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Barbara Stöckl: Die TV- und Radiomoderatorin im Portrait

Barbara Stöckl ist so gut wie jedem von uns aus Rundfunk und Fernsehen bekannt. Bei ihren einfühlsamen Talkformaten hat sie schon unzählige Promis vor das Mikrofon bzw. die Kamera geholt. Erfahre hier alles über die ORF-Journalistin und -Moderatorin, die man am besten als Powerfrau bezeichnen kann.

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Barbara Stöckl
© ORF/Günther Pichlkostner

Die echte Wienerin Barbara Stöckl, die als drittes von fünf Kindern geboren wurde, hat viele Talente und Leidenschaften. Eines davon ist der Sport und so ist es nicht verwunderlich, dass Barbara ein Sportrealgymnasium besuchte. Zum Fernsehen fühlte sie sich auch damals bereits hingezogen, denn sie war ein großer Fan von Dieter Seefranz, der Sportreporter & Moderator war, aber auch den Club 2 präsentiert hat.

Barbara erinnert sich: "Diese Bandbreite hat mir immer imponiert und mein Berufswunsch Sportreporterin zu sein, manifestierte sich. In gewisser Weise darf ich diese Vielfältigkeit auch heute für mich in Anspruch nehmen und auf vielen Gebieten informiert und tätig zu sein, denn meine Gäste kommen aus den verschiedensten Lebenswelten."

Steckbrief: Barbara Stöckl

  • Name: Barbara Stöckl
  • Geboren am: 02. April 1963
  • Wohnort: Wien
  • Ausbildung: Studium der Technischen Mathematik, Technische Universität Wien
  • Beruf: TV- und Radio-Moderatorin, Journalistin, Autorin
  • Familienstand: liiert
  • Sternzeichen: Widder

Anfänge ihrer Karriere

Barbara bemerkte auch eine weitere Leidenschaft für die sie sich begeistern konnte: Mathematik. Was lag da näher, als gleich nach der Matura mit dem Studium der technischen Mathematik an der Technischen Universität Wien zu beginnen. Aber das war der aufstrebenden jungen Studentin nicht genug, denn neben dem Studium fand sie genügend Zeit als Redaktionsassistentin bei der Jugendsendung "Okay" zu arbeiten und so in das Medium "Fernsehen" hineinzuschnuppern.

Barbara Stöckl: Ihr Durchbruch

1985 startete Barbara Stöckl ihre Karriere als Moderatorin und war ab sofort nicht mehr ausschließlich hinter der Kamera zu finden, sondern nahm die Dinge lieber gleich selbst in die Hand. Und dann folgte es Schlag auf Schlag. Und zwar mit den Sendungen "X-Large", "Herz ist Trumpf", "Live am Samstag" und diversen anderen Formaten. Schließlich wurde auch der ZDF auf die talentierte Moderatorin aufmerksam, wo sie dann für das 45-minütige Jugendmagazin "Doppelpunkt" und "Live" tätig war.

Kurzum – Barbara Stöckl konnte man sehr bald als erfolgreiche Powerfrau bezeichnen. Sie selbst hat mit dem Begriff Powerfrau nicht viel am Hut: "Ich kann mit diesem Ausdruck nicht viel anfangen. Ich bin eine Frau, manchmal mit und manchmal ohne Power." so Barbara.

Und sie ergänzt: "Auch Erfolg ist eine sehr relative Größe, weil es für mich immer um Balance geht bzw. was liegt auf der anderen Waagschale? Und - der Erfolg im Beruf hat immer auch einen Preis, den man jedoch nicht sofort sieht. Ich freue mich aber über meinen beruflichen Weg, ich hatte viele Chancen und hab was draus gemacht, ich lebe ein durchaus privilegiertes Leben. Und ich sag dafür jeden Tag: Danke, Danke, Danke. Ich habe Glück gehabt." Die Zeit in Deutschland sieht Barbara Stöckl als wertvolle Lehr- und Wanderjahre an, in denen sich auch Freundschaften entwickelt haben, die bis heute Bestand haben.

Help tv – ein Meilenstein

Nach Österreich zurückgekehrt, moderierte Barbara Stöckl von 1995 – 2008 die Sendung "help tv", in der ihre Einfühlsamkeit und Empathie bei der Hilfe in Notsituationen, Mut machen bei Hoffnungslosigkeit und dem dazugehörigen umfassenden Service so richtig zur Geltung kam. "Natürlich gab es auch Schwierigkeiten, zwischendurch mussten wir hart kämpfen, um zu bestehen. Und als 'help tv' dann eingestellt wurde, war gar nicht klar, ob und wie es weitergeht. Ohne Pius Strobl, der damals vermittelt hat, wären wir wohl auf der Strecke geblieben. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar! Aber – Steine oder Hürden, die gibt es immer im Leben, und man muss ständig im 'Training' sein, um drüber zu springen.“ so die Positivdenkerin Barbara Stöckl.

