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Studie: Dein Cardio-Training könnte dein Sexleben retten!

Bist du ein Sportmuffel? Dann könnte diese Studie dir einen immensen Motivationsschub verpassen. Demnach soll intensiver Sport das Sexleben nachhaltig verbessern!

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Mehr Bock auf Sport...

© Unsplash

Wer nicht wahnsinnig gerne Sport macht, kennt die Gleichgültigkeit gegenüber Forschungsergebnissen nur zu gut. Klar, ist es super für den Körper und Geist, dass man sich bewegt. Es ist wohl das eine universelle Mittel, das allen Menschen gut tut, ohne lästige Nebenwirkungen und mit viel lebensverlängerndem Potenzial. Doch auch wenn dich all diese Argumente nicht überzeugt haben - wollen wir es noch mit folgender Studie versuchen:

Demnach haben besonders Menschen, die regelmäßig intensives Cardio-Training betreiben, länger ein besseres Sexleben. Soll heißen: es kommt viel seltener zu sexuellen Funktionsstörungen, die vor allem im steigenden Alter auftreten können.

Laufen für den guten Sex:

Für die Studie, die im Journal of Sexual Medicine veröffentlicht wurde, befragte man über 6.000 Frauen und Männern. Sie alle waren Mitglieder diverser Sportklubs (Radfahren, Laufen & Schwimmen). Sie wurden zu ihrem Sexleben und zur Häufigkeit ihrer sportlichen Betätigung gefragt. Das Ergebnis:

Bei Frauen, die 4 Stunden in der Woche laufen, wurde die Wahrscheinlichkeit auf eine sexuelle Funktionsstörung um 30 Prozent verringert. Bei Männern waren es 4,5 Stunden und eine Reduktion von 23 Prozent.

Was intensiver Sport im Körper auslöst:

Erektile und andere sexuelle Dysfunktionen haben häufig mit einer Störung der Durchblutung zu tun. Bei sportlicher Betätigung mit erhöhtem Puls wird die Durchblutung wiederum angeregt - auch im Genitalbereich. Ergo: Je mehr Sport man macht, desto besser ist der Körper durchblutet, desto besser kann auch die Erektion sein!

Dies bestätigen auch ältere Studien. Zum Beispiel eine, die 2010 ebenfalls im Journal of Sexual Medicine veröffentlicht worden war. Da wurde ein Zusammenhang zwischen dem Sympathikus und einer erhöhten sexuellen Erregung bei Frauen gefunden. Dabei wurde das sympathische Nervensystem, das die meisten Organe steuert, mit einem Ganzkörpertraining aktiviert. In diesem Zustand zeigten sich die Teilnehmerinnen um einiges erregter als ohne dem Sport.

In einer weiteren Studie von 1990 mussten 78 Männer neun Monate lang täglich 60 Minuten Aerobic machen. Am Ende der Laufzeit zeigte sich, dass sie nicht nur fitter und gesünder geworden waren, sondern auch noch befriedigenderen Sex, ohne Probleme mit der Erektion oder dem Orgasmus, hatten.

Je mehr Sport, desto besser?

Die Forschungsergebnisse suggerieren, dass sehr intensives Training der Schlüssel zu einer funktionierenden Sexualität ist. Das stimme aber nicht ganz, so die ForscherInnen der aktuellen Untersuchung. Klar, wer gar keinen Sport macht, riskiert tatsächlich Probleme mit der Durchblutung, die - wie schon oben ausgeführt - ein Schlüsselelement für funktionierenden Sex sein kann.

Doch (leider) ist Training nicht das einzige Allheilmittel für sexuelle Störungen. Frauen, die zum Beispiel Schmerzen haben, denen ist nicht unbedingt mit Sport geholfen. Deshalb empfehlen die ForscherInnen immer noch, eine Expertin zu Rate zu ziehen - vor allem, wenn man schon lange an solchen Problemen leidet.

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