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Dirty Talk: Schmutziges Bettgeflüster

Die größte erogene Zone ist immer noch unser Gehirn. Wir haben deshalb den Dirty-Talk-Guide für Anfänger für dich. Mit diesen schmutzigen Texten machst du IHN heiß! Infos und Tipps, wie du mit Dirty Talk die Stimmung anheizt und was du besser bleiben lassen solltest findest du in diesem Artikel..


Dirty Talk: Schmutziges Bettgeflüster

Lüsternes Geflüster: So heizt du ihn verbal an!

© iStockphoto

Was Frauen wirklich anheizt, so die These des amerikanischen Bestseller-Autors Daniel Bergner („Die versteckte Lust der Frauen“), ist die offensichtliche Begierde des Mannes und unsere Macht, diese zu erzeugen. Wenn ER uns vor Begehren die Kleider vom Leib reißt, dann wirkt allein das schon fast wie ein Orgasmus auf uns.

Aber wie erregen wir den Partner so sehr, dass er fast schon räuberisch seine Lust auf uns kundtut?

Hemmungen fallen lassen

Klar, es ist schwer alle Hemmungen fallen zu lassen. Wird man sich vor dem Partner blamieren? Wird es peinlich werden? Könnte ich ihn beleidigen? Gerede im Bett ist für viele Paare ein Tabu, aus Angst, dass es schief gehen könnte. Warum nur sind wir so gehemmt, in einer Situation, in der man doch die Hemmungen fallen lassen sollte?

Beim Dirty Talk geht es somit hauptsächlich darum, über den eigenen Schatten springen zu können. Wir müssen Hemmungen fallen lassen und auch Mut zur Peinlichkeit beweisen. Ein offener, inniger und vor allem auch humorvoller Umgang mit dem Partner ist daher wichtig. Gerade bei den ersten Gehversuchen im Dirty Talking muss man auch einmal gemeinsam über peinliche Momente lachen können.

Dirty Talk: Wie fange ich an?

Hast du Dirty Talk schon einmal probiert ‒ Ein wenig Verbalerotik im Bett? Oder warst du bislang zu schüchtern und hattest ein blödes Gefühl, wenn du „Besorgs mir!“ geflüstert hast? Dann ist dir bislang etwas entgangen. Denn schmutziges Gerede im Bett kann die Stimmung ordentlich anheizen. Wer auf „Ohrotik“ beim Sex verzichtet, lässt ein äußerst wirkungsvolles Mittel zum Anheizen einfach aus.

Erotisches Knistern wird duch vielerlei Reize ausgelöst. Kopfkino ist dabei für Frauen und Männer ein wichtiges Element. Eine Möglichkeit, das erotische Knistern durch eben dieses Kopfkino zu verstärken ist Dirty Talk. Nach wie vor ist unser Hirn das größte Lustzentrum. Worte lassen erotische Fantasien bei Männern wie bei Frauen entstehen.

Nun fällt es den Meisten von uns aber gar nicht so leicht, etwas Erotisches zu sagen, ohne sich vor Peinlichkeit zu winden. Also schweigen oder stöhnen wir lieber. Sex ist in den meisten Fällen etwas, bei dem wir auf Feedback des Gegenübers angewiesen sind. Dieses Feedback kann durch Körpersprache wie Krümmen, Winden, Zittern, Pulsieren, Lippen-Beißen, Haare Raufen, Schwitzen, Erröten, usw. stattfinden. Hörbares Feedback erhalten wir über Stönen, Röcheln, Keuchen, Seufzen, tiefes Atmen, unkontrollierte Geräusche und mehr. Auch das ist bereits ein erster Schritt in Richtung Dirty Talk. Den ersten Mut müssen viele bereits bei lautem Stöhnen und Knurren aufbringen. So verliert man die ersten Hemmungen. Lass es raus, sei ein Tier und mach dir keine Gedanken über deine Laute. Beim Sex ist es gut, animalisch und hemmungslos zu sein.

