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Mit diesem Altersunterschied hält die Liebe am ehesten

Wie groß ist zu groß? Liebe macht blind, sagt man. Die Wissenschaft meint: Die Alterslücke zwischen Partnern bestimmt die Langlebigkeit der Beziehung.

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Mit diesem Altersunterschied hält die Liebe am ehesten

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Gattin Brigitte Trogneux

© Reuters

Das Herz will, was das Herz will. Alter ist nur eine Zahl. Die Liebe ist blind.

Stimmt! Und trotzdem: Auch 2017 heben wir angesichts eines Paares mit extremen Altersunterschied noch die Augenbrauen. Ist das wirklich Liebe? Oder spielen andere Interessen eine Rolle? Nehmen wir etwa die Beziehung des neugewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron (39) und seiner Gattin Brigitte Trongneux (64). Ein Gap von 25 Jahren – ein medial genüsslich seziertes Thema.

"Man würde sich nicht so das Maul zerreißen, wenn ich älter wäre – und meine Frau die Jüngere," echauffierte sich Macron über die Besessenheit der Klatschmedien. "Nur weil meine Frau älter als ich ist, meinen viele Menschen, dass unsere Beziehung unmöglich halten kann."

Dieser Altersunterschied ist (laut Wissenschaftlern) ideal für die Haltbarkeit einer Beziehung

Natürlich gibt es Ausnahmen. Dennoch, so hat es die Forschung nachgewiesen, enden Beziehungen mit großen Altersunterschieden zwischen den Partnern in den meisten Fällen schlecht. Je größer die Differenz, so eine Untersuchung der Emory Universität in Kanada, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Trennung.

Die Forscher analysierten die Daten von 3.000 Menschen und fanden heraus: Für Paare, deren Altersunterschied fünf Jahre beträgt, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Trennung um 18 Prozent höher als bei Partnern, die gleich alt sind. Bei einer Alterslücke von zehn Jahren steigt diese Zahl auf 39 Prozent, bei einer Differenz von 20 Jahren auf - autsch! – 95 Prozent.

Hugo Mialon, der Studienleiter: "Die höchste Wahrscheinlichkeit, dass eine Beziehung Bestand hat, haben Paare, deren Alter gerade mal ein Jahr auseinander liegt. Hier liegt das Trennungsrisiko bei nur drei Prozent."

Pfah! Da sind wir gerne die Ausnahme, die die Regel bestätigt.