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Brustkrebs: 12 Symptome und Warnzeichen

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Brustkrebs

Brustkrebs Anzeichen

©Elke Mayr
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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Auf welche Zeichen man vorab achten sollte und warum es wichtig ist, regelmäßig selbst Hand anzulegen.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Veränderung des Brustgewebes. Die häufigste Form des Brustkrebses entsteht in den Zellen der Milchgänge (duktales Mammakarzinom). Die zweithäufigste Form entsteht in den Drüsenläppchen (lobuläres Mammakarzinom).

Im Jahr 2020 erhielten laut Statistik Austria 19.641 Frauen in Österreich eine Krebsdiagnose. Die häufigsten Diagnosen waren bösartige Tumore der Brust bei Frauen (5.443 Fälle) – Stand 02.02.2023. Diese Krankheit und auch andere Krebsarten schleichen sich an einen heran, bevor man irgendeine Ahnung hat, was im eigenen Körper abgeht. Das liegt daran, dass Frauen eher nach Knoten in ihren Brüsten suchen und andere Zeichen dabei ignorieren.

Daran ist auch absolut nichts falsch, aber Krebs kündigt sich oftmals schon mit anderen Symptomen an. Bei vielen anderen Krebsarten gibt es auch keine Knoten, nach denen man Ausschau halten könnte. Deshalb ist es wichtig sich bewusst zu machen, welche Symptome sonst noch bei Brustkrebs auftreten können.

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Was sind die ersten Anzeichen von Brustkrebs?

  1. Sensible Nippel und Nippelausfluss
    Schmerzen die Brustwarzen bei jeglicher Berührung, sind wund und/oder tritt Flüssigkeit, die nicht Muttermilch ist, aus den Nippeln? Es kann sich allerdings auch um einen normale Brustwarzenentzündung oder hormonelle Veränderungen handeln.

  2. Veränderte Hautstruktur und Hautfarbe
    In vielen Fällen verändert sich die Farbe rund um die Brust. Manchmal kommt es auch zu einer Art Orangenhaut mit geweiteten Poren.

  3. Verändernde Brustform und Größe
    Eine Brust ist deutlich größer als die andere und beim Anheben der Arme bewegen sich die Brüste unterschiedlich.

  4. Knoten in der Achselhöhle
    Das Brustgewebe erstreckt sich bis zu den Achselhöhlen, krebsartige Tumore beschränken sich nicht nur auf die Brust.

  5. Spannen und Ziehen im Brustbereich (einseitig)
    Wenn die Brüste ohne ersichtlichen (hormonellen) Grund schmerzen und ziehen, könnte es ein Zeichen für Brustkrebs sein. In vielen Fällen ist der Schmerz einseitig.

  6. Ein blauer Fleck oder eine Wunde heilt nicht ab
    Blaue Flecken und Wunden heilen trotz antibiotischer Behandlung und Salben nicht ab.

  7. Reizhusten, obwohl nicht erkältet
    Der Husten ist aus dem Nichts aufgetreten und kommt nicht von einer Erkältung oder Grippe.

  8. Magen-Darm- und Blasenbeschwerden
    Der Stuhlgang ist unregelmäßig oder es kommt häufig zu Durchfall oder Verstopfung.

  9. Starker Energieverlust
    Chronische Müdigkeit und Energieverlust, trotz viel Schlaf.

  10. Signifikante Gewichtsveränderungen
    Rascher Gewichtsverlust oder starke Gewichtszunahme ohne ersichtliche Gründe, können ebenfalls auf eine Veränderung der Zellen schließen.

  11. Hautrötung, Hautschuppung und Juckreiz
    Hautrötungen sowie Hautschuppung, die nicht verschwinden, und Juckreiz deuten auf einen Flüssigkeitsaufbau bzw. eine schlechte Lymphfunktion hin oder können darauf hinweisen, dass der Körper versucht, neue Blutgefäße für Brusttumore zu schaffen.

  12. Schmerzen im oberen Rücken
    Schmerzen im oberen Rückenbereich, die weder durch Entspannung, Physiotherapie oder Sport weggehen, können auf Brustkrebs hindeuten. Wenn Tumore wachsen, drücken sie auf Nerven und Sehnen, was Rückenschmerzen verursacht. Wenn der Krebs metastasiert (z. B. in die Knochen) könnte auch das Schmerzen im Rücken verursachen.

Brustkrebs-Vorsorge: Abtasten & Mammografie

Wer regelmäßig seine Brüste abtastet, weiß, wie sie sich im Normalfall anfühlen und erkennt Veränderungen sofort. Wer eine Periode hat, sollte seine Brust immer ein paar Tage nach der Blutung abtasten. Wer aber hormonell verhütet und aus diesem Grund keine Periode bzw. nur Abbruchblutungen bekommt, sollte die Brust einmal im Monat zur selben Zeit abtasten.

Wichtig: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Lasst euch von eurer Ärztin oder eurem Arzt fachlich beraten.

Während der Selbstuntersuchung ist es wichtig nicht nur abzutasten, sondern auch die Brustwarzen und die Haut drumherum sowie die Achselhöhlen genau zu untersuchen. Häufig wird Brustkrebs durch eine physische Untersuchung und nicht durch eine Mammographie festgestellt. Wie das Abtasten der Brüste genau funktioniert, steht in der Krebshilfe-Broschüre über Krebsvorsorge und Früherkennung für Frauen (Seite 24).

Trotzdem gilt die Mammografie (Bruströntgen) derzeit als die am besten geeignete Methode, Brustkrebs früh zu entdecken. Die Sozialversicherung bietet daher Frauen ein kostenfreies Brustkrebs-Früherkennungsprogramm an, das sich an Frauen richtet, die keine Beschwerden oder erkennbaren Anzeichen einer Brustkrebs-Erkrankung und kein familiär bedingtes Risiko haben.

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Das Programm wird Frauen zwischen 45 und 74 Jahren empfohlen. Bei Auffälligkeiten und Beschwerden ist die ärztliche Zuweisung zur Mammografie altersunabhängig und jederzeit möglich. Alle Informationen zum Brustkrebs-Früherkennungsprogramm gibt es unter frueh-erkennen.at.

Frauengesundheit

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