Weiter geht es mit ersten kurzen Worten. Schon ein kurzes gestöhntes „Jaaaah“ und „Mmmmh“ sind der nächste Schritt zum Dirty Talk. Du musst gar nicht besonders laut sein und auch nicht deutlich sprechen. Du bist erregt, da muss man auf so etwas nicht achten. Noch ein bisschen weiter geht man dann mit kurzen Aufforderungen wie „schneller“, „tiefer“ oder „fester“. Ist das einmal geschafft, eröffnet sich dir die große weite Welt des Sex-Talks.

Dirty Talk in einer langjährigen Beziehung

Besonders in einer längeren Partnerschaft, in denen Aaaahhhh und Oooohhhh lange Zeit die einzigen Laute beim Sex waren, kann es für beide irritierend sein, wenn auf einmal gesprochen wird. Um eine gute Einleitung zu finden, kannst du auch klein anfangen, indem du das erste Mal einfach bekundest, dass du „Jetzt gleich“ mit ihm intim werden willst. Kaum ein Mann würde sich da erst bitten lassen. Mit jedem Mal, kannst du dann mehr wagen.

Der Vorteil an einem langjährigen Partner ist, dass man mit ihm viel offener umgehen kann. Der Nachteil ist, dass man oft zu vorsichtig miteinander umgeht. Redet darüber, habt Spaß dabei und geht es locker an. Habt Mut, auch über misslungene Versuche zu lachen und nehmt es nicht zu ernst. Übung macht den Meister. Ihr werdet überrascht sein, welche neuen Seiten ihr an eurem Partner entdeckt, die ihr zuvor noch nicht kanntet.

Dirty Talk braucht keinen Sex

Dirty Talk ist ein ideales Mittel um die Luft zum Knistern zu bringen und das Blut in Wallung zu versetzen. Dennoch muss Dirty Talk nicht zwingend vor oder während dem Sex stattfinden. Willst du deinen Liebsten einen ganzen Tag lang ein bisschen quälen, dann flüstere ihm morgens einfach ins Ohr: „Liebling, welche Krawatte trägst du heute? Lass sie uns heute Abend für etwas anderes verwenden!“. Dirty Talk funktioniert übrigens auch via SMS oder Whatsapp.

Telefonsex ist eine weitere Möglichkeit, die Dirty-Talk-Fähigkeiten zu üben. Fällt es dir schwer, direkt zu sein? Kein Problem: Auch mit zweideutigen Anspielungen kann man ein Feuer entfachen. Bist du gerade auf Firmenreise und kommst mehrere Tage nicht zu ihm heim? Telefoniere doch regelmäßig mit ihm und heize ihm dabei so richtig ein. Er wird sich nicht mehr halten können, wenn ihr euch endlich wieder in den Armen liegt.

So geht der Dirty Talk

Entscheidend ist ein großer erotischer Sprachschatz. Schon mal nicht schlecht: Lies dich etwa in Erotik-Bestseller wie 50 Shades of Grey (hier eine Leseprobe) ein. Dann fällt es dir sicherlich schnell leichter, Worte wie „geil“ durch „ekstatisch“, „berauschend“ oder „hemmungslos“ zu ersetzen. Suche nach Synonymen, im Zweifel notiere dir auch Worte, die dich selbst anmachen.

Wichtig: Flüstere ihm nicht einfach nur Befehle oder einzelne Worte ins Ohr. Ein „Nimm mich härter“ kann zwar antörnend sein, richtig erotische Stimmung entsteht aber eher, wenn du dich mit ihm auf eine Phantasiereise begibst. Male ihm zum Beispiel aus, wie du ihn unter der Dusche einseifen willst und wie sich deine Hände um sein Glied schließen. Du wirst sehen: Erotische Bilderwelten beflügeln mehr als Regieanweisungen im Bett.

Nimm dir Zeit für Pausen und erhöhe so die sexuelle Dramaturgie. Ein Beispiel: „Ich will Dich…“ ‒ Pause ‒ „tief in mir spüren“. Sprich leise beim Ausatmen. Das gibt deiner Stimme eine Melodie, die auf sexy Botschaften wie ein Verstärker wirkt.

Dirty Talk Tipps: Was kann ich sagen?

Auch beim Dirty Talk gibt es alle Schattierungen von devot zu dominant. Übernimmst du das Kommando, dann habe keine Angst, den Befehlston zu ergreifen und mit ihm zu spielen: „Du willst mich? Zwischen meine Schenkel und verdiene es dir“. Bist du eher auf der empfangenden Seite, dann gib ihm das Gefühl, das Ruder in der Hand zu haben: „Bitte nimm mich!“. Beschreibe, was in dir vorgeht und habe auch keine Hemmungen, ein kleines Bisschen zu übertreiben (wohlgemerkt nur ein wenig). Ein gesundes Maß an Phantasie ist beim Dirty Talk beinahe schon essenziell.

1

Der Klassiker. „Ich will dich ganz tief in mir spüren!“ oder „Ohhhhh, er ist sooo groß!“, Mit diesen Sätzen liegst du nie falsch. Zu oft darfst du sie allerdings nicht anbringen (zumindest nicht bei ein- und demselben Mann). Sonst nützen sie sich ab.

2

Aufforderungen. „Ich will dich so sehr. Mach' mit mir, was du willst!“ Nun: DAS wird er sich nicht zweimal sagen lassen.

3

Beschreibendes. Dir fehlt ein wenig die Fantasie, was du lüstern flüstern könntest? Nun, dann versuch' mal, deine Handlungen zu beschreiben. Das kann sich so anhören: „Magst du es, wenn ich ganz fest mit der Hand deinen…“. Oder: „Ich nehme jetzt deinen … in den Mund und werde an ihm saugen…“. Wichtig: Du darfst nicht klingen wie der Kommentator eines Fussball-Spiels!

4

Befehle. Nein, du musst dich nicht als gestrenge SM-Domina aufspielen. Aber ein paar klare Anweisungen sind ein richtiger Anturner für ihn. Beispiele: „Fass' mich hier an.“ Oder: „Härter. Genau so!“ Auch nicht schlecht: „Ich will, dass du es mir heute mit der Zunge besorgst.“

5

Das Fantasie-Gebilde. Sprich' vor ihm über deine erotischen Fantasien. „Ich habe schon immer von einem Dreier geträumt…“ und “Ich würde am liebsten in der Umkleide des Fitnessstudios zur Sache kommen“ sind mehr, als er unerregt verkraften kann ;-). Nur Vorsicht: Es könnte sein, dass er sich sofort an die Umsetzung machen will!

6

Der Ego-Streichler. Ein Mann (übrigens auch Frauen, meine Lieben!) benötigt nicht nur Zärtlichkeiten für den Körper, sondern auch fürs Ego. Sätze wie „Ich bin noch nie so gekommen wie eben!“ oder „Wenn ich nur daran denke, wie gut du es mir besorgst, wird mir heiß“ lassen sein Lendenfeuer lodern!

Rechner: Mit so vielen Genitalien warst du indirekt in Kontakt

Reizworte und No-Go's

Streue Sätze oder Worte in Französisch oder Italienisch ein. Nicht umsonst gelten diese als „Sprachen der Liebe“. Auch Rollenspiele können im Bett für neue Höhepunkte sorgen. Sieze deinen Partner doch einfach einmal. Auch das kann durchaus prickelnd wirken.

Achtung: Jeder hat seine eigenen Reizworte, aber auch ganz persönliche No-Go's. Die solltet ihr zuvor abgleichen. Wenn du etwa sein bestes Stück mit Tiernamen bedenkst, kann das schnell peinlich werden. Besonders für die ersten Versuche ist es natürlich nie verkehrt, wenn ihr beide über eine gesunde Portion Humor verfügt.

Besonders das uralte Dirty Talk Klischee, Tiernamen zu vergeben, zieht jedes Bettgespräch rasch ins Lächerliche. Die Klassiker, wie „Mein Hengst“ oder „Geile Sau“ sind für viele Partner eher Abtörner.

Thema: Sex & Erotik