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Gesunde Füße trotz High Heels: Worauf du beim Tragen hoher Schuhe unbedingt achten solltest

Du trägst gerne High Heels, machst dir aber Sorgen um die Gesundheit deiner Füße? Mit diesen Tipps beugst du schmerzenden Füßen und Fehlstellungen vor.

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Gesunde Füße trotz High Heels: Worauf du beim Tragen hoher Schuhe unbedingt achten solltest
© iStock

High Heels sehen zwar super aus, sind aber auf Dauer nicht gerade förderlich für gesunde Füße. Unsere Füße bilden das Fundament unseres Körpers und tragen uns Tag für Tag durchs Leben – und das bei voller Belastung. Wenn sie das auch noch auf hohen Absätzen meistern, verdienen sie umso mehr Pflege und Zuwendung als sonst. Deshalb wäre es für all jene, die regelmäßig hohe Absätze über einen längeren Zeitraum tragen, besonders ratsam, ihre Füße auf natürliche Weise bestmöglich zu unterstützen und zu entlasten.

Wie das gehen soll? Es gibt einige Aspekte die, wenn man sie beachtet, das Tragen von Heels ermöglichen, ohne dabei gleich von Blasen und andere unangenehme Begleiterscheinungen gequält zu werden.

Mögliche Gründe für schmerzende Füße

High Heels verursachen vor allem beim längeren Tragen Beschwerden:

Blasen & Rötungen

Besonders häufige Begleiterscheinungen beim Tragen von High Heels sind Rötungen und Blasen. Sie zählen zwar zu den harmlosesten, aber akuten Folgen. Sie entstehen in der Regel durch Druckstellen aufgrund eines zu engen Schuhs. Blasen sind zwar nicht gefährlich, können aber sehr schmerzhaft sein und bei falscher Pflege können unschöne Narben bleiben.

Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich

Das Tragen von High Heels verändert die Gewichtsverteilung und rückt so das Becken etwas weiter nach vorne. Dadurch kommt es zum berühmten Hohlkreuz, weil der Rücken versucht dieses Ungleichgewicht auszugleichen. Diese unnatürliche Haltung können Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich zur Folge haben.

Krampfadern

Krampfadern können nicht nur aus ästhetischen Gründen störend sein, sie werden in manchen Fällen auch von unangenehmen Schmerzen begleitet. Hohe Absätze schränken die Beweglichkeit des Sprunggelenks ein, was wiederum in den Venen zu vermehrtem Druck auf die Venenwände führt. Dies wiederum kann Durchblutungsstörungen oder Krampfadern verursachen.

Verkürzte Wadenmuskulatur

Hohe Hacken verlängern das Bein – zumindest optisch. Durch die Gewichtsverlagerung auf die Fußballen wird der Wadenmuskel nicht ganz gestreckt. Im Laufe der Jahre bildet sich der Muskel immer mehr zurück und auf lange Sicht gesehen verkürzt er sich.

Fußfehlstellungen

High Heels begünstigen durch die falsche Gewichtsverteilung die Entstehung von Fußfehlstellungen wie beispielsweise Hallux Valgus, Instabilität des Sprunggelenks, Knick-Senk-Fuß oder auch den Platt- oder Hohlfuß. Erste Anzeichen beginnender Fußprobleme können vor allem müde, schwere Beine, ein Abknicken der Füße oder ein ungleicher Gang, sein.

Mehr Komfort in High Heels

Keine Panik Ladys, die Heels müssen auf keinen Fall gleich in die Tonne – im Gegenteil. Ein paar Tipps helfen schon für eine Verbesserung des Tragekomforts und die Linderung der ersten Anzeichen.

Spezielle Einlagen tragen

Eine besonders schonende und diskrete Entlastung sind zum Beispiel orthopädische, maßgefertigte Schuheinlagen. Sie sind in erster Linie Hilfsmittel, die zur Behandlung verschiedenster Fußleiden dienen. Beim Tragen von High Heels helfen sie dabei den Fuß zu entlasten und entsprechend zu unterstützen. Sie werden je nach Bedürfnis für dich individuell angefertigt. Durch diese individuelle Fußbettung sorgen sie für eine erstklassige Stütz- und Polsterfunktion. Damit sie auch ihre volle Wirkung entwickeln können, müssen sie vor dem Tragen noch angepasst werden. Nur so kann der gezielte Einsatz sich positiv auf die Funktion der Muskulatur, das Gangbild und natürlich eine gesunde Körperhaltung auswirken.

Es gibt alternativ dazu bereits fertige Schuheinlagen, die man quasi ‚von der Stange‘ entweder im Fachhandel oder auch in ausgewählten Drogeriemärkten kaufen kann. Mit maßgefertigten Einlagen vom Orthopädieschuhtechniker können diese Einlagen allerdings in puncto Qualität logischerweise nicht mithalten.

Gezielte Kräftigungübungen

Um eine Verkürzung der Wadenmuskulatur zu verhindern, sollte diese regelmäßig trainiert werden. Bereits 10 Minuten täglich sind völlig ausreichend. Dafür stellst du dich eine halbe Minute auf die Zehenspitzen und setzt die Füße dann wieder ab. Diese Übung wiederholst du täglich 10 Mal und wirst schon baldige Erfolge verspüren.

Die Wahl der Absätze

Müssen es unbedingt immer High Heels sein? Wenn’s mal passt, solltest du auf Keilabsätze zurückgreifen. Sie verteilen das Körpergewicht gleichmäßiger und sind auf Dauer nicht ganz so schädlich wie Stöckelschuhe.

So bleiben deine Füße dauerhaft gesund

Zur Beruhigung: gelegentliches Tragen führt auch nicht gleich zu eklatanten Beschwerden! Für alle, die auch im Alltag nur schwer auf ihre geliebten High Heels verzichten können, ist es ratsam die Füße entsprechend darauf vorzubereiten und sie bestmöglich zu unterstützen. Wenn du dich für orthopädische Schuheinlagen entscheidest, sollten sie unbedingt auf jenes Paar Heels angepasst werden, welches du am liebsten trägst. Beim Maßnehmen also unbedingt die Schuhe mitnehmen! Außerdem solltest du die Einlagen regelmäßig tragen, denn nur so können sich deine Füße an die neuen Gegebenheiten gewöhnen und auch entsprechend anpassen.

Während der Anfangszeit solltest du deine Füße gut im Auge behalten, es kann möglicherweise zu Druckstellen oder Abreibungen kommen – auch bei Maßanfertigungen. Sollte dies der Fall sein, lassen sich die Einlagen korrigieren und erneut anpassen. Ergänzend dazu sind regelmäßige und kräftigende Übungen für die Wadenmuskulatur sowie Dehnungsübungen für die Achillessehne empfehlenswert. Die Muskeln werden dadurch gestärkt und können dem Druck länger standhalten. Tägliches Eincremen, regelmäßiges Kneippen und entspannende Fußbäder (ein- bis zweimal die Woche) sorgen nochmal für den Extra-Erholungsfaktor.

Thema: Schuhe

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