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#YesAllWomen

Nach einem frauenfeindlichen Amoklauf in den USA, erzählen Frauen weltweit unter #YesAllWomen mit welchen Übergriffen, welcher Gewalt und Diskriminierung sie tagtäglich zu kämpfen haben, einzig weil sie als Frau geboren wurden.

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#YesAllWomen

Thinkstock/ iStock/ Александр Ермолаев

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Vor wenigen Tagen erschütterte ein Amokläufer die Welt: Aber nicht nur, weil Elliot Rodger (22) sechs Menschen tötete und 13 verletzte, sondern wegen seiner Begründung, die er in YouTube-Videos sowie einem 140-seitigem Dokument hinterließ: Er wollte der gesamten Frauenwelt zeigen, was sie davon habe, dass sie ihn verschmäht und zurückgewiesen hatte: "I don't know why you girls aren't attracted to me but I will punish you all for it."

Als bekannt wurde, dass Hass auf Frauen der Grund für die unglaubliche Tat war, begannen Frauen in Portland und bald weltweit unter dem Hashtag #YesAllWomen auf Twitter ihre eigenen Erfahrungen mit Gewalt, Sexismus, Furcht, Belästigung sowie Diskriminierung nieder zu schreiben. Ähnlich wie das Stichwort #Aufschrei im deutschsprachigen Raum, entwickelte sich der Hashtag zu einer virtuellen Lawine an erschreckenden Geschichten, die Frauen tagtäglich widerfahren - in millionenfacher Ausführung.

Die Titulierung #YesAllWomen soll einerseits verdeutlichen, dass Sexismus alle Frauen betrifft, andererseits soll es eine Antwort auf die stets präsente Antwort "Not all men" sein, die immer auftaucht, wenn feministische Themen präsentiert werden: "Es sind doch nicht alle Männer so!". Das stimmt natürlich, aber der Fokus ist ja auch nicht darauf, was "nicht alle Männer" machen, sondern, was bedauerlicherweise alle Frauen zu befürchten haben.

Themen: Sexismus, Report