Diese Frauen mischen die Beauty-Branche auf

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Violette Serrat lohnend auf einer Couch in grauem Blazer, weißem Shirt und rotem Lippenstift

Macht Minimalismus zum maximalen Statement: Make-up-Artistin Violette Serrat

©Instagram/violette_fr

Ob durch interessante Ideen, progressive Philosophien oder neue Entscheidungen – diese Unternehmerinnen zeigen, dass Mut und Individualität belohnt werden.

Violette Serrat

Sie machte den begehrten „French Chic“ in den USA populär. Die in Frankreich geborene Violette Serrat arbeitet als Make-up-Artist in New York und gilt spätestens seit dem Launch ihrer Marke Violette_FR, die vor allem für ihre mühelosen und praktischen Multi-Purpose-Produkte bekannt ist, als Pionierin für „Clean & Simple Beauty“.

EVOLUTION. Seit ihrem 19. Lebensjahr kreiert die 42-Jährige Looks für Magazine, Modehäuser und Kosmetikunternehmen. Nach einer Station als „Global Beauty Director“ bei Estée Lauder gründete sie 2021 ihre eigene Kosmetikmarke. Seit 2022 ist sie außerdem „Creative Director of Make-up“ bei Guerlain. Bekannt ist sie heute nicht nur für innovative Produkte und Ideen, sondern auch dafür, dass sie zeigen möchte, dass jede Person, unabhängig von allen Normen, auf ihre eigene Weise schön ist.

ERFOLGSGESCHICHTE. Das zeigt sich sowohl in Serrats Formulierungen (die Produkte sind total einfach in der Anwendung sowie clean, vegan, tierversuchsfrei und nachhaltig verpackt) als auch in ihrer Beauty-Philosophie. Besonders auf Instagram setzt sie sich dafür ein, dass wir unsere Imperfektionen sowie unsere natürliche Schönheit akzeptieren und feiern, ganz wie ihre französischen Kolleginnen eben. „Meiner Meinung nach benutzen wir Beauty-Produkte leider viel zu häufig, um uns selbst zu beschönigen und zu perfektionieren“, so Make-up-Artist Serrat gegenüber welt.de. Ihr Appell: „Ältere Frauen müssen sichtbarer werden! Models verlassen das Business, wenn sie Falten bekommen, und kommen vielleicht wieder, wenn sie komplett graue Haare haben. Dazwischen gibt es nichts. Und das werden wir ändern.“

Julie Schott

Wir sind uns sicher: Diese süßen Sticker haben Sie (wenn auch unbewusst) bestimmt schon einmal gesehen. Sei es im Vorbeilaufen auf der Straße, in einem Instagram-Post von Hailey und Justin Bieber oder am Laufsteg von Kiko Kostadinov (oben rechts). Was auf den ersten Blick wie eine kreative Gesichtsdekoration wirkt, hat allerdings einen Nutzen. Denn hinter den kleinen, auffälligen Sternchen verstecken sich die „Pimple Patches“ (also Aknepfl aster) der amerikanischen Brand Starface. Die Gründerin Julie Schott wirft damit bisherige Schönheitsnormen über Bord und rückt Unreinheiten in ein neues (positives) Licht.

EVOLUTION. Obwohl die 38-Jährige als ehemalige Beauty-Redakteurin Zugang zu den besten Dermatolog:innen sowie erstklassigen Beauty-Produkten hatte, blieb ihre Akne bestehen. Aus dieser Situation heraus hatte sie 2015 die Idee, Aknepflaster aus Hydrokolloid (einem hauptsächlich zur Wundversorgung eingesetzten Material) zu entwickeln. „Ich dachte, wenn ich die Pflaster niedlich gestalte, dann würde das vielleicht etwas von der Scham nehmen, die mit Akne verbunden ist“, erzählt sie gegenüber Into The Gloss.

ERFOLGSGESCHICHTE. Die Idee ging auf. Mit ihrer „Pimple-Positive“-Bewegung schaffte es die Beauty-Unternehmerin nicht nur, die negativen Gefühle rund um Unreinheiten zu reduzieren, sondern Akne sogar zu einem modischen Statement zu machen. Vergangenes Jahr lancierte Starface gemeinsam mit Heaven by Marc Jacobs tattooinspirierte Patches, und am Runway von Ashley Williams waren die süßen Stars erst kürzlich bei der Spring/Summer-26-Fashion-Week in London zu sehen.

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Sarah Hamizi

Als „Wohlfühloasen für Männer“ konzipiert, widmen sich Barbershops allem, was Männerpflege betrifft, vom Bartstyling über Nassrasur bis zur Haarentfernung. Frauen sind in solchen Shops (meist) ungebetene Gäste, denen der Zutritt vielerorts sogar komplett verweigert wird. Dass Sarah Hamizi zu den annerkanntesten Barbier:innen Frankreichs zählt, ist also verwunderlich. „Wie in vielen von Männern dominierten Berufen muss man sich durchsetzen und eine starke Persönlichkeit haben“, verrät sie im Interview mit Live Coiffure. „Manche Herren wollten sich nicht von einer Frau rasieren lassen. Ich musste geduldig sein, zuhören und meine Anstrengungen verdoppeln, um als Frau akzeptiert zu werden.“

EVOLUTION. Hamizis Passion für das Berufsfeld begann bereits im Kindesalter, als sie ihren Großvater bei der traditionellen Rasur mit einem Metallrasierer beobachtete. Diese präzisen und eleganten Bewegungen waren es, die in ihr eine Leidenschaft für den Barbierberuf weckten, erklärt sie auf ihrer Website labarbieredeparis.com. Als erste Barbierin Frankreichs eröffnete sie in den 2000ern einen Salon in Paris. Seitdem sind fünf weitere (darunter einer im Luxushotel „Royal Mansour Casablanca“) und die Pflegelinie „La Barbière de Paris“ hinzugekommen.

ERFOLGSGESCHICHTE. Vielleicht ist es gerade die Abwesenheit von vielen männlich gelesenen Barber-Attributen, die Hamizi und ihre Salons so beliebt macht. Für ihre Arbeit lässt sie sich nämlich gerne von klassisch weiblichen Behandlungen inspirieren, etwa von Dampfbehandlungen, die entspannungsfördernd sind, Haarverlängerungen oder Make-up-Korrekturen. „Auf diese Ideen wäre ich nie gekommen, wenn ich keine Frau wäre“, so Hamizi im Gespräch mit Elle.

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