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DIY: Wie du dein individuelles Gesichtsöl selbst herstellst

Gesichtsöle sind echte Feuchtigkeits-Booster! Wir zeigen euch die Vorteile dieser Alleskönner und wie man sie ganz einfach selbst herstellt.

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DIY: Wie du dein individuelles Gesichtsöl selbst herstellst
© iStock

Pure Pflege für die Haut: Gesichtsöle sind richtige Wundermittel! Die sorgen für einen echten Feuchtigkeits-Boost und sind noch dazu für alle Hauttypen geeignet. Manche verwenden sie aber nicht nur zur Pflege, sondern auch zum Entfernen von Make-Up! Einfach ein paar Tropfen Gesichtsöl mit den Fingern in die Haut einmassieren, bis sich das Make-Up löst und dann mit einem nassen Waschlappen abnehmen. Dazu sollte dieser in heiße Wasser getaucht werden, damit der Dampf das Öl und den Schmutz aus den Poren löst. Allerdings funktioniert diese Methode nicht für jeden Hauttyp, aber ausprobieren lohnt sich auf alle Fälle. Was allerdings fast jeder Haut gut tut, sind ein paar Tropfen Gesichtsöl, die man entweder zur gewohnten Feuchtigkeitscreme dazumischt oder pur als Serum verwendet.

Speziell für sensible oder trockene Haut können Gesichtsöle richtige Wunder bewirken. Sie schleusen die Feuchtigkeit in die Haut ein und haben dadurch einen Anti-Aging-Effekt. Eure Feuchtigkeitscreme besteht zu einem Teil aus Ölen – warum nicht also gleich pur auf die Haut auftragen? Allerdings empfehlt es sich, die Gesichtsöle nur am Abend zu verwenden. Besonders, wenn ihr ätherische Öle dazumischt, denn die vertragen sich nicht sehr gut mit der Sonne. Außerdem hält euer Make-Up besser, wenn ihr nur wenig oder gar kein Gesichtsöl verwendet. Falls ihr aber zu extrem trockener Haut neigt, könnt ihr sogar ein paar Tropfen unter die Foundation mischen. Am besten probiert ihr es einfach mal aus! Die Öle können übrigens auch ab und zu für die Haare verwendet werden – das gibt der Mähne den extra Feuchtigkeitskick! Wir haben für euch die Do-it-yourself-Anleitung zur Herstellung eures eigenen, auf euch individuell abgestimmten Gesichtsöls parrat. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Was du dazu brauchst:

Am besten besorgst du dir ein paar Apothekerfläschchen mit Braunglas und Pinpette. Die bekommst du – wie der Name schon sagt – in der Apotheke oder auch im Reformhaus. Ein Mini-Trichter wäre außerdem auch ganz hilfreich. Danach geht's an's Öle-shoppen: Am besten du kaufst dir für den Einstieg einmal 2 bis 3 verschiedene Öle, die auf deinen Hauttyp abgestimmt sind. Allerdings gibt es auch welche, die für alle Hauttypen passen z.B. Mandelöl oder Jojobaöl. Mit der Zeit wirst du wahrscheinlich mehr Öle ausprobieren wollen, lernst deine Haut und die Wirkung der Öle besser kennen und in deinem Badezimmerschrank wird's immer enger. Kleiner Tipp: Wenn du deine Freundinnen erst einmal mit den Gesichtsölen angefixt hast, werden sie dich immer wieder nach Nachschub fragen. Am besten, ihr kauft euch gleich ein paar größere Flaschen zusammen, das kommt günstiger. Achtet aber immer auf die Qualität der Öle: kaltgepresstes, naturreines Öl ohne Zusatzstoffe ist am besten.

DIY-Anleitung für Gesichtsöle

Diese Anleitung ist die einfachste der Welt: Ihr mischt eure Öle einfach in das kleine Apothekerfläschchen und euer Öl ist fertig für die Anwendung. Am leichtesten fällt das Zusammenmischen mit einem Trichter. Zu welchen Teilen ihr die Öle zusammenmixt, ist euch ganz selbst überlassen. Ich verwende gerne 3 verschiedene Öle zu gleichen Teilen und gebe dann ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu. Da die Wirkung der ätherischen Öle ziemlich stark ist, sollten sie nur sehr sparsam eingesetzt werden. Niemals sollte man ätherische Öle direkt auf die Haut geben. Teebaumöl eignet sich z.B. besonders gut für unreine Haut, Zitronenöl wirkt aufhellend und wirkt deshalb besonders gut bei Akne-Narben. Positiver Nebeneffekt: Das ätherische Öl verleiht eurem Gesichtsöl einen besonderen Duft. Allerdings sollte es dann nur über Nacht angewendet werden.

Wie wirken die verschiedenen Öle?

  • Mandelöl: Ein Allrounder: Es hat einen sehr hohen Ölsäureanteil und hat deshalb einen positiven Effekt auf die Haut. Es ist sehr gut verträglich und eignet sich für alle Hauttypen.
  • Jojobaöl: Dieses Öl hat die gleiche Konsistenz und Eigenschaft wie das hauteigene Sebum. Aus diesem Grund wird es von der Haut besonders gut aufgenommen. Es wird fälschlicherweise zu den Ölen gezählt, eigentlich handelt es sich bei Jojobaöl um eine Wachsform.
  • Arganöl: Das Wunder aus Marokko! Es eignet sich sehr gut für die trockene Haut und ist reich an Antioxidantien, unersetzlichen Fettsäuren (Omega-6-Säuren), Carotinoiden, Ferulasäure und Vitamin E.
  • Hanföl: Eine Omega-3-Bombe! Hanföl ist aber auch reich an Mineralstoffen und wirkt sehr pflegend und beruhigend auf die Haut.
  • Sanddorn-Fruchtfleischöl: Das edle, orangefarbene Öl aus der Sanddornbeere ist der Star unter den Gesichtsölen und ist dementsprechend teuer. Es enthält einen hohen Prozentsatz an Vitamin E und Provitamin A, die freie Radikale abwehren. Da es stark regenerierend wirkt, eignet es sich auch sehr gut zur Narbenbehandlung, beispielsweise bei Akne.
  • Aprikosenöl: Es gilt als hautfestigend und eignet sich auch besonders gut für die Nassrasur! Aprikosenöl hat einen Gehalt von über 25% Linolsäure und nährt deshalb die Haut wie nur wenige andere Pflegemittel.
  • Avocadoöl: Es wird von der Haut sehr gut aufgenommen, zieht schnell ein und verbessert aufgrund der enthaltenen Vitamine A und E sowie der ungesättigten Fettsäuren das Hautbild. Außerdem hat es einen Ant-Aging-Effekt.