrocknet wurden als mit einem herkömmlichen Föhn. Dass der Dyson dabei auch noch schnell und leise ist und einfach durch sein geringes Gewicht super in der Hand liegt, sind noch weitere Benefits, die der Föhn bietet.

Fazit:

Der Preis ist für die meisten eine große Schwelle, sich dieses Produkt zuzulegen. Andererseits ist es doch so, dass wir schon ganz schön viel Zeit mit dem Föhnen verbringen. Ein Föhn ist außerdem eine Anschaffung, von der man noch lange etwas hat. Der Dyson-Supersonic ist defenitiv sein Geld wert. Allerdings wage ich zu behaupten, dass sich die Anschaffung für diejenigen auszahlt, die viel Zeit für ein Föhnstyling investieren oder zumindest Fans davon sind, ihr Haar nach jeder Wäsche zu föhnen. Für die, die ihr Haar nur ein bisschen anföhnen oder schnell übern Kopf trocknen wollen, zahlt es sich höchstwahrscheinlich nicht aus, diesen Batzen Geld auszugeben. Die hohe Qualität und die Leistungsstärke des Föhns rechtfertigen für mich den Preis. Der Supersonic steht jetzt auf meiner Weihnachtsliste!