
Wie oft fragen Sie die KI Ihres Vertrauens um Rat? Täglich? Gelegentlich? Oder öfter, als Sie zugeben würden?
Es gibt gerade einen seltsamen Widerspruch. Auf der einen Seite ist da diese Sehnsucht nach Nähe, nach echten Verbindungen. Gleichzeitig wird alles noch digitaler. Unsere Arbeit, unser Alltag – und sogar unsere Beziehungen. Mithilfe neuester KI-Systeme entstehen Begegnungen, die es eigentlich nicht gibt. Mit einem perfekten Gegenüber, das scheinbar zuhört, nachfragt, versteht. Obwohl es eigentlich gar nicht existiert. Wir beginnen, Kontakte aufzubauen, die real wirken, es aber nicht sind. Und schon bald – wenn man Zukunftsforscher:innen glaubt – in unserer Gesellschaft als normal akzeptiert sein könnten.
Meine Kollegin Andrea Wipplinger-Penz hat es ausprobiert. Sie hat sich digitale Begleiter:innen erschaffen – einen Fitnesscoach, eine Beraterin für den Job … Und war überrascht, wie schnell daraus etwas entsteht, das sich vertraut anfühlt. Wie kann das sein „Psychologisch gesehen ist es möglich, dass dabei Gefühle entstehen“, ordnet Psychologin Marisa Tschopp ein. „Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, auch Beziehungen zu Dingen zu bilden. Denn wenn ein System auf unsere Geschichten eingeht und scheinbar Verständnis zeigt, reagiert es ähnlich wie in einem echten Gespräch.“ Ein guter Moment, um uns zu fragen, wie wir uns analog etwas Leichtigkeit zurückholen möchten. Denn bei aller Faszination für das Neue sollte eines nicht zu kurz kommen: das echte Leben.
WOMAN DAY
Am 9. April ist es wieder so weit: Wir freuen uns auf den WOMAN DAY. Unser beliebter Shoppingtag, der für viele längst zum jährlichen Ritual geworden ist. Ein Anlass, sich etwas zu gönnen. Sie finden viele Inspirationen in unserer WOMAN DAY Colour „Amethyst Orchid“ und natürlich alle Gutscheine, Partner:innen und Aktionen!
In diesem Sinne: Genießen Sie den Frühling. Und gute Gespräche – idealerweise mit Menschen, die auch widersprechen können.
Herzlichst
Melanie Zingl
Chefredakteurin