Der steile Weg nach oben

Barbara Stöckl ist sehr vielseitig und das beweist sie auch seit vielen Jahren. Mit ihrem Talent konnte sie bei vielen Fernsehformaten die Zuseher:innen begeistern. Etwa gab sie von 2000 bis 2002 den Kandidaten der "Millionenshow" die Chance viel Geld abzucashen. So nebenbei erwähnt war sie die einzig weibliche Präsentatorin dieser Sendung.

Auch Wissenschaft ist für die Moderatorin ein wichtiges Thema. So recherchierte sie im "Science Talk" für ORF III den Stellenwert Österreichs und seiner Wissenschaftler punkto Forschung, Technik und Entwicklung. TV-Formate wie "Licht ins Dunkel", "Lebensretter", "Glückskind", "Bei Stöckl", "Stöckl live", "Stöckl am Samstag“, „Die Umweltshow“, „Nachbar in Not“, und diverse Galas wie etwa „Wir sind Europa – Die Europa-Show“ oder "Top Spot" sind weitere Meilensteine in der Karriere von Barbara Stöckl, bei denen sie ihre unzähligen Facetten unter Beweis stellen kann und konnte:

»Wichtig ist für mich, dass Menschen Chancen bekommen. Dass diese Welt gerechter wird. Und dass ich dafür meinen Beitrag leiste.«

Auch für die Zukunft hat sich Barbara Stöckl einiges vorgenommen:

»Die Lebensphase, die vor mir liegt, ist sicher nicht ganz einfach: Eine Runde am Karussell, die nächste Generation fördern, weitergeben, loslassen. Aber ein bisschen geht es noch …«

Große Persönlichkeiten im Talk mit Barbara Stöckl

Seit dem 21. Februar 2013 lädt Barbara Stöckl bekannte Persönlichkeiten, die im aktuellen Blickpunkt stehen, im Nighttalk "Stöckl" zum Gespräch ein. So waren etwa im Mai die Feministin und Journalistin Alice Schwarzer, der Ex-Politiker Matthias Strolz, die Kabarettistin Marina Lacković und der Biobauer Hannes Hönegger zu Gast.

Barbara Stöckl - Gäste
(c) ORF/Günther Pichlkostner

In dieser wöchentlich stattfindenden Sendung legt die Moderatorin Wert darauf, die unterschiedlichsten Persönlichkeiten miteinander ins Gespräch zu bringen und sowohl deren Lebenswege und die aktuellen Themen zu einem interessanten Ganzen zusammen zu führen. Barbara Stöckl:

»Ich spreche beim Nighttalk gerne die großen Themen des Lebens an, wie etwa ‚Worum geht es im Leben?‘, ‚Was ist Glück?‘, ‚Was ist Liebe?‘, ‚Wie geht das alt werden?‘, ‚Woher kommen wir, wohin gehen wir“ usw.“«

Die Buchautorin Barbara Stöckl

Nicht nur das gesprochene Wort steht bei Barbara Stöckl im Vordergrund. Auch als Autorin hat sie sich einen Namen gemacht. Und zwar mit dem Werk "Was wirklich zählt", in dem sie versucht den Leser:innen dabei zu helfen, gegen Ängste anzukämpfen: Mit bewusstem Leben, Achtsamkeit, Genuss des Augenblickes, Freude, Empathie – kurzum mit der Kraft der positiven Gedanken.

Denn die brauchen wir in der heutigen Zeit immer öfter, denn schlechte Nachrichten und die dadurch resultierenden Ängste haben negative Auswirkungen auf das gesamte Leben. Barbara Stöckl ermutigt in ihrem Buch dazu, niemals die Hoffnung zu verlieren.

Auszeichnungen & Preise

Barbara Stöckl ist für Ihr Leistungen schon sehr oft ausgezeichnet worden. So konnte sie etwa dreimal die "Romy" für die beliebteste Talkmasterin, das "Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich", den Pressepreis 2006 der Ärztekammer für Wien, das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich" , und diverse Journalismuspreise einheimsen. Dazu Barbara:

»Manchmal schau ich drauf und freu mich, kurz, dann ist es wieder Dekoration.«

Barbara Stöckl ganz privat

Heute lebt Barbara Stöckl im Gartenhaus ihrer Kindheit: "Ich bin umgeben von Garten und Grün – ein kleines Paradies halt. Nicht groß aber wunderschön. Mein Mann ist Psychiater, und wir halten unser Privatleben sehr privat. Meine Familie, vier Geschwister & deren Familien, sind ein wichtiger Halt und Hafen in meinem Leben. Und – ich habe acht Nichten und Neffen und zwei Großneffen. Da ist immer was los bei uns! Auch heute haben Sport und Bewegung einen großen Stellenwert in meinem Leben. So gehe ich viel spazieren, manchmal Laufen und mache Pilates! Jorge Alvarez und meine Pilates-Lehrerin Irene sind wichtige Stützen in meinem Leben, seit vielen Jahren! Denn so bleibe ich fit."

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