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Wounded Woman: Gabriele Hajdin schaffte es trotz Brandwunden ins Model-Business

Als ihr Mann sie vor Jahren mit Benzin übergoss und anzündete, schien ihr Leben zu Ende. Doch Gabriele Hajdin blieb stark und gab nicht auf...


Wounded Woman: Gabriele Hajdin schaffte es trotz Brandwunden ins Model-Business
© privat

Sie hat ein wahrhaftes Martyrium hinter sich. Ihre Kindheit war geprägt von Gewalt und Verwahrlosung. Die Endstation von Gabriele „Aisha“ Hajdins, 49, Leidensweg schien vor 20 Jahren gekommen zu sein. Damals übergoss sie ihr Mann vor den Augen ihres vierjährigen Sohnes mit Benzin und zündete sie an. Die tapfere Frau wurde gerettet, doch Narben am vorderen Oberkörper hatten sich tief in Haut und Seele eingebrannt (WOMAN berichtete).

Gabriele gab nicht auf. Sie wollte es allen zeigen, absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester und schaffte es, trotz „fehlender Makellosigkeit“ eine Karriere als Model ( www.novumverlag.com ) aufzubauen: „Bis nach Amerika führten mich meine Aufträge.“ Ihr Leid schrieb sie sich von der Seele. In ihrem ersten Buch „Zurück aus der Hölle“ (erschienen 2006) erzählt die Steirerin ihren harten Lebensweg. Ihr damaliges Glück in einer erneuten Ehe blieb leider nur von kurzer Dauer, denn auch dieser Mann erwies sich als gewalttätig. „Ich falle immer wieder in alte Muster zurück. Leider habe ich auch ein Problem mit Vertrauen, bin wahnsinnig eifersüchtig, das zerstört meine Beziehungen“, erzählt Gabriele, die als Krankenschwester auf der Gefäßchirurgie im AKH arbeitet und ihre Tochter, 11, alleine großzieht. Ihr Sohn ist ja mittlerweile erwachsen.

Jetzt hat sie die Vorlage für ein neues Buch geschrieben: „Wounded Woman“ soll es heißen und erzählen, wie sie ihr Leben seit den Verbrennungen gemeistert hat. „Ich suche noch einen Verlag!“ Wir würden uns freuen, wenn es klappt, und natürlich darüber berichten. Zuschriften an: aisha@leric.net .

Redaktion: Andrea Wipplinger