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Zyklus-Apps? Fallen fast alle im Test durch!

Sie werden verwendet, um nicht schwanger zu werden UND um schwanger zu werden: Zyklus-Apps. Aber Stiftung Warentest hat 23 verschiedene Apps getestet und das Ergebnis ist mehr als ernüchternd!

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Zyklus-App
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Verwendest du ebenso eine Zyklus-App auf deinem Handy? Millionen an Frauen tun dies bereits und es gibt auch immer mehr Anbieter: Schließlich kann man so doch wunderbar unkompliziert und günstig verhüten - oder auch schneller dafür sorgen, dass man schwanger wird.

Denn Zyklus-Apps geben dir Bescheid, an welchen Tagen du überhaupt schwanger werden kannst. Und je nachdem, wie die Familienplanung aussieht, hat man dann eben Sex (ohne weitere Verhütungsmethode) oder nicht.

Allerdings nehmen es, wie nun eine Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt, dabei viele Apps nicht sonderlich genau. Was vor allem, wenn man die Methode zur Verhütung einsetzt, schwerwiegende Folgen haben kann. Die meisten Zyklus-Apps gehen nämlich nicht wirklich individuell auf die jeweilige Userin ein, sondern arbeiten einfach mit der durchschnittlichen Zykluslänge, die allerdings bei manchen Frauen massiv abweichen kann. Oder durch Stress, Krankheit und weitere Faktoren zusätzlich variieren kann. Und schon ist der tatsächliche Zeitpunkt des Eisprungs in einem ganz anderen Zeitraum, als dir die App anzeigt.

Und daher sind 20 von 23 Apps beim Test durchgefallen (wie unter anderem Clue Menstruation & Zykluskalender, WomanLog-Pro-Kalender und Flo Menstruations-Kalender). 2 haben mit der Note "Gut" abgeschlossen (Lady Cycle und MyNFP), 1 immerhin noch mit "Ausreichend" (OvuView).

Die letzten Drei verlassen sich nicht nur auf die reine Mathematik, sondern ebenso auf die jeweilige Anwenderin, die dabei regelmäßig zur exakt gleichen Uhrzeit nach dem Aufwachen ihre Körpertemperatur messen sowie täglich den Zervixschleim der Vagina beobachten muss. All das kombiniert, lässt sich eine verlässlichere Aussage darüber treffen, ob man nun fruchtbar wäre oder nicht.

Ein "Sehr gut" wurde prinzipiell nicht vergeben, weil für alle Apps wissenschaftlich aussagekräftige Studien fehlen.