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Zak Ebrahim ist Sohn eines Terroristen - er selbst ist keiner

Sein Vater war mitverantwortlich für das Bombenattentat auf das World Trade Center, aber Zak Ebrahim wählte als Sohn eines Terroristen dennoch den Frieden.

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In obigem Video beschreibt Zak Ebrahim, wie er sich für den Frieden und gegen den Terror entschied.

© Video: TED

Eine Geschichte gegen alle Vorurteile: Denn nicht nur sind nicht ALLE Anhängerinnen und Anhänger des Islams automatisch dem Terror zugeneigt, nicht einmal Kinder, die von klein auf indoktriniert wurden, gehen den Weg des Hasses.

Das zeigt uns Zak Ebrahim ganz eindringlich, der - obwohl ihm etwas gänzlich anderes vorgelebt wurde - sich nun selbst als Botschafter des Friedens bezeichnet. Zak war gerade einmal 7 Jahre alt, als sein eigener Vater El Sayyid Nosair - der einer militanten, extremistischen Strömung angehörte - dabei half, 1993 ein Bombenattentat auf das World Trade Center durchzuführen. Dabei starben 6 Menschen und über 1000 wurden verletzt.

Er hoffte, sein Sohn würde in seine Fußstapfen als Dschihadist treten und seine radikale politische Einstellung übernehmen, die er seiner gesamten Familie immer wieder vermittelte und seinen Sohn damit auf eine Karriere im Namen des Terrors vorbereitete.

Aber Zak wählte wider Erwartens einen anderen Weg. Und er wollte seine ganz besonderen Einblicke und Erfahrungen mit anderen teilen und beweisen, dass man seinem einflussreichen Umfeld entfliehen kann. In der Hoffnung, dass er andere dazu inspiriert, sich ebenso vom Weg der Gewalt und des Terrors abzuwenden.

»Für die Opfer des Terrorismus spreche ich mich gegen diese sinnlosen Taten aus und verurteile die Handlungen meines Vaters. Mit dieser schlichten Tatsache bin ich der lebende Beweis dafür, dass Gewalt nicht in einer Religion oder Volksgruppe innewohnt und dass der Sohn nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten muss. Ich bin nicht mein Vater.«
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