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Woran du erkennst, dass deine Beziehung vergiftet ist!

Jede Liebe hat ihre Durchhänger, ihre schlechten Momente. Aber manche Anzeichen verraten dir, dass dir diese Beziehung langfristig nicht gut tun wird.

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Woran du erkennst, dass deine Beziehung vergiftet ist!
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Michaela fühlt sich nicht mehr wohl. Sie weint jetzt öfter, sie ist verunsichert, sie zweifelt an ihrem Partner, viel schlimmer aber: An sich selbst. Ihre Beziehung gleicht einer Achterbahnfahrt. Auf zwei gute Tage voller Liebe und Freude folgt mit fast schon hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit ein schlechter, mal besteht die gesamte Woche nur aus Streit und Verletzungen. Aber die Versöhnung ...

Man schwört einander die Liebe, man gibt sich einsichtig, man verspricht Besserung oder Änderung ... aber das Gift ist bereits in den Beziehungskreislauf eingedrungen. Deine Liebe ist toxisch.

Was versteht man unter einer "toxischen Beziehung"?

Egal, um es um eine romantische Beziehung oder jene zu Freunden und Kollegen geht: Sobald diese Partnerschaft dein Wohlbefinden dauerhaft angreift, ist sie "toxisch". Das kann körperlich spürbar sein (du bekommst Magen- und Kopfschmerzen, fühlst dich immer öfter schwach und unwohl) oder dich psychisch angreifen. Dies geschieht meist so subtil, dass es dir zunächst nicht auffällt – oder du die Symptome immer wieder unterdrückst.

Woran erkenne ich, dass meine Beziehung bereits zu vergiftet ist?

An einer Beziehung festzuhalten, die dir nicht gut tut, ist Unsinn. An diesen Anzeichen erkennst du, dass die Liebe nachhaltig vergiftet ist – und ein Festhalten keinen Sinn mehr macht.

#1: Veränderungen sind tabu

Menschen verändern sich, sie entwickeln sich weiter. Sie entdecken neue Interessen, lernen andere Menschen kennen, wollen sich beruflich neuen Herausforderungen stellen. Wenn dein Partner auf jede kleine Veränderung allergisch reagiert und sie boykottiert oder verdirbt, dann hat er zwar möglicherweise einfach nur Angst, dass du dich von ihm entfernst. Doch eine stabile Beziehung sollte Veränderungen und persönliche Weiterentwicklung nicht fürchten oder nur die negativen Aspekte daran sehen. Sondern als herausfordernder, aber wichtiger Teil des Lebens betrachtet werden, bei dem man seinen Partner unterstützt.

#2: Schuld bist immer nur du

Jede Beziehung erlebt Streit und Konflikte. Das ist normal. In toxischen Beziehungen bekommt aber immer nur eine Person den "Schwarzen Peter" zugeschoben. Sie ist alleinverantwortlich für das Beziehungsglück oder - unglück. Wenn dem so ist, dann stimmt etwas nicht. Aber nicht mit dir, sondern mit der Beziehung.

#3: Deine Energiequellen werden abgezogen

Was macht dich glücklich, was sind deine Vitalquellen, aus denen du schöpfen kannst? Wenn du den Eindruck hast, dass dir all jene Menschen, Hobbys und Sachen, die dir Kraft geben, durch deinen Partner vermiest werden, er deine Freunde schlechtredet, missbilligt oder versucht, dich mit allen Mitteln davon abzuhalten oder abzuschirmen, dann befindest du dich in einer vergifteten Beziehung.

#4: Du bist nicht mehr du selbst

Du gibst nur mehr die Antworten, die deinem Partner gefallen. Du äußerst keine Wünsche mehr, du sagst nicht mehr, wenn dir etwas gegen den Strich geht - einfach nur, damit dein Partner bei Laune bleibt und es nicht schon wieder Streit gibt. Oder du passt dich in Sachen Kleidung und Hobbys nur mehr den Vorstellung deines Freundes an. Mit einem Wort: Du bist nicht mehr du selbst.

#5: Es gibt niemals Streit

Es klingt wie ein paradiesischer Zustand – ist aber pures Gift. Zu einer Beziehung gehören auch Auseinandersetzungen. Sie dienen der Abgrenzung und können (wenn man sie konstruktiv austrägt) eine Beziehung sogar nachhaltig stärken und verbessern. Wird jedoch nie gestritten, dann handelt es sich nicht um pure Harmonie, sondern dann werden Konflikte unter den Teppich gekehrt. Das hilft zwar im Moment. Aber langfristig werden sie hervorbrechen – und führen dann zu einem für alle überraschenden plötzlichen Liebes-Aus.

#6: Alles ist Drama

Auch das Gegenteil ist toxisch. Wenn in deiner Beziehung ALLES zu Streit führt, jede Mücke zum Elefanten wird, jedes Lüpfen der Augenbraue zum Zeichen für das Ende der Liebe interpretiert wird, dann schadet das eurer Liebe, weil das Vertrauen verloren geht.

#7: Du hältst dich an der Vergangenheit fest

Früher war alles wundervoll, heute ist es nur mehr schrecklich. Wenn du ständig das Gefühl hast, dass die Vergangenheit besser als die Gegenwart war und sich der Gedanke an eine gemeinsame Zukunft nicht wirklich richtig für dich anfühlt, dann hast du dich sehr wahrscheinlich innerlich bereits verabschiedet.

#8: Eifersucht bringt euch um

Eifersucht gehört zu den giftigsten Zutaten einer Beziehung und ist kein Zeichen extremer Leidenschaft. Sondern sie steht für Verlustängste oder Kontrollzwänge. Wenn man das Handy des Partners kontrolliert, ihm hinterher spioniert, hinter allem Betrug ortet, dann ist die Liebe vergiftet, das Vertrauen kaputt und die Partnerschaft krank.

#9: Die Lust ist verschwunden

Oder eben auch nicht. Denn Sex ist ein schwieriger Gradmesser für toxische Beziehungen. Manchmal gibt es in diesen Partnerschaften besonders viel Sex. Denn die körperliche Nähe soll die emotionale Distanz ausgleichen. Oder er wird als Liebeszeichen gewertet, wenn sonst keine Bestätigung mehr da ist. Dennoch gilt: Bleibt in einer Beziehung über Monate die Leidenschaft komplett auf der Strecke, dann ist die Liebe vorbei.

#10: Du hast keine Freude mehr

In deinem Leben passiert etwas Wunderbares - aber du hast keine Lust mehr daran, deine Freude mit deinem Partner zu teilen? Er ist nicht mehr die erste Person, die du anrufst, wenn sich bei dir etwas tut? In toxischen Beziehungen werden Erfolge nicht gemeinsam gefeiert oder Misserfolge gemeinsam durchgestanden. Weil man Angst hat, dass der Partner alles mies macht. Weil die Freude ihren Ursprung nicht in der Beziehung, sondern in einem eigenständigen Erlebnis hat.