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Rasierhobel: So geht nachhaltige Rasur

Zero Waste und Nachhaltigkeit halten immer öfter Einzug in unsere Badezimmer. Ein Weg um Müll zu vermeiden ist der Gebrauch von Rasierhobeln. Wir erklären, was das genau ist und welche Vor- und Nachteile diese alte, neue Form der Rasur mit sich bringt.

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Rasierhobel
© iStock

Die Geschichte der Rasur ist eine durchaus lange. Am Anfang stand das Rasiermesser, das aber meist nur von Profis fachgerecht bedient werden konnte und oftmals zu Verletzungen führte. Als billigere, effektivere und sicherere Alternative folgte schließlich der Rasierhobel. Dieser ist quasi die Großmutter der Einweg-Rasierer wie wir sie heute kennen

Über die Jahrzehnte nahmen die nämlich den Platz des Rasierhobels mehr und mehr ein. Angesichts der Klimakrise werden aber Themen wie Müllvermeidung und Nachhaltigkeit wichtiger denn je. Dies führt dazu, dass der Rasierhobel langsam aber sicher in unsere Badezimmer zurückkehrt. Auch Frauen greifen bei ihrer Haarentfernung vermehrt zum Hobel.

Und das mit gutem Grund: Denn dieser ist ein guter Weg, um Ressourcen zu schonen und bringen außerdem noch viele weitere Vorteile mit sich. Welche das sind und was es sonst noch Wissenswertes zu diesem Thema gibt, verraten wir dir im Artikel!

Was ist ein Systemrasierer?

Enthaarungsmethoden gibt es viele. Epilieren, Sugaring, Lasern, Rasieren – wer ungeliebte Körperbehaarung loswerden will hat diese Möglichkeiten und noch viele mehr. Der Rasierhobel erscheint dabei wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, denn wie bereits erwähnt ist er quasi ein Vorgänger der heutigen Einweg-Rasierer. Doch was genau unterscheidet die einzelnen Rasierer überhaupt voneinander?

Grundsätzlich spricht man bei den heutigen Rasierern häufig von Systemrasierern. Diese besitzen eine wiederverwendbare Halterung und einen beweglichen, austauschbaren Rasierkopf mit drei oder fünf Klingen, meist eingefasst in einem Kunststoffrahmen. Diese Mehrfach-Klingen sollen für eine gründlicherer Rasur sorgen.

Das Problem: Entweder verstopfen diese rasch oder sie werden bald stumpf. Außerdem sind die Scherköpfe von Systemrasierern teuer. Folglich sind auch billige Einweg-Rasierer weit verbreitet. Diese landen allerdings noch schneller im Müll und produzieren somit auch noch mehr Abfall.

Was ist ein Rasierhobel und warum ist er nachhaltiger?

Ein Rasierhobel im Gegenzug besteht aus einem Griff und einem unbeweglichen Kopf, in dem eine Rasierklinge eingelegt wird. Sowohl Systemrasierer als auch Rasierhobel eignen sich für die Nassrasur.

Der entscheidende Unterschied in Sachen Müllvermeidung ist allerdings: Nach der empfohlenen Benutzungsdauer wird bei Systemrasierern der komplette Kopf inklusive Plastik entsorgt und ein neuer aufgesteckt, während beim Rasierhobel nur die Klinge ausgetauscht wird.

Letzterer besteht zudem meist aus Stoffen wie Metall oder Bambus, während Systemrasierer überwiegend aus Kunststoff gefertigt werden.

Die Anschaffung eines Rasierhobels ist zwar häufig teurer, dafür sind die Klingen selbst meist billiger im Vergleich zu Rasierköpfen für Systemrasierer. Zudem sind die Klingen für Rasierhobel in der Regel schärfer und halten somit auch länger. Im Schnitt kannst du sie für bis zu zwölf Rasuren verwenden.

Danach kann die Schneide einfach umgedreht und mit den neuen scharfen Kanten rasiert werden. Ein weiterer Tipp, um die Haltbarkeit zu verlängern: Um Rost vorzubeugen, ist es sinnvoll, die Klinge nach dem Duschen aus der Halterung zu nehmen und abzutrocknen.

Wie gelingt die Rasur mittels Rasierhobel?

Zugegeben, das Wort "Rasierhobel" klingt im ersten Augenblick recht maskulin, natürlich kann dieser Rasierer aber auch von Frauen verwendet werden. Die richtige Anwendung ist dabei das A und O, um Verletzungen und Schnittwunden zu vorzubeugen. Gehe daher besonders bei der ersten Rasur vorsichtig vor. Der Hobel ist normalerweise schwerer als die üblichen System- und Einwegrasierer. Du solltest daher weniger Druck bei der Rasur anwenden und lieber sanft über die Haut gleiten.

