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Hast du zuwenig Sex?

Zu Beginn einer Liebe fällt man noch täglich übereinander her - aber im Laufe der Zeit lässt diese Frequenz nach. Ist das nun gut oder schlecht?

von

Langeweile im Bett
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Eigentlich wäre die Beziehung ja großartig: man versteht sich blendend, hat Spaß miteinander, gemeinsame Interessen und lässt sich dennoch Freiräume. Perfekt, oder? Nur im Bett tut sich irgendwie gar nichts mehr. Das kommt dir bekannt vor?

Aber wieviel ist "gar nichts mehr" eigentlich? Einmal die Woche? Einmal im Monat? Einmal im Jahr? Das sieht wahrscheinlich jeder Mensch anders. Das beste Beispiel dafür, ist eine wunderbare Szene aus Woody Allens "Der Stadtneurotiker": Ein Paar ist beim Beziehungstherapeuten, der beide getrennt fragt, wie oft sie denn noch Sex hätten. Ihre Antwort: "Dauernd - drei mal die Woche". Seine Antwort: "Beinahe nie - vielleicht drei mal die Woche".

Wie man dieses Missverhältnis der Interpretation wieder ausgleicht: Kommunikation!

Ob mit den Freundinnen, wo man erkennt, dass es ganz alltäglich ist, dass bei langjährigen Beziehung die Sexfrequenz fast zwangsläufig weniger wird und je nach Situation es einfach auch langfristigere Sexpausen gibt. Aber ebenso mit dem eigenen Partner oder der Partnerin, ob dieser oder diese die Verringerung der Bettakrobatik als störend empfindet oder nicht.

Wenn nicht und ihr beide zufrieden seid, dann bleibt es bitte auch! Es ist vollkommen normal, weniger Lust zu haben, als es uns in unserer bisweilen übersexten Welt vorgegaukelt wird.

Ist es einem oder einer von euch jedoch zuwenig Körperlichkeit, dann sollte das offen thematisiert werden. Beziehungsweise eben die Unlust darauf. Denn oftmals steht hinter Unlust ein ganz anderes Problem. Vielleicht Stress in der Arbeit oder mit den Kindern, Krankheit - überlege dir genau, was dein Grund oder deine Gründe sind, nicht über deinen Liebsten oder deine Liebste herzufallen. Gemeinsam kann man dann Lösungen finden, wie eine entspannende Massage, die dann zu mehr führen kann, ein Kurzurlaub, der so manches Problem vergessen lässt oder auch einfach nur ein Babysitter. Reden hilft den anderen, aber auch sich selbst besser zu verstehen und ebenso Vertrauen sowie Intimität zu schaffen. Und wohin die führen kann, wissen wir ja...

Langeweile im Bett