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Womanizer James Blunt im offenen WOMAN-Talk über Gefühle & Co.

Der Song „Beautiful“ machte den Womanizer berühmt, jetzt erscheint das dritte Album des Briten. Trotz Schnulzen klappt es mit der wahren Liebe nicht. In WOMAN erzählt er offen, wieso er sich mit Gefühlen so schwer tut.


Womanizer James Blunt im offenen WOMAN-Talk über Gefühle & Co.
© Andrew Zaeh/Warner Music Group

in unschuldiger Blick, kombiniert mit Schmusesongs – macht das heutzutage einen Womanizer aus? Anscheinend ja, denn das Bad-Boy- oder Schönlings-Image trifft auf James Blunt, 36, ja nicht gerade zu. Blunt ist weder mit einem Stahlkörper gesegnet, noch scheint er auf einer der zig Listen der „sexiest men alive“ auf. Trotzdem gehören zu seinen Eroberungen Models und Hollywoodstars – und ab 5. 11. lässt er auch die Herzen der restlichen Frauenwelt höher schlagen: Da erscheint das dritte Album des britischen Musikers, „Some Kind of Trouble“. Und auch live kann man Blunt bewundern – am 16. 3. 2011 in Wien, am 22. 3. in Innsbruck.

Dass er Frauen mit seinen emotionsgeladenen Songs in den Bann zieht, ist für James Blunt nur ein Nebeneffekt. Denn eigentlich, so verriet er WOMAN im Interview, sieht er Musik eher als Therapie, um mit sich und seiner Vergangenheit ins Reine zu kommen: Blunt stammt aus einer Militärsfamilie, diente selbst sechs Jahre als Soldat und musste sich im Kosovo täglich mit dem Tod, mit Leid und Gewalt auseinandersetzen. Erfahrungen, so sagt er, die ihn abstumpfen ließen, seit denen er nach außen hin mit Gefühlen nichts anfangen kann. Da es im Krieg nie möglich war, Emotionen zu zeigen, verpackt er diese auch heute noch fast ausschließlich in seine Songs. Viele Frauen haben sich deshalb schon öfter in dem Scheinromantiker getäuscht. So scheiterte beispielsweise die Langzeitbeziehung zum tschechischen Model Petra Nemcova. Grund für die Trennung: Die Seite, die er als Musiker von sich preisgibt, kann er privat kaum zeigen. Um nicht wieder verletzt zu werden, widmete sich Blunt in der Folge eher der leichten Beute und turtelte mit Paris Hilton, Lindsay Lohan und Jessica Simpson. Nach einem Jahr lustigen Single-Daseins öffnete er sich 2009 Natasha Archdale, Aktmalerin und selbst Aktmodell, die ihn im selben Jahr aber wieder fallen ließ. Grund war wieder einmal, dass sie sich mehr Romantik gewünscht hätte, er sich aber lieber um seine Karriere kümmerte. Beim Interview in Hamburg zeigt er auch uns ganz deutlich, dass der Musiker mit der Privatperson James Blunt kaum etwas zu tun hat. Gemütlich, in Lederjacke und Jeans, plaudert er über sein neues Album, sein Softie-Image und über seinen Bezug zu Österreich …

Woman: Am 5. 11. erscheint Ihr Album „Some Kind of Trouble“! Was ist neu im Gegensatz zu Ihren ersten beiden Alben?

Blunt: Es ist schneller, lustiger und lebensfroher. Die neuen Rhythmen sollen mitreißen und optimistischere Stimmung als früher verbreiten.

Woman: Der erste Song des Albums heißt „Stay the Night“. Um welche Art von Liebesgeschichte geht es hier genau?

Blunt: Ich würde es nicht als Liebesgeschichte bezeichnen. Es geht um eine Clique, die einen tollen Tag in Kalifornien verbringt. Am Abend will keiner wahrhaben, dass er zu Ende geht.

Woman: Sind Ihre Songs auf persönliche Erfahrungen oder reale Personen bezogen?

Blunt: Um wahre Gefühle geht es immer, oft singe ich aber aus der Perspektive von anderen. Das müssen nicht einmal Menschen sein, die ich kenne, oft versetze ich mich auch in eine Rolle. Die Gefühle, die ich dabei habe und in meinen Texten beschreibe, sind aber durchaus real.

LESEN Sie das gesamte Interview in WOMAN 21/2010!

Interview: Sophia Cerny