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Zu viel Porno kann dein Sexleben ruinieren

Schadet Pornographie dem realen Sexleben? Nun: Zu viel von allem ist nie eine gute Sache. Wissenschaftler haben jetzt die toxische Wirkung untersucht.

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Zu viel Porno kann dein Sexleben ruinieren
© Instagram/ZaraMcKenzie

"Schaust du Pornos?" - Alleine die Frage weckt bei den meisten Kerlen noch Schuldgefühle. "Ich? Nein! Nie!" Dabei beweist der nie abbrechende Zugriff auf Pornographie im Internet, dass Sexfilme Mainstream sind. YouPorn oder Pornhub zählen zu den meistgenutzten Internet-Angeboten weltweit.

Aber schadet Porno unserem Sex-Leben? Ersetzt der virtuelle Lustgewinn irgendwann den realen? Eine Frage, der immer mehr Wissenschaftler nachgehen. Erst vor zwei Jahren beruhigten Forscher mit einer in der Zeitschrift Sexual Medicine veröffentlichten Studie: Pornos wären für die sexuelle Gesundheit des Mannes durchaus förderlich.

Für die Untersuchung analysierten die Wissenschaftler die Daten von 280 Männern, von denen die Hälfte in einer intakten Beziehung lebte. Dabei zeigte sich, dass jene Männer, die außergewöhnlich viel Pornos konsumierten, leichter eine Erektion zustande brachten und diese auch länger halten konnten.

Pornos wirken sich negativ auf deine Beziehung aus

Klingt prinzipiell fein. Doch eine neuere Untersuchung belegt die toxische Wirkung zu häufigen Porno-Konsums auf Libido von Männern. Und damit auf unser Sexleben.

Die bei der 112. Tagung der American Urological Association, also dem US-Urologen-Verband, präsentierten Ergebnisse weisen eine enge Verbindung zwischen exzessiven Pornokonsum und sexueller Dysfunktion nach. Studienleiter Dr. Matthew Christman vom "Naval Medical Center": "Je häufiger ein Mann zu virtuellen Sexszenen masturbiert, desto mehr schädigt er seine sexuelle Beziehung zu einer realen Frau."

Für die Studie analysierten die Forscher das Sexleben von 312 männlichen Probanden im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. 20 Prozent der Männer konsumierten drei bis fünfmal pro Woche Pornos. Vier Prozent dieser "heavy User" gaben an, durch die Sexfilme mehr Lustgewinn zu erzielen als durch das Liebesspiel mit ihren Partnerinnen. Christman: "Diese Männer klagten teilweise sogar über erektile Dysfunktion, wenn sie mit ihrer Partnerin schlafen sollten. Sie konnten - im wahrsten Sinne des Wortes – nur mehr vor dem Computer ihren Mann stehen."

Für die Studie wurden übrigens auch Frauen befragt. Hier hatten Pornos keinen Einfluss auf das Sexleben. Die Forscher: "Frauen sehen nicht weniger Pornos als Männer. Nur haben die Filme keinen so großen Impact auf ihr reales Lustempfinden."