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Diese Beauty-Behandlung solltest du nach der Corona-Impfung nicht machen!

Im Zusammenhang mit Hyaluron-Fillern kam es bereits bei einigen Frauen zu Impfreaktionen. Wir haben bei einer Fachärztin nachgefragt …

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Beauty-Eingriffe im Gesichtsbereich haben im vergangenen Jahr zugenommen. Auch in der Praxis von Dr. Daniela Rieder sind die Anfragen gestiegen. "Durch die Maskenpflicht ist die Augenpartie im Fokus und das Bedürfnis nach einem strahlenden Blick groß. Eine besonders hohe Nachfrage gibt es nach Lidkorrekturen. Aber auch Fettabsaugungen waren noch nie so gefragt wie jetzt. Das Hauptziel ist dabei für viele die ästhetische Körperformung, nicht die Gewichtsabnahme", erklärt die Fachärztin für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie.

Bei einem Treatment warnt die Expertin aber, es nicht direkt vor oder nach einer Covid-Impfung durchführen zu lassen: Dermafiller aus Hyaluronsäure. Laut der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) traten bei einer Studie bei drei von 15.184 TeilnehmerInnen, die mindestens eine Dosis des Moderna-Impfstoffes erhalten haben, Gesichtsschwellungen in Bereichen auf, die mit Hautfillern behandelt wurden. Die Reaktionen sind zwar sehr selten, aber auch Beauty-Chirurgin Daniela Rieder und ihre KollegInnen kennen die Problematik. Sie sagt ganz klar: "Personen, die einen Dermafiller erhalten haben, sollen deswegen nicht von der Impfung abgehalten werden und umgekehrt müssen geimpfte Personen nicht auf eine Behandlung mit einem Filler verzichten. Aber es wird aktuell empfohlen, Treatments mit Hyaluron frühestens ab sechs Wochen nach Erhalt einer Covid-Impfung oder spätestens zwei Wochen vor einer solchen durchführen zu lassen. Da sowohl Impfung, als auch die Behandlung geplant ist, können die Zeitabstände problemlos eingehalten werden."

Dr. Daniela Rieder ist Fachärztin für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie.

Impfen lassen und abwarten.

Was hat es mit den Schwellungen genau auf sich? Es handelt sich dabei um Ödeme, die als Folge einer Entzündungsreaktion auftreten können. "Behandlungen mit Hyaluronsäure sind grundsätzlich sehr sicher", so die Expertin. "Diese Art der Reaktion gab es auch schon nach Influenza-Impfungen." Die American Society for Dermatologic Surgery (ASDS) hat dazu bereits einen Leitfaden herausgebracht, der das potentielle Risiko und seine klinische Relevanz beschreibt. Rieder: "Im Falle einer auftrennenden Schwellung sollte man – natürlich in Rücksprache mit seinem Arzt – kühlen und ein abschwellendes und entzündungshemmendes Medikament einnehmen."

Auch bei Brustoperation mit Implantaten würde Rieder eher abwarten: "Bei operativen, geplanten Eingriffen, bei denen ein Fremdkörper verwendet wird, empfehle ich meinen Patientinnen auch einen zeitlichen Abstand einzuhalten. Botox hingegen sei ungefährlich, es wären hier bislang keine zusammenhängenden, beobachtete Reaktionen im Zusammenhang mit der Covid-Impfung aufgetreten."