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Hochzeitstorten-Guide: Die besten Tipps, schönsten Varianten und Alternativen

Die richtige Hochzeitstorte für den großen Tag zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. Die beliebtesten Varianten, worauf du achten solltest und mit welchen Kosten du rechnen kannst, erfährst du hier.

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Hochzeitstorten-Guide: Die besten Tipps, schönsten Varianten und Alternativen
© Elke Mayr

Es gibt einige Fragen, die man sich hinsichtlich Hochzeitstorte stellen muss. Die Auswahl ist riesengroß, was das Ganze nicht unbedingt einfacher macht.

Verzierung und Dekoration geben nicht nur den letzten Schliff, sondern zaubern auch eine ganz persönliche Note. Clean, klassisch oder pompös - die Torte soll auf jeden Fall zum Brautpaar und der Hochzeitsdeko an sich passen.

Katharina Bauer von der Zuckermeisterei sowie Katharina Wagner und Christian Constantin von Süßkunst sind Tortenexpert:innen und verraten uns hilfreiche Tipps.

Was versteht man unter einer "klassischen" Hochzeitstorte?

"Als 'klassische' Hochzeitstorten würde ich schlichte, mit Fondant eingedeckte, zwei- bis dreistöckige Torten bezeichnen", sagt Bauer. "Mit dezentem Blumenschmuck und ohne viel Schnickschnack."

Spezielle Mottos, besondere Themen oder Farbwelten sind Dinge, die sich einfach in die Torten-Deko einbringen lassen und somit einen roten Faden bilden.

Was sind beliebte Alternativen?

Laut Bauer erfreuen sich vor allem der "Naked Cake" oder "Semi Naked Cake" an großer Beliebtheit. Dabei wird die Hochzeitstorte mit Creme eingestrichen und nicht mit Fondant eingedeckt. Dieser Trend hält sich schon länger und ist eine tolle Alternative für all jene, die kein Fondant mögen, es nicht zu süß wollen, einen natürlicheren Look bevorzugen und ein bisschen sparen möchten.

Möchte man keinen klassischen Kuchen, empfiehlt sich auch eine Candy Bar, bestehend aus Cupcakes, Muffins und anderen kleinen Süßigkeiten.

Welche Formen und Größen gibt es?

Hochzeitstorten kommen in allen möglichen Formen und Größen daher: Rund und direkt aufeinander gestapelt, rund und die einzelnen Stöcke auf einer Tortentreppe präsentiert, rechteckig, quadratisch, sechseckig, hoch und schmal, niedrig und breit, ... Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Welche Möglichkeiten für die Hochzeitstorte hat man?

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: die Möglichkeiten sind endlos. Cake Art boomt – man kann sich auch für eine richtig verrückte Torte entscheiden. Es kommt also vielmehr darauf an, wo die persönlichen Präferenzen liegen.

"Wünscht man sich einen ganz staighten Look mit klaren Linien und scharfen Kanten, wird eine exakt eingedeckte Torte mit Fondant die beste Wahl sein", meint Bauer. "Möchte man eher eine verspielte Torte mit 'messy' Touch, wird es wohl eher ein Naked Cake, eventuell mit Struktur und Blumendekor. Will man eine Torte, die zu 100% essbar ist, dann würde ich Früchte statt Blüten als Dekor vorschlagen."

Jeder Stil, jede Optik und jede Technik hat seine Vor- und Nachteile, das Wichtigste ist, eine Hochzeitstorte zu backen, die auf die Wünsche des Paars abgestimmt ist.

Diese Hochzeitstorten sind besonderes beliebt

Sahnetorte: Die locker-luftigen Stücke kommen immer gut an. Hier gibt es unterschiedlichste Variationen der Füllung - Früchte, Schokolade oder mit Alkohol.

Buttercremetorte: Ein Klassiker! Möchte man eine mehrstöckige Torte mit verschiedenen Füllungen, ist diese Sorte ideal. Ob überzogen mit Fondant, geschmückt mit kreativen Verzierungen oder ganz simpel als Naked Cake - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Obsttorte: Bananen, Kiwis, Feigen oder Beeren - vor allem im Sommer sind die "etwas leichteren" Torten ein richtiger Genuss. Eine süße Idee ist zum Beispiel ein riesiger Schoko-Herzkuchen belegt mit vielen Erdbeeren.

Cupcake-Torte: Eine moderne Alternative zum traditionellen Kuchen. Die kleinen Küchlein in unterschiedlichen Geschmackrichtungen können dekorativ auf einer Etagere präsentiert werden.

Welche Torten-Deko für die Hochzeitstorte gibt es?

Frische Blüten, Früchte, Zuckerblumen, Blattgold oder Schleifen kommen sehr oft zum Einsatz. Sehr beliebt sind auch Cake Topper, oft als Brautpaar-Figur, die ganz oben auf der Torte steht. Besonders schön sind hier Symbole oder Objekte, die das Paar miteinander verbindet.

Was kosten Hochzeitstorten?

"Ohne das Handwerk könnte man keine Torte machen, aber ohne der Kunst würde es eben nur eine Torte bleiben", sagt Wagner. Bei einer Hochzeitstorte handelt es sich eben nicht nur um irgendeine Torte. Meistens stecken zwischen 15 und 75 Arbeitsstunden in den Kreationen. Man sollte sich darauf gefasst machen, für eine aufwändige Hochzeitstorte auch eine größere Summe auszugeben.

Je nach Aufwändigkeit des Dekors kann man zwischen 8,50 bis 13€ pro Portionsstück rechnen. Macht bei 100 Personen also 850 bis 1.300€. Plus Lieferung.

Rechtzeitig bestellen

Timing ist alles – und deshalb sollte man sich mit dem Thema Hochzeitstorte besser früh als spät beschäftigen. Vor allem zwischen Mai und September kann es zu Engpässen bei gefragten Konditoreien kommen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bestellt die Torte bereits 4 bis 6 Monate vor der Hochzeit. Die Anlieferung und der Aufbau vor Ort wird am besten gleich mitgebucht, damit dem Tortenanschnitt am großen Tag nichts im Wege steht.

Hierbei sollte man beachten, dass viele Cateringservices oder Konditoreien Tellergeld für das Bereitstellen der Gedecke verlangen. Dieses liegt üblicherweise zwischen 1,50 und 3,50€.

Der richtige Geschmack

Die Optik spielt gerade bei Hochzeitstorten eine wichtige Rolle, dennoch ist guter Geschmack Pflicht. Was nutzt die atemberaubendste Torte, wenn sie nicht schmeckt? Am besten macht sich das Brautpaar bei der Tortenmanufaktur des Vertrauens einen persönlichen Termin aus, um sich vor Ort durchzukosten sowie die geschmacklichen Kombinationen und Wünsche für die Torte zu besprechen.

Der persönliche Geschmack des Paares ist natürlich am wichtigsten. Vor allem bei mehreren Stöcken ist es möglich, verschiedene Sorten zu wählen.

"Besonders beliebt sind saftige Kuchen, locker-leichte Cremen mit fruchtigem Akzent", weiß Konditormeisterin und Pâtissière Wagner. "Bei aromatischen Nüssen, belgischer Schokolade und saisonal erlesenen Beeren rinnt einem automatisch das Wasser im Mund zusammen."

Welche Bräuche gibt es rund um die Hochzeitstorte?

"Der einzigen Brauch, den ich kenne, ist, dass man sich ein Stück einfrieren soll, um es dann ein Jahr später am 1. Hochzeitstag gemeinsam zu essen. Das soll Glück bringen", sagt Bauer. "Das finde ich an sich eine total süße Idee, würde ich nur nicht unbedingt genau so empfehlen. Schließlich darf man sich nicht erwarten, dass die Hochzeitstorte nach einem Jahr im Gefrierschrank immer noch gleich schmeckt, wenn sie aufgetaut wurde."

Sie empfiehlt ihren Paaren, die Torte als Mini-Version ein Jahr später einfach noch einmal zu bestellen. So können sie ihren Hochzeitstag mit einem Stück frisch gebackenem Kuchen feiern.

Wer schneidet sie typischerweise an?

"Den ersten Schnitt macht immer das Brautpaar, um sich anschließend damit zu füttern. Dabei gilt, wer die Hand oben hat, hat auch die Hosen in der Beziehung an!", lacht Bauer. "Der weitere Aufschnitt der Torte obliegt dann meistens geschultem Personal der Location."

Wann wird die Hochzeitstorte angeschnitten?

"Das 'Wann' ändert sich mittlerweile ein bisschen, wovon ich selbst ein Riesenfan bin!", so Bauer. "Viele Paare schneiden ihre Torte nämlich schon zur Agape an, also direkt nach der Trauung. Das finde ich wunderbar. Denn zu diesem Zeitpunkt können sie sich sicher sein, dass ihre Torte wertgeschätzt, zelebriert und, vor allem auch, gegessen wird."

Wird sie erst nach dem Essen serviert, sind die meisten Gäste schon vollgegessen, müde oder gar heimgegangen. "Da essen die meisten nur noch ein 'Anstandsstück' und der Rest bleibt übrig, was wahnsinnig traurig ist, wenn man bedenkt, wie viel Zeit, Geld, Aufwand und Herzblut in so einem Kunstwerk steckt."

Vor- und Nachteile

Vor- und Nachteile gibt es bei allen Torten – da kommt es immer auf die Präferenzen des jeweiligen Paares an.

Eingedeckte Hochzeitstorte

Pro: Es sind exakte Designs möglich, sie ist ganz weiß, sehr schlicht, clean, dezent und passt mit jeder Dekoration zusammen. Außerdem ist sie stabil, hält länger bei warmen Temperaturen und man hat viele Möglichkeiten mit Stencils, Mustern, Farben und Co.

Kontra: Viele Menschen mögen Fondant gar nicht. Die Torte wird süßer, teurer, bei falscher Lagerung wird das Fondant schmierig oder schwitzt. Oft wird die Schicht viel zu dick gemacht.

(Semi) Naked Cake

Pro: Er ist günstiger, natürlicher und harmoniert mit jeder Dekoration.

Kontra: Er sollte nicht lange der Sonne ausgesetzt werden.

Frische Blumen als Dekor

Pro: Sie sind günstig und passen zur restlichen Deko.

Kontra: Man muss die Blüten vor dem Essen vom Kuchenstück runternehmen.

Handgemachte Zuckerblumen als Dekor

Pro: Sie sind essbar und wunderschön, außerdem kann man die Farbe genau abstimmen.

Kontra: Sie sind wesentlich teurer, weil sie wahnsinnig aufwändig sind.

Früchte als Dekor

Pro: Die Torte ist komplett essbar – man muss sie nicht zerlegen, bevor sie aufgeschnitten und serviert wird.

Kontra: Die Farben der Früchte harmonieren eventuell nicht mit der restlichen Dekoration.

Achtung im Sommer

Sommerhochzeiten sind toll, aber was die Torte angeht, gibt es ein paar Dinge zu beachten: Er ist eine äußerst schlechte Jahreszeit für Sahne- oder Eistorten. Die warmen Temperaturen würden sie weich werden lassen oder gar schmelzen bringen.

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