Ressort
Du befindest dich hier:

Was sind eigentlich Antioxidantien?

Die Radikalfänger machen gesund, schön und schlau. Außerdem sollen sie sogar Krebs vorbeugen. Doch was sind Antioxidantien eigentlich und wo sind sie enthalten?

von

Antioxidantien Lebensmittel

Antioxdantien im Smoothie - lecker!

© istockphoto.com

"Ich esse jetzt oft Heidelbeeren. Die enthalten nämlich viele Antioxidantien", sagt letztens eine Kollegin. Antioxidantien also... schon hundert Mal gehört aber irgendwie noch immer keine Ahnung was das genau ist? Wir klären auf!

Was haben Antioxidantien mit freien Radikalen zu tun?

Um zu verstehen wofür Antioxidantien gut sind, ist es wichtig zu wissen was freie Radikale sind. Diese sind nämlich Schuld an vielen Gesundheitsbeschwerden wie Krebs, Demenz, Augenprobleme oder Gelenkbeschwerden. Außerdem sind es auch die freien Radikale, welche unsere Haut altern lassen. Es handelt sich dabei um sauerstoffhaltige Moleküle, die instabil sind, weil ihnen in ihrer chemischen Struktur ein Elektron fehlt. Ihr Ziel: Ein passendes Elektron finden, um wieder vollständig zu werden. Was machen sie also? Sie gehen rücksichtslos auf intakte Moleküle los und entreißen diesem ein Elektron. Dem bestohlenem Molekül fehlt jetzt also ein Elektron und wird selbst zu einem freien Radikal. Die Folge: Eine Kettenreaktion. Gesunde Zellen werden zerstört und so kann z.B. sogar Krebs entstehen.

Freie Radikale entstehen bei Rauchen, Alkohol, Junk Food, Luftverschmutzung, Zucker, Konservierungsstoffe, Pestizide, UV-Strahlen, Medikamente und Drogen.

Vitamin C und E enthält viele Antioxidantien

Wie kann man freie Radikale aufhalten?

Antioxidantien bilden das fehlende Elektron, welches das freie Radikal sucht. So können die freien Radikale ausgeschaltet werden. Aufgenommen werden Antioxidantien vor allem als Nahrung. Generell sind besonders viele Antioxidantien u. a. in Knoblauch, Kohl, Brokkoli, Süßholz, Ingwer, Tee, Kaffee, Kerbel, Petersilie, Zwiebel, Zitrusfrüchten, Leinsamen, Vollreis, Tomaten, Traubenkernöl, Rosmarin, Minze, Gurke, Spargel, Basilikum und Kakao enthalten. Antioxidantien sind auch ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Muttermilch, sie wirken im Organismus des Babys als Radikalfänger und helfen u. a. bei der Infektionsabwehr. Die meisten Antioxidantien pro Portion sind enthalten in:

- getrocknete kleinen roten Bohnen
- wilde Heidelbeeren
- rote Kidney-Bohnen
- Pinto-Bohnen
- Kultur-Heidelbeeren
- Cranberrys
- gekochte Artischockenherzen
- Brombeeren
- getrocknete Pflaumen
- Himbeeren
- Erdbeeren
- Red-Delicious Äpfel
- Granny-Smith-Äpfel
- Pekanüsse
- süße Kirschen
- Pflaumen
- Kartoffeln
- getrockente schwarze Bohnen
- Zwetschken
- Gala-Äpfeln

Wichtige Zusatz: Auch dunkle Schokolade soll positive Effekte bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankgungen haben.

Antioxidantien gegen Hautalterung

Vor allem durch intensives Sonnenbaden, Rauchen oder Stress verstärkt sich die Bildung freier Radikale. Deswegen wird gebräunte Haut oder die von Raucherinnen auch schneller faltiger.

Durch Antioxidantien ist es aber möglich, den natürlichen Alterungsprozess des Körpers zu verlangsamen, Energielosigkeit und Zelltod zu verhindern und vor der Anhäufung von Fettgewebe und einer Hormonabnahme zu schützen.

Kurz zusammengefasst: Wer viele Antioxidantien zu sich nimmt schützt seine Haut vor Alterung.

Zu jung für Anti-Aging-Produkte?
Antioxidantien schützen vor Hautalterung

Das Gedächtnis stärken mit Antioxidantien

Viele Antioxidantien sind in Vitamin C und E enthalten. Vor allem für ältere Menschen ist es wichtig, dass sie deshalb viel Obst und Gemüse essen. Ausgelöst wird der fortschreitende Abbau der Gehirnkapazität unter anderem nämlich durch freie Radikale, weshalb Antioxidantien dazu eingesetzt werden können, den kontinuierlichen Verfall aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen. Verbesserungen von Gedächtnis und kognitiven Prozessen vor allem bei älteren Menschen kann die Einnahme von Ginkgo biloba, dem Extrakt aus Blättern des chinesischen Ginkgo-Baumes, bewirken. Ginkgo biloba Extrakt führt zu einer Verbesserung der Durchblutung der Nervenzellen und des Gehirns, so dass das Gehirn besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann.

Im Reformhaus, in der Apotheke oder bei dm gibt es verschiedene Ginko-Präparate und Säfte.