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Zähneknirschen in der Nacht - was tun?

Kopfschmerzen, Verspannungen, kaputte Zähne. Das alles können Auswirkungen von Zähneknirschen sein. Hier erfährst du, was die Ursachen für Zähneknirschen sind - und was du dagegen tun kannst!

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Zähneknirschen - was hilft?

Das Knirschen mit den Zähnen kann starke Kopfschmerzen auslösen.

© istockphoto.com

Vielleicht nervt es deinen Partner bereits. Dieses Geräusch, das du mit den Zähnen machst, wenn du Stress hast. Oder du wachst in der Früh auf und merkst, dass deine Kiefermuskulatur extrem verspannt ist. Bruxismus, wie das Zähneknirschen im Fachjargon heißt, ist kein ungewöhnliches Phänomen. Jeder fünfte Mensch knirscht mit den Zähnen, meist unbewusst, oft in der Nacht. Dabei handelt es sich um eine wiederholende Kaumuskelaktivität, die sich in Knirschen oder Pressen auf den Zähnen oder auf den Kiefer bemerkbar macht.

Was ist Zähneknirschen?

Bruxismus oder Zähneknirschen bedeutet, dass man unwillkürlich und meist unbewusst die Zähne aufeinander presst oder damit knirscht. Es ist nichts anderes, als eine sich wiederholende Kaumuskelaktivität. Je älter man ist, desto seltener knirscht man mit den Zähnen.

Was sind die Ursachen für Zähneknirschen?

Stress fördert Zähneknirschen und angespannte Kiefermuskeln

Die Ursachen für das Zähneknirschen sind vielfältig. Viele Experten gehen davon aus, dass Bruxismus von psychodynamischen Einflüssen hervorgerufen wird (unbewusste oder bewusste Spannungszustände). Insbesondere Wachbruxismus wird mit Stress in Zusammenhang gebracht. In Studien konnte man auch feststellen, dass Atmungsstörungen in der Nacht und Schnarchen mit dem Zähneknirschen zusammenhängen.
Aber auch Nikotin, Koffein, Alkohol oder Medikamente können zu Bruxismus führen.

In manchen Fällen sind Erkrankungen des Zahnhalteapparats, schlecht sitzender Zahnersatz (wie Brücken, Kronen, Prothesen) oder Zahnfüllungen für das Zähneknirschen und Zähnepressen verantwortlich.

Video: Warum knirschen wir mit den Zähnen?

Was sind die gesundheitlichen Folgen von Bruxismus?

Zähnknirschen ist aber nicht nur lästig, sondern kann auch ganz schön schlecht für unsere Gesundheit sein: Zähneknirschen oder ein Aufeinanderpressen der Zähne kann nicht nur zu Zahnverschleiß führen, sondern auch zu Verspannungen führen. Die Kiefermuskulatur aber auch die im Nacken, in den Schultern und im Rücken kann sich mitunter so stark verhärten, dass in weiterer Folge Kopfschmerzen, Tinnitus und Sichtfeldeinschränkungen dazukommen.

Botox Zähneknirschen

Was kann man gegen Zähneknirschen tun?

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Aufbissschiene oder auch "Knirscherschiene"
Sobald man merkt, dass man mit den Zähnen knirscht oder sie aufeinanderpresst, sollte den Zahnarzt aufsuchen. Dieser kann mittels einer persönlich angepassten Aufbisschiene (Okklusionsschiene) für Linderung sorgen. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung anzustreben.

Wie funktioniert eine Aufbissschiene?
Sie wird abends über die Zähne (in den meisten Fällen der Unterkiefer) gezogen, um den Unterkiefer zu stabilisieren und die Kaumuskeln zu entlasten. Die Schiene ist durchsichtig, stört also auch optisch nicht gewaltig. Der positive Effekt: Der Knirscher gewöhnt sich das Zähneknirschen recht schnell ab. Allerdings können die Beschwerden auch nach dem Ende der Therapie jederzeit wieder auftreten. Die Kosten sind individuell je nach Material und Anpassungsaufwand verschieden und werden – leider – meist nicht von der Krankenkasse übernommen.

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Botox
"Die Knirschschiene hilft gegen den Abrieb und die Risse an den Zähnen, kann aber die Ursache, das übermäßige Zusammenbeißen der Zähne, nicht beseitigen. Hier ist Botox unschlagbar. Es kann kleine Wunder bewirken", erklärt Dr. Tamara Kopp vom Institut Juvenis in Wien. Es führt zu einer Muskelentspannung der überaktiven Kaumuskulatur und somit zu einem entspannteren Schlafverhalten für Betroffene. "Die Wirkung der Behandlung des Bruxismus mit Botox hält 6-8 Monate an", so die Ärztin. "Die Behandlung kann je nach Bedarf wiederholt werden." Die Kosten sind mit 400 bis 700 Euro aber sehr hoch.

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Selbstwahrnehmung
Nun ist es auch wichtig, herauszufinden, warum man mit den Zähnen knirscht. Selbstwahrnehmung kann zur Ursachenfindung beitragen. Gibt es etwas, das dich belastet? Etwas, wo du die Zähne zusammenbeißen musst?

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Physiotherapie
Mit einer Therapie kann man lernen die Muskeln im Kiefer zu lockern und so sämtliche Spannungen zu lösen. Dazu eignet sich auch eine tägliche Übung, indem man mehrmals den Mund öffnet und die Muskulatur im Kiefer dehnt.

Shopping: Das hilft gegen Zähneknirschen

Eine Aufbissschiene gegen Bruxismus

RelaxBogen: Im Gegensatz zu einer Aufbissschiene lockert der RelaxBogen die Kiefermuskulatur, lindert so Verspannungen und Schmerzen die im Zuge von Zähneknirschen entstehen und wurde in enger Zusammenarbeit von Zahnmedizinern und Physiotherapeuten entwickelt.

Kieferfreund: Einfach in der Anwendung mit App und Kiefer-/Zungen-/Lippentrainer; Spezielles Tool für die Erfolgskontrolle ist inkludiert.