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Das hilft gegen nächtliches Zähneknirschen!

Zähneknirschen solltest du nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dauerhaft ist der Bruxismus schädlich! Welche Methoden Zähneknirschern wirklich helfen.

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Das hilft gegen nächtliches Zähneknirschen!
© Instagram/charlyjordan10

Vielleicht nervt es deinen Partner bereits. Dieses Geräusch, das du mit den Zähnen machst, wenn du Stress hast. Oder du wachst in der Früh auf und merkst, dass deine Kiefermuskulatur extrem verspannt ist.

Bruxismus, wie das Zähneknirschen im Fachjargon heißt, ist kein ungewöhnliches Phänomen. Jeder fünfte Mensch knirscht mit den Zähnen, meist unbewusst, oft in der Nacht. Dabei handelt es sich um eine wiederholende Kaumuskelaktivität, die sich in Knirschen oder Pressen auf den Zähnen oder auf den Kiefer bemerkbar macht.

Was sind die gesundheitlichen Folgen des Zähneknirschens?

Was harmlos klingt, kann sich dauerhaft zum ernstzunehmenden Gesundheitsrisiko entwickeln. Nicht nur, dass es zu irreparablen Schäden an der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz und Zahnbein) kommen kann – manche Zähneknirscher beißen so fest zu, dass auch ein eigentlich gesunder Zahn zerbrechen kann. Auch Verspannungen von Nacken und Schultern, Kopf- und Ohrenschmerzen sowie Tinnitus können die Folgen sein.

Was ist die Ursache für Zähneknirschen?

Oft sind es Stress-Reaktionen, die uns die Zähne aufeinander pressen lassen. Im Schlaf verarbeiten wir die Anspannung des Tages und "verbeißen" uns dann sprichwörtlich fest in ein Problem. Das nächtliche Zähneknirschen gilt deshalb als eine Form der Schlafstörung (Parasomnie).

In manchen Fällen sind Erkrankungen des Zahnhalteapparats, schlecht sitzender Zahnersatz (wie Brücken, Kronen, Prothesen) oder Zahnfüllungen für das Zähneknirschen und Zähnepressen verantwortlich.

Aber auch Alkohol oder koffeinhaltige Getränke (wie z.B. Kaffee, schwarzer Tee, Cola oder Energydrinks) können bei Betroffenen, die zu Bruxismus neigen, das Zähneknirschen fördern – vermutlich weil diese Substanzen Einfluss auf das zentrale Nervensystem und die Schlafphasen haben.

Was hilft gegen Zähneknirschen?

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AUFBISSSCHIENE. Die Aufbissschiene oder auch "Knirscherschiene" wird beim Zahnarzt angepasst. Sie wird abends über die Zähne (in den meisten Fällen der Unterkiefer) gezogen, um den Unterkiefer zu stabilisieren und die Kaumuskeln zu entlasten. Die Schiene ist durchsichtig, stört also auch optisch nicht gewaltig. Der positive Effekt: Der Knirscher gewöhnt sich das Zähneknirschen recht schnell ab. Allerdings können die Beschwerden auch nach dem Ende der Therapie jederzeit wieder auftreten. Die Kosten sind individuell je nach Material und Anpassungsaufwand verschieden und werden – leider – meist nicht von der Krankenkasse übernommen.

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BOTOX. Das Nervengift Botulinumtoxin soll die Kraft der Kiefermuskulatur verringern. Ein Vorteil: Die Botox-Injektion setzt direkt an der Wurzel des Übels an. Das Knirschen kann erst gar nicht entstehen. Der Nachteil: Nach etwa 4 - 6 Monaten lässt die Wirkung wieder nach – und die Kosten sind mit 400,- bis 700,- Euro auch serh hoch.

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PHYSIOTHERAPIE. Dabei werden Übungen, die die Kiefermuskeln entspannen, trainiert. Wird oft begleitend zur Aufbissschiene eingesetzt.

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MEDITATION & YOGA. Wenn Stress und Anspannung die Ursachen für die überaktiven Kaumuskeln sind, helfen Tai Chi, Yoga oder Meditation, um die Stressreaktionen zu mindern und den Knirscher zu entspanne,.

Thema: Zähne