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Zu Besuch bei einem prickelnden Quartett:
Die vier Kattus-Damen im Talk mit WOMAN

Ein bisschen mehr Frucht und Süße, ein bisschen weniger Alkohol und Kohlensäure: So einfach (und gleichzeitig so köstlich) können Erfolgsrezepte sein. Doch Four Ladies, der neue, speziell auf die Geschmäcker von Frauen abgestimmte Sekt aus dem Hause Kattus, ist mehr als „nur“ irgendein weiteres bestsellerverdächtiges Trend-Getränk des Traditionsunternehmens. Er ist auch ein gutes Stück Familienarbeit von Firmenchefin Maria Kattus-Polsterer und ihren drei Töchtern Felicitas, Sophie und Valerie. WOMAN traf die four Ladies auf ein Fläschchen Four Ladies – das übrigens auch dem Fotografen und dem Redakteur, den einzigen Männern in der Runde, geschmeckt hat.


Zu Besuch bei einem prickelnden Quartett:
Die vier Kattus-Damen im Talk mit WOMAN
© WOMAN

WOMAN: Ganz ehrlich, welche der vier Damen hatte denn die Idee zu dem neuen Sekt?
Maria Kattus-Polsterer: Möchten Sie wirklich die Wahrheit hören? Es war mein Mann (lacht)! Aber wir waren sofort begeistert und haben ihm dann ziemlich schnell das Zepter aus der Hand genommen und uns von der Entwicklungübers Verkosten bis hin zum Flaschenetikett um alles andere selbst gekümmert.

WOMAN: War das für euch Töchter eigentlich das erste Engagement in der Firma?
Sophie Kattus-Polsterer: Für meine Schwestern ja. Ich habe vor zwei Jahren schon mal mit einem Freund ein Hochriegl- Clubbing für 200 Leute in Kitzbühel veranstaltet. (Anm. d. Redaktion: Hochriegl ist ebenfalls ein Sekt des Familienunternehmens).

WOMAN: Und da geht man dann vorher zu den Eltern und fragt, wie viele Kisten Sekt sie rüberwachsen lassen?
Sophie K.-P.: Nichts da! Ich musste, so wie jeder andere auch, zuerst beim Marketing nachfragen, ob sie mich sponsern wollen, und den Sekt dann zum Einkaufspreis beziehen! Ich hatte also das volle unternehmerische Risiko zu tragen (lacht)!

WOMAN: Denkt ihr eigentlich darüber nach, später einmal ins Familienunternehmen einzusteigen?

Felicitas K.-P.: Natürlich wollen wir nicht, dass unsere Firma irgendwann einmal in fremde Hände gerät. Dafür ist uns das, was unsere Vorfahren aufgebaut haben, viel zu wichtig. Da denken wir Kinder also tatsächlich eher traditionell. Aber wir haben alle Freiheiten, dürfen studieren und ausprobieren, was wir wollen.

WOMAN: War das bei Ihnen damals genauso, Frau Kattus- Polsterer?

Maria K.-P.: Nein, mir war schon sehr früh klar, dass ich einsteigen und Pflichten übernehmen muss. Ich wuchs in einer Art von goldenem Käfig auf. So hat mich meine Mutter z. B. bis zur Matura von der Schule abgeholt und verhätschelt. Das will ich meinen Kindern nicht zumuten. Die sollen ganz normal aufwachsen und mit der Straßenbahn aus der Schule heimfahren.

WOMAN: Wie ist das eigentlich, wenn man mit einem Nachnamen groß wird, den jeder kennt und sofort mit einer Sektmarke assoziiert? Empfindet man das eher als Belastung oder als Privileg?
Valerie K.-P.: Das „Kattus“ betonen wir nur, wenn es für die Firma Sinn macht – also z. B. jetzt, wo es darum geht, die Four Ladies zu promoten. Ansonsten heißen wir „Polsterer“ – und diesen Nachnamen hinterfragt nun wirklich kein Mensch.

Das ganze Interview lesen Sie im WOMAN 26/08!