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Ich habe das Caro Daur-Workout ausprobiert und das ist passiert

Ich habe das Training von Mega-Influencerin Caro Daur ausprobiert und das ist mein Resümee. Spoiler: Eine gewisse Grund-Kondition macht durchaus Sinn!

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Ich habe das Caro Daur-Workout ausprobiert und das ist passiert
© 2019 Getty Images

Okay – ich geb’s zu: Ich habe das Training unterschätzt! Und das ordentlich! An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich möglicherweise auch das eine oder andere Mal den Beruf von BloggerInnen und InfluencerInnen per se ein wenig bagatellisiert hab... Neben Reisen, Posen, Fotos schießen, diversen Eventbesuchen, ständigen „Selbstgesprächen“ mit dem Telefon (Storyfunktion sei Dank), Press Days und Unmengen an Kooperationen, wollen (oder sollen) die meisten InfluencerInnen außerdem auch noch topfit sein. Bei einem durchschnittlichen 15 bis 16 Stunden-Tag durchaus herausfordernd!

14 Minutes Fat Burn HIIT Full Body Workout by Caro Daur

Na gut, hab ich mir gedacht, das mit dem Topfit-Sein kann auch mir nicht schaden! Hab ich mich in den letzten Wochen dann doch ein bisserl gehen lassen... Warum also nicht das neue Training einer der größten deutschen Influencerinnen ausprobieren? Dabei handelt es sich um ein sogenanntes HIIT-Training – ein High Intensity Interval Training, das ursprünglich aus den Bereichen Bodybuilding und Kraftsport kommt. Dauer: 15 bis maximal 20 Minuten.

Der Fokus liegt dabei auf kurzen, hochintenisven Trainings- und Erholungsintervallen. Ziel ist es, den Körper während der kurzen Belastungsphasen bis an seine Leistungsgrenze zu bringen (und glaubt mir, an die gelangt man). Laut aktuellen Studien konnte sogar herausgefunden werden, dass man bei HIIT-Trainings gegenüber dem klassischen Muskeltraining deutlich mehr Körperfett abbaut.

Genau das Richtige also für eine Sport-Wiedereinsteigerin wie mich - NOT! Zu diesem Zeitpunkt hätte mir nämlich eigentlich schon mein gesunder Hasuverstand sagen müssen, dass das für mich als professionelle Couch-Sitzerin Höllenqualen mit tagelangem Muskelkater bedeuten würde...

Hochmut kommt vor dem Fall – im wahrsten Sinne des Wortes...

Ich war bereit – aber sowas von! „14 Minuten – das schaffst du locker“ – meine Worte von mir an mich. Also raus mit der Gymnastik-Matte und nix wie rein in meine Sportklamotten! Und auch beim ersten Anschauen des YouTube-Videos dachte ich noch, dass das irgendwie so gemütlich aussieht, was die liebe Caro da tut. Das war, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ein wenig überambitioniert...

Schon bei der ersten Übung musste ich nämlich feststellen, dass meine körperliche Verfassung jenseits von Gut und Böse war! Nach den ersten 40 Sekunden (so lange dauert im Übrigen jede einzelne Übung – mit dazwischen 20 Sekunden Verschnaufpause) lag ich keuchend auf dem Boden – der Schweiß tropfte auf direktem Weg von der Stirn in meine Augen, was zu schwerem Brennen und starkem Augenrinnen führte. „Naja, dann lässt du die zweite Übung halt aus und steigst bei der dritten wieder ein“ – so mein grandioser Plan und Selbstbetrug par excellence!

Nachdem ich mich aber nach weiteren 60 Sekunden immer noch nicht gefangen hatte, musste ich auch die Hälfte der dritten Übung skippen und kämpfte erneut mit einem Gemisch aus Schweiß und Tränen in meinen Augen. Außerdem war meine Luftzufuhr zu diesem Zeitpunkt schon maximal eingeschränkt und mir war richtig schlecht... Aber aufgeben ist für mich eben keine Option und ich zog das Training – zwar mehr schlecht als recht – durch.

Fazit: Absolut empfehlenswert!

Irgendwann fand die Tortur, die ich mir selbst zuzuschreiben hatte, dann (endlich) ein Ende! Mit knallrotem Kopf und schweißgebadet lag ich auf meiner Fitness-Matte, rang nach Luft und konnte nicht glauben, WIE anstrengend dieses Training gerade war. Und auch wenn ich zwischen und während den einzelnen Übungen mehrmals kurz davor war, den köstlichen Mittags-Burrito kreuz und quer über meinem mobilen Sportplatz zu verteilen und mich das Trainig zerstört hat, packte mich dennoch der Ehrgeiz!

Bei den sieben verschiedenen Übungen werden nämlich so gut wie alle Körperpartien, vor allem aber Bauch, Beine und Po, abwechselnd trainiert. Außerdem sind 14 Minuten super leicht integrierbar in den Alltag. Man kann das Training von Zuhause aus machen und muss dafür nicht kreuz und quer durch die Stadt fahren – etwas, das mich persönlich davon abhält, mich in irgendwelchen Fitnessstudios einzuschreiben.

Caro moderiert durch das Training und betont auch immer wieder, dass eine saubere Ausführung der einzelnen Übungen super wichtig ist und auch sie noch nicht perfekt ist – was sie neben dem fachlichen Aspekt auch noch wahnsinnig sympathisch macht! Ich hab das Training auch danach noch ein paar Mal gemacht – und relativ schnell gemerkt, dass es tatsächlich von Mal zu Mal weniger schlimm wurde. Eines muss ich an dieser Stelle aber ganz ehrlich sagen: Eine gewisse Grund-Kondition kann auf gar keinen Fall schaden, um nicht schon nach dem ersten Mal völlig frustriert das Handtuch zu werfen! Für alle, die Interesse haben, das HIIT-Training selbst auszuprobieren – hier geht’s zum Video:

Themen: Fitness, Workout