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Warum du wütend keinen Sport machen solltest

Wütend, zornig: Da hilft Sport, um dich ordentlich abzureagieren. Doch jetzt sagen Mediziner: Mit Wut im Bauch ist ein heftiges Workout ungesund.

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Warum du wütend keinen Sport machen solltest
© iStockphoto

Wenn ich eine ordentliche Wut im Bauch habe, dann hilft mir meist eines wirklich am besten: Ab ins Fitnessstudio und 40 Minuten bei ordentlich Tempo allen Zorn auszupowern. G'scheit abreagieren, das Gückshormon Endorphin ankurbeln, besänftigt wieder nach Hause gehen.

Doch jetzt warnen Forscher der McMaster University in Kanada: Die Kombination aus negativen Emotionen und körperlicher Anstrengung erhöht das Risiko eines Herzinfarkts deutlich!

Körperliche Anstrengung und negative Emotionen erhöhen das Herzinfarkt-Risiko

Für ihre im Fachmagazin Circulation veröffentlichte Studie analysierten die Wissenschaftler die Daten von 12.000 Herzinfarkt-Patienten (Durchschnittsalter 58) aus mehr als 52 Ländern. Die Teilnehmer machten exakte Angaben zu ihren Emotionen und Tätigkeiten in den Stunden und einen Tag bevor die ersten Infarkt-Symptome auftraten.

Dabei zeigte sich: Durch die Kombination aus hartem Training und Ärger verdreifachte sich das Risiko eines Herzinfarkts. Denn beides, sowohl der Sport als auch die negativen Emotionen, sorgen für einen ansteigenden Puls, unterbrochenen Blutfluss und verlangsamte Blutversorgung. Und zwar unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Alter, Gewicht, Bluthochdruck und Rauchen.

Dennoch, so Studienautor Andrew Smyth, ist Sport natürlich extrem gut und wichtig für die Gesundheit. Allerdings: "Menschen, die sehr aufgewühlt und wütend sind, sollten bei ihrem Workout nicht über ihr übliches Trainingsmaß hinausgehen." Sport also ja, aber eben nicht übertrieben.

Die Mediziner empfehlen, bei Wut nach dem Training mit Mediation und ruhiger Musik den Puls wieder auf ein Normalmaß runterzufahren.