Ressort
Du befindest dich hier:

Leinen los!

"Die Zwei" starteten einen weiteren Versuch in Sachen Sportlichkeit, diesmal am Programm: Segeln lernen!

von ,

Leinen los!
© Woman

Wer Segeln will, braucht vor allem eines: ganz viel Geduld! Das wissen die WOMAN-Redakteurinnen Katharina Domiter und Melanie Zingl seit vergangenem Wochenende. Die letzten schönen Sommertage wollten sie nützen, um sich unter die Segler zu begeben. Also ging’s Samstagmittag los in Richtung Neusiedlersee. Perfektes Badewetter ist angesagt: Der Himmel blau, die Sonne strahlt vom Himmel. Nur heißt perfektes Badewetter nicht auch gleich perfektes Segelwetter, wie die beiden noch erfahren werden.

Beim Eingang zum Segelclub wartet bereits Seglerin und Wiener Sportlerin des Jahres 2013 Tanja Frank auf die Reporterinnen. Die 21-Jährige ist Nummer eins der Weltrangliste in der Nacra-17-Klasse (so heißt die spezielle Bootsklasse von Renn-Katamaranen) und schaffte es bei der diesjährigen EM auf Rang vier. "Hoffentlich bekommen wir noch guten Wind", macht sich Frank Sorgen. Derweil herrscht nämlich Windstille. Macht aber nichts, weil zuerst ohnehin erstmal das Boot (Rund 20.000 Euro kostet so ein Teil!) aufgebaut und vorbereitet werden muss. Eine halbe Stunde lang dauert es bis alle Schots (die Seile, die das Segel halten) an der richtigen Stelle sind und das Segel gehisst werden kann. Kathi & Melanie schlüpfen in den Neoprenanzug (Sitzt sehr eng!) und sind voller Tatendrang (Soweit es der Neoprenanzug eben zulässt …). Am Festland gibt’s noch kurz ein paar Einweisungen – Tanja ist Steuermann, uns wird die Rolle des Vorschoters zugewiesen. Und wir üben, wie man sich richtig ins Trapez (außen am Boot) hängt. Schaut einfach aus, erfordert aber Einiges an Körperspannung und Gleichgewichtssinn. Und der ist dezent ausbaufähig, denn anstatt lässig im Trapez zu hängen, haut es Melanie gleich mal auf die andere Seite des Katamarans. Weil aber gerade zumindest eine Brise Wind über den Neusiedlersee weht, bleibt keine Zeit zum Üben. Es heißt ab ins Wasser!

Doch anstatt waghalsige Wendemanöver durchzuführen und über den See zu düsen, schippern wir langsam dahin … Der Wind ist nicht stark genug. "Das ist das Seglerleben", lacht Tanja. "Die meiste Zeit verbringen wir mit Warten auf den richtigen Wind." Nach einer Viertelstunde im Wasser beschließen wir dann abzubrechen. Spannend war der Nachmittag trotzdem. Und während wir uns wieder auf den Rückweg nach Wien machen, bereitet Segelprofi Tanja Frank alles für ihren bevorstehenden Abflug ins spanische Santander vor ("Dort haben wir garantiert guten Wind."), um dort für die Olympischen Spiele 2016 zu trainieren.

Thema: WOMAN testet