Da der Rasierkopf nicht beweglich ist, solltest du Bereichen wie Knien oder Knöcheln besondere Aufmerksamkeit schenken. Rasiere behutsam und langsam über diese Stellen bis du etwas mehr Übung hast. Generell empfiehlt es sich zuerst an einfacheren Stellen, wie etwa entlang der Beine, zu rasieren. Zwischen Haut und Klinge sollte dabei ein Winkel von 30 Grad bestehen. Setze den Hobel also nicht zu steil an, um die Haare optimal abzuschneiden und Schnittwunden vorzubeugen.

In puncto Rasierschaum gibt es hier übrigens keine Einschränkungen. Unabhängig von der Art deines Rasierers kannst du den selben Rasierschaum nehmen. Wer noch mehr Plastikmüll vermeiden will, kann übrigens auch zu Rasierseife greifen. Nach der Rasur kannst du deine beanspruchte Haut mit einer milden Körperlotion beruhigen.

Welche Vorteile gibt es?

  • Gründliche Rasur: Da die Klingen des Rasierhobels sehr scharf sind, muss man bei der Rasur wenig Druck anwenden und erwischt dennoch jedes Härchen.
  • Weniger Rasierpickel: Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt der scharfen Klingen ist, dass weniger Rasierpickel entstehen.
  • Umweltfreundlich: Mit dem Rasierhobel fällt bei der Rasur kaum Müll an. Viele Modelle und auch die zugehörigen Klingen werden außerdem in ökologischen Verpackungen angeboten. Die Klingen selbst sind außerdem recyclingfähig, weil sie aus rostfreiem Edelstahl bestehen.
  • Kostengünstig: Bei regelmäßiger Verwendung lohnt sich die Anschaffung eines Rasierhobels recht rasch. Vor allem neue Klingen sind im Vergleich zu Rasierköpfen für Systemrasierer deutlich günstiger.
  • Einfache Reinigung: Die Klingen verstopfen nicht so leicht mit Haaren und sind einfacher in der Reinigung.
  • Für alle Körperregionen geeignet: Grundsätzlich können auch empfindlichere Stellen wie Achseln oder Bikinizone mit einem Rasierhobel enthaart werden. Unser Tipp: Taste dich langsam ran! Bevor du dich sofort an diesen sensiblen Stellen versuchst, solltest du zunächst ein Gefühl für den Hobel entwickeln.
  • Lange Lebensdauer: Speziell wenn der Rasierhobel nach jeder Benutzung gereinigt und zum trocknen aufgelegt wird, kann er eine sehr lange Lebensdauer haben und ist nahezu unzerstörbar.

Was sind die Nachteile?

  • Handhabung: Gerade zu Beginn ist ein geübtes Händchen erforderlich, damit du dir keine Schnittwunden zuziehst. Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass der Hobel schwerer ist, anders in der Hand liegt und keinen beweglichen Kopf hat. Für die ersten Versuche sollte man sich also Zeit nehmen.
  • Höherer Anschaffungspreis: Wie bereits erwähnt ist ein Rasierhobel in der ersten Anschaffung teurer als ein Systemrasierer. Je nach Marke gibt es unterschiedliche Preise, von 25 bis 100 Euro muss man aber für einen Rasierhobel schon rechnen.

Welche Rasierhobel wir empfehlen

Rasierhobel gibt es in den verschiedensten Ausführungen auf dem Markt. Neben dem Material – also ob der Hobel mit verchromtem Griff oder mit Bambus daher kommt – gibt es auch Unterschiede beim Verschluss und beim Kamm.

Wichtig zu wissen: Bei einem offenen Kamm ist der Klingenspalt deutlich größer. So sollen längere und dickere Haare besser erfasst werden. Diese Variante eignet sich vor allem für Männer mit drahtigem oder dickem Barthaar und ermöglicht eine gründlichere Rasur. Der Nachteil: Bei der Anwendung ist Übung gefragt, denn mit solch einem Rasierhobel kann man sich leichter schneiden.

Bei einem geschlossenen Kamm ist der Bügel hingegen durchgängig und kein wirklicher Kamm. Dadurch liegt die Klinge weniger frei. Die Rasur wird damit zwar nicht so gründlich, wie bei einem offenen Kamm, birgt dafür aber weniger Gefahr für Schnittverletzungen.

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