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Die Welt in Bildern

Ein Bild erklärt oft mehr über die Welt als der längste Text. Wir zeigen die mit dem World Press Photo Award ausgezeichneten Bilder des Jahres.

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Die Welt in Bildern

Fotografin Liu Song fotografierte eine Frau, die illegaler Prostitution verdächtigt wird

© Liu Song

In einem lilafarbenen Kleid wartet das Mädchen Larinda auf den Bus, der sie in die Sonntagsschule bringen wird. Larinda gehört zu einer sozialen Minderheit in Australien. Die jungen Frauen, die in diesen Communities aufwachsen, sind mit Armut, Rassismus, Gewalt in der Familie und Sucht konfrontiert.

Das ausgezeichnete Foto der Fotografin Raphaela Rosella

Eine tragische Geschichte, in nur einem Foto erzählt. Das Bild ist Teil eines Langzeit-Projekts der australischen Fotografin Raphaela Rosella, die das triste Leben dieser jungen Mädchen dokumentiert. Für ihre Arbeit wurde Rosella in der Kategorie "Portraits" in diesem Jahr mit dem renommiertesten Preis für Pressefotografie, dem "World Press Photo Award" ausgezeichnet.

Wie auch im letzten Jahr, wo unter anderem die eindringliche Foto-Reportage "Bonnie - Prostituierte und Mutter" prämiert wurde, standen auch diesmal viele Frauen vor und hinter der Kamera. Wir zeigen eine Auswahl der ausgezeichneten Fotos. Etwa das Startbild dieser Geschichte, das eine illegale Prostituierte nach ihrer Festnahme in einer Polizeistation zeigt – die Beine an den Stuhl gekettet. Oder dieses Bild:

In der Kategorie "General News" ausgezeichnet: Glenna Gordon

Dies sind die Schuluniformen dreier in Nigeria vermisster Mädchen. Damit erinnert Fotografin Glenna Gordon an die 300 von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram im April vorigen Jahres aus ihrer Schule entführten Mädchen. Von ihnen fehlt bis jetzt jede Spur.

1. Preis in der Kategorie "Spot News" für Bulent Kilic

Nach dem Tod eines 15-Jährigen, der bei Protesten gegen die türkische Regierung lebensgefährlich verletzt wurde, kam es in Istanbul zu Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstranten. Dabei wurde diese junge Frau ebenfalls niedergeknüppelt.

Als Langzeitprojekt prämiert: Die Fotoserie von Darcy Padilla

Armut, AIDS, Drogen, wechselndes Wohnungen, Beziehungen, Geburten, Todesfälle, Liebe und Hass: Die amerikanische Fotografin Darcy Padilla begleitete die Kalifornierin Julie Baird und ihre Familie über 22 Jahre (von 1993 bis 2014). Nun wurde ihr Langzeitprojekt mit einem World Press Photo Award ausgezeichnet.

Prämiertes Porträt von Paolo Verzone

Die königliche Militärakademie in den Niederlanden gilt als eine der strengsten und schwierigsten Militär-Ausbildungen der Welt. Der italienische Fotograf Paolo Verzone lichtete eine jener Kadettinnen ab, die es in die männlich dominierte Akademie geschafft hat.

Das beste Pressefoto des Jahres stammt von Mads Nissen

Der Preis für das beste Pressebild des Jahres ging an den dänischen Fotografen Mads Nissen. Er fing einen intimen Moment des schwulen Paares Alex und Jon in St. Petersburg ein. Das Leben für lesbische, schwule, bisexuelle oder Transgender-Menschen in Russland werde immer schwieriger, begründete die Jury ihre Wahl. "Sexuelle Minderheiten erleben rechtliche und soziale Diskriminierung, Schikanen und sogar gewalttätige Hassverbrechen durch konservative religiöse und nationalistische Gruppierungen."

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