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Entkrampft! 10 Tipps gegen Regelschmerzen

Es krampft, es zieht, du würdest am liebsten im Bett bleiben: Regelschmerzen beeinträchtigen einmal pro Monat dein Leben. 10 Tipps, die bei Regelschmerzen helfen.

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Entkrampft! 10 Tipps gegen Regelschmerzen
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Noch vor ein paar Jahren hatte ich keine Regelbeschwerden. PMS? Ging an mir unmerkbar vorüber? Ziehen, Krämpfe? Kannte ich nicht. Doch das hat sich gedreht. Alle fünf Jahre verändert sich der Hormonspiegel der Frau – und bei mir hat das offenbar zu einer Verschlimmerung der Beschwerden geführt.

Seitdem würde ich am liebsten einmal pro Monat auf Tauchstation gehen. Mich auf dem Bett zusammenkrampfen und hoffen, dass diese Krämpfe endlich aufhören.

Warum hat man überhaupt Regelschmerzen?

Warum hat es die Natur so eingerichtet, dass wir Frauen jeden Monat Schmerzen haben? Nun: Während des Zyklus wird Gebärmutterschleimhaut aufgebaut. Nistet sich keine befruchtete Eizelle ein, wird die Gebärmutterschleimhaut am Ende abgestoßen. Vor allem das weibliche Geschlechtshormon Östrogen reguliert die Freisetzung des Gewebehormons Prostaglandin, das auch verantwortlich für Entzündungen, Schmerzen und die Blutgerinnung ist. Durch die Wirkung des Prostaglandins wird die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur verstärkt und verlängert. Das wieder führt bei vielen Frauen zu den typischen Regelschmerzen.

Großartig. Es gibt also kein Entrinnen. Aber - und das ist die gute Nachricht – es gibt zumindest die Möglichkeit, die Regelschmerzen zu lindern.

Das hilft gegen Regelschmerzen

1

SPORT GEGEN UNTERLEIBSSCHMERZEN. Durch die Muskelkontraktionen kommt es zu einer schlechteren Durchblutung der Gebärmutter – was wieder zu Schmerzen führt. Sport löst diese Verkrampfungen und regt die Durchblutung des Beckens an. Da du dich während deiner Tage meist aufgebläht fühlst und die Brüste schmerzen, sind sanfte Sportarten wie Radfahren oder Yoga in dieser Zeit besser geeignet. Vor allem durch Yoga werden die Regelschmerzen gelöst – wie, erfährst du in diesem Video.

2

KALZIUMREICHE ERNÄHRUNG GEGEN MENSTRUATIONSBESCHWERDEN. Gerade wenn du unter Krämpfen und Ziehen im Bauch leidest, solltest du bei deiner Ernährung ein paar Dinge beachten: Viele Frauen berichten, dass der Verzicht auf koffeinhaltige Getränke wie Cola, schwarzen Tee oder eben Kaffee hilft. Auch das Weglassen von Milchprodukten wird von manchen in dieser Phase als erleichternd empfunden. Ärzte raten bei regelmäßigen Menstruationsbeschwerden zu einer magnesium- und kalziumreichen Kost: Nüsse, Weizenkeime, getrocknete Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, weiße Bohnen, Spinat, Hartkäse und Vollmilch sollten häufig auf dem Speiseplan stehen. Wenn du unter Blähungen leidest, kann ein Reistag oder ballaststoffreiche Ernährung helfen.

3

WÄRME WIRKT KRAMPFLÖSEND. Ein warmes Bad, eine Wärmeflasche, ein Kirschkernkissen – egal, für welche Methode du dich entscheidest: Die Wärme hilft gegen die Krämpfe im Magen und sorgt für zumindest zwischenzeitliche Linderung.

4

ÄTHERISCHE ÖLE ZUR ENTSPANNUNG WÄHREND DER REGEL. Für Bauchmassagen eignen sich ätherische Öle wie Kamille, Fenchel, Majoran oder Wacholder. Einige Tropfen davon in ein neutrales Massageöl träufeln und dann mit nur wenig Druck sanft im Uhrzeigersinn vom Bauchnabel ausgehend in kreisenden Bewegungen auftragen.

5

KRAMPFLÖSENDER TEE BEI MENSTRUATIONSBESCHWERDEN. Stimmungsschwankungen? Dann hilft Johanniskrauttee. Aber auch die Krämpfe in der Gebärmutter lassen sich mit einem warmen Tee ein wenig lindern. Gut sind hier Fencheltee (der auch gegen Blähungen hilft), Kamille, Schafgarbe oder Melisse.

6

MASSAGEN GEGEN DIE ANSPANNUNG. Durch die Krämpfe im Unterleib verspannt sich oft auch der gesamte Rücken. Denn um dem Schmerz auszuweichen, krampfst du automatisch auch die Schultern zusammen, die Muskulatur entlang der Wirbelsäule versteift sich. Eine klassische Rückenmassage kann hier Wunder wirken – zumal sie auch die Durchblutung im Unterleib fördert.

7

DIE PILLE BEI REGELSCHMERZEN. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder der Vaginalring helfen, die Hormone im Körper zu regulieren. Viele Frauen berichten, dass nicht nur der Zyklus regelmäßiger wird, sondern auch die Schmerzen wegfallen. Andere Frauen hingegen empfinden die Regel seit der Einnahme der Pille als wesentlich schmerzhafter. In solchen Fällen sollte ein anderes Präparat ausprobiert werden: Kontrazeptiva mit dem Hormon Chlormadinonacetat (CMA) sollen die Bildung der Prostaglandine zum Beispiel besonders gut verhindern. Sprich in diesem Fall bitte ausführlich mit deinem Gynäkologen.

8

MEDITATION UND ANTI-STRESS-TREATMENTS. Frauen, die generell unter Stress stehen, klagen oft auch über ein erhöhtes Schmerzempfinden während ihrer Periode. Deshalb raten Ärzte bei wiederkehrenden Beschwerden zu Anti-Stress-Programmen. Viele Krankenkassen und Volkshochschulen bieten dazu Kurse an. Auch Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung sind Techniken, die man zur Stressbewältigung erlernen kann.

9

VERZICHT AUF NIKOTIN UND ALKOHOL. Nikotin verringert die Durchblutung des Gewebes - und ist damit sogar ein echter Schmerztreiber. Raucherinnen leiden deshalb öfter unter starken Regelschmerzen als Nichtraucherinnen. Und auch Alkohol sollte bei Regelbeschwerden gemieden werden.

10

AKUPRESSUR BEI REGELSCHMERZEN. So geht es: Mit Daumen oder Zeigefinger auf die Stellen pressen, die sich an den Unterschenkel-Innenseiten etwa eine Hand breit unterhalb des Knies befinden. Mehrmals täglich für circa fünf Minuten stimulieren, um die Regelschmerzen zu bekämpfen.

ACHTUNG: Wenn du unter extremen Regelschmerzen und sehr starker Blutung leidest, dann such' bitte unbedingt deinen Frauenarzt auf. In manchen Fällen stecken Erkrankungen wie zum Beispiel Endometriose (Wucherungen der Gebärmutter-Schleimhaut) dahinter!