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Nie wieder schwitzen? Wir haben die miraDry-Methode getestet

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7 min
Frau im Badezimmer, die an ihrer Achsel riecht
©iStock
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Schweißfrei durch den Sommer – ohne Deo, ohne Achselpads, ohne Botox! Unsere Redakteurin hat ihrem Achselschweiß mit einer neuen Methode den Kampf angesagt.

Wenn eine Fee im Sommer herumfliegen und alle möglichen Menschen nach ihrem innigsten Wunsch fragen würde, dann würden die meisten wohl folgendes sagen: "Bitte! Ich will weniger schwitzen ..." Klar, viele andere hätten eher einen luxuriösen Sommerurlaub im Kopf, aber jene wissen eben nicht, wie es ist, wenn man schon nach dem ersten Schritt aus der Wohnungstür schweißgebadet ist. Die wissen nicht, wie es sich anfühlt, wenn man beim Kleiderkauf nur darauf achtet, Farben zu wählen, auf denen Schweißflecken nicht zu sehen sein werden. Und die wissen auch nicht, dass nichts schweißtreibender ist, als der Gedanke daran, dass man wieder unmöglich viel schwitzt.

Menschen, deren Schweißbildung auf Hochtouren arbeitet, haben mehrere Möglichkeiten, sich auf die sommerlichen Sturzbäche vorzubereiten: Die harmlosen Varianten umfassen Antitranspirante und Stoffpads zum Einkleben in die Kleidung. Wer ein bisschen mehr Mut – und Geld – hat, der kann sich die Schweißdrüsen in der Achsel auch mit Botox betäuben lassen. Diese Methode ist zwar nicht gerade angenehm, jedoch bleibt man bis zu einem halben Jahr schweißfrei.

Es gibt noch eine Lösung für das Problem. Erstaunlicherweise haben von der noch gar nicht so viele Menschen gehört – obwohl sie dauerhafte Erleichterung bringt. Und genau diese Methode – miraDry – habe ich bei Dr. Sabine Apfolterer, plastische Chirurgin, getestet.

Wie funktioniert miraDry?

Mithilfe von einem Laser und Wärmeenergie werden die Schweißdrüsen im Achselbereich bearbeitet. Die abgestorbenen Schweißdrüsen werden vom Körper abgebaut und nicht mehr nachgebildet. Das unterscheidet miraDry eben auch vom Botox, mit dem die Drüsen nur betäubt werden. Der Clou: Die Schweißbildung wird um 80 bis 82 Prozent reduziert – für immer! Für manche Menschen, die sowieso nicht so stark schwitzen, reicht sogar eine Behandlung, um die Schweißbildung ganz zu stoppen. Außerdem verschwindet auch der unangenehme Achselgeruch. Und als kleines Extra: Die meisten Achselhaare fallen aus und der Rest wächst viel langsamer nach.

Mit einem Preis von ungefähr 2.000 Euro ist miraDry sicher keine Behandlung, die man sich einfach so zwischendurch leisten kann. Jedoch sollte man sich vor Augen führen, dass die Ergebnisse das ganze Leben lang halten werden.

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Nach der Behandlung

Um die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten, wird die Achsel großflächig betäubt. Man spürt die Strahlen deshalb gar nicht. Erst danach wird es ein wenig unangenehmer: Die Achseln schwellen stark an und sollten einen Tag lang durchwegs gekühlt werden. Tipp: Zuhause Kühl-Akkus bunkern, damit man jederzeit neue auflegen kann! Laut Dr. Apfolterer sollte man sich nach der Behandlung nicht allzu viel vornehmen. Besser sei es, sich auszuruhen. Außerdem riet sie, im Notfall ein schmerzlinderndes Mittel zu nehmen. Und damit hatte sie absolut recht. Denn nur wenige Stunden danach begannen sich meine Achseln anzufühlen, als hätte ich mir einen starken Sonnenbrand eingefangen – kein schönes Gefühl!

Wenn man sich über miraDry informiert, stößt man häufig auf das Versprechen, es geben gar keine Ausfallzeit nach der Behandlung. Das stimmt meiner Meinung nach nicht ganz: Am nächsten Tag hatte ich zwar die Schmerzen dank Medikamenten in den Griff bekommen, aber nach einer durchwachsenen Nacht (musste zweimal aufstehen und die Kühlpads wechseln) war ich doch recht groggy. Erst am nächsten Tag war ich wieder so richtig auf der Höhe.

Heilungsprozess und Ergebnis

In der ersten Woche nach miraDry waren meine Achseln taub und geschwollen, jedoch verursachten sie keine Schmerzen mehr. Anfangs sonderten sie zwar noch einen recht merkwürdigen Geruch ab, doch auch das ist normal und hört schon nach wenigen Tagen auf. Der stärkste Fokus galt aber natürlich dem Schweiß selbst: Wie stark schwitze ich noch? Sehr, sehr wenig! Tatsächlich bildet sich bei mir an heißen Tagen oder beim Trainieren ein leichter Feuchtigkeitsfilm auf der Achsel. Es bildet sich aber weder ein Rinnsal, noch sichtbare Flecken auf der Kleidung. Dass ich mein ganzes Leben lang nur noch einen Hauch von Achselschweiß spüren werde – das ist echt unglaublich.

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich sofort wieder die Behandlung durchführen lassen – aber diesmal im Winter! Denn wegen der Schwellung und einem Bluterguss, der vom Einspritzen des Lokalanästhetikum kam, hatte ich ein, zwei Wochen lang nicht so wirklich Lust, ärmellose Kleidung zu tragen. Zum Glück hatte ich mir keinen Urlaub am See ausgemacht, denn auch das Schwimmen stelle ich mir schwer vor, wenn man zwei empfindliche Gummireifen – so fühlt sich die Schwellung nämlich an – unter den Armen rumträgt. Ich weiß, dass man im Winter und Herbst nicht mehr so wirklich übers Schwitzen nachdenkt, aber trotzdem ist es die bessere Zeit für miraDry